Am Samstag heißt es leider bye bye WDW.
Heute geht es noch für eine Nacht in die WL.
Zeit also für ein ausführliches Resümee.
Was wurde im Vorfeld nicht alles über das WDW geschrieben und berichtet. Von fehlender Magie, puren Chaos und was weiß ich nicht alles. Bis zum Schluss hatten wir das Gefühl, dass es Dank Corona bei uns auch beim dritten Anlauf nicht klappen würde. Letztendlich hat es dann doch ein glückliches Ende genommen.
Und wie war es nun?
Schön wie immer, mit ein paar Abstrichen ?
Aber der Reihe nach…
? Transfer:
Leider ist der Magical Express Geschichte. Dafür haben wir uns vorab für Mears Connect entschieden. Bekanntlich soll es dasselbe sein. In der Warteschlange zu unserem Hotel stand nur eine ältere Dame. Diese begrüßte uns nett, zeitgleich schimpfte sie aus allen Rohren mit dem Personal von Mears. Nach 10 Minuten des Wartens und dreimaligen Fragens, wo es denn für uns hingeht, sollten wir einen Mitarbeiter folgen. Zum Bus ging es noch nicht, stattdessen stellte er uns eine gut gekleidet Frau vor. Sie entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und sagte uns das sie unser Privatshuttle sei. Also hüpften wir und die Omi in den XXL SUV und fuhren zum Hotel. Wie lange die ältere Dame warten musste, dass sie uns diesen Service anboten war uns egal. So konnte es gerne weitergehen ?
Zur Rückfahrt kann ich natürlich noch nichts schreiben. Sollte irgendwelche negativen Ereignisse passieren, werde ich das hier nachreichen.
? Hotels:
Die erste Woche waren wir im Boardwalk, in einer One-Bedroom Villa. Braucht niemand, schon gar nicht zwei Personen. Möchten wir aber ab jetzt immer haben ?
King Bett, 2 Badezimmer… an so viel Platz kann man sich gewöhnen.
Das Hotel ist von der Lage für uns einfach unschlagbar. Von unserem Zimmer aus zu Fuß nach Epcot oder in die Studios keine 15 Minuten. Als Alternative wäre da noch der Skyliner oder die Fähre. Bei aller Begeisterung gab es auch Punkte die uns nicht gefallen haben. Zum einen die Poolanlage und zum anderen der fehlende Foodcourt. Bis auf den Boardwalk in die gleichnamige Bakery zu laufen um sich seinen Refillmug aufzufüllen, finden wir alles andere als praktisch. Auch die Auswahl an warmen Speisen ist nahezu nicht vorhanden.
Was die Auswahl an Speisen angeht, so punktete die Animal Kingdom Lodge wie gewohnt mit einer enormen Vielfalt. Diese war unser zweites Zuhause. Zwar nur ein Studio, dafür mit bester Aussicht auf die Savanne ?
Und das dritte im Bunde, die Wilderness Lodge, punktet einfach mit seinem rustikalen Charme. Hier stellt sich das Gefühl von “nach Hause kommen“ sofort für uns ein.
Alle Hotelzimmer waren sauber, der Müll wurde täglich geleert und die DVC Reinigungsintervalle wurden eingehalten.
?CM:
Von der ersten bis zur letzten Sekunde, vom Manager bis zur Reinigungskraft waren alle CM freundlich und super nett. Auch für ein bisschen Smalltalk nahmen sie sich immer Zeit. Besonders hervorzuheben sind hier die CM an den Photospots. Selbst zur später Stunde wurde noch mit vollem Elan Fotos geschossen.
? Essen:
Hier gibt es unserer Meinung nach die größte Veränderung. Die Portionen sind definitiv kleiner geworden, die Qualität hat abgenommen und die Preise sind deutlich gestiegen. Auf das Thema Preise gehe ich separat noch drauf ein. Die kleineren Portionen fallen für uns nicht weiter ins Gewicht, da wir eh nicht die großen Esser sind.
Die Qualität der Speisen ist nicht schlecht, aber man merkt schon das sich einiges verändert hat.
? Parks:
Unsere Reihenfolge ändert sich nach jedem Besuch. Dieses Mal sind die Studios für uns auf Platz eins. Außer Konkurrenz ist das MK. Ich sag nur Welcome to the Jungle! ?
Das läßt sich gar nicht alles in Worte fassen, was dort abgeht. Es wird geschubst, getreten, mit den CM lautstark diskutiert. Disziplin gleich null. Zweimal haben wir eine Notbremsung in Peter Pan mitgemacht, weil Kinder noch schnell reinspringen wollten.
Wie die Abendshow Disney’s Enchantment ist kann ich leider nicht sagen, weil wir nach 10 Minuten aus der Menschenmasse geflüchtet sind. Irre was da abging. Hier herrscht dringend Handlungsbedarf.
?

Genie+
Dieser Service ist leider gut. Leider weil es Geld kostet und gut weil es zum Großteil sehr gut funktioniert. Trotzdem ist das System nicht ohne Schwächen. Das frühe Aufstehen um es optimal zu nutzen, ist alles andere als kundenfreundlich. Genie läuft ziemlich stabil und ist immer gut erreichbar. Mit US SIM Karte besser, als mit Wlan.
Mehr Zeit am Smartphone haben wir dadurch nicht verbracht. Mobile Order, Mobile Checkout … an allen Ecken merkt man die voranschreitende Digitalisierung. Nostalgiker und Papier-Fastpass-Liebhaber werden hier nicht glücklich.
? Preise:
Ein heikles Thema…
2x Nudelgericht, 2x Getränke $90 (Enzo)
2x Cocktails $38 (Poolbar)
2x Frühstücke + Getränke $75 (Rainforest)
1x T-Shirt $38
Was sich hier liest wie ein Urlaub in der Schweiz ist wahrgewordene Realität in WDW.
Das es hier schon immer teurer war ist bekannt, aber jetzt kratzt es schon deutlich an unsere Schmerzgrenze. Die Kritiker die jetzt händereibend den Untergang der Disneyparks prophezeien, muss ich leider enttäuschen. So ausgebucht waren die Hotels, Restaurants und Bars noch nie. Restaurants wie das Boma oder Jiko waren bis auf den letzten Platz belegt. Die Leute verließen die Shops mit dutzenden Einkaufstüten, so etwas sieht man höchstens zur Weihnachtszeit auf den Prunkstraßen der Metropolen. Einfach Wahnsinn ?
? Sonstiges:
Die Klimaanlagen, ob in den Bussen, Shops oder sonst wo, sind nicht mehr amerikanisch kalt. Meine Frau freut es ?
Die neuen Securityscanner sind klasse. Einfach durchlaufen. Ab und zu gibt es stichpunktartige Kontrollen, aber im Großen und Ganzen eine tolle Erfindung die Zeit spart.
Erkältung im Urlaub braucht niemand!

Fazit:
Alles in allem fanden wir den Urlaub nach 2.5 Jahre WDW Abstinenz richtig klasse. Trotz einiger Veränderungen würden wir sofort wieder herunterfliegen ?