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Ihr Armen, das ist ja auch ein Ohrwurm Dagegen hilft nur 10 Runden Small World fahren!
Tolle Fotos, da freuen wir uns noch mehr auf unsere Reise nächstes Jahr.
Danke für den ausführlichen Bericht, sehr interessant. Bin gespannt, was ihr noch erlebt. Sieht ja bisher wirklich alles super aus.
Ja, das hat echt Spass gemacht die zu entdecken. Hat mich wirklich positiv überrascht.
Zu den Parks poste ich natürlich auch noch einen grossen Teil und unser Fazit.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Hakone: mit dem Shinkansen bis Odawara, von dort mit dem Zubringerzug (eine Art U-Bahn, die aber überirdisch läuft) nach Hakone-Yumoto, und von dort mit der Regional-Bergbahn nach Gora, wo unser Hotel Laforet Hakone Gora liegt.
Den Teil ab Odawara deckt der "Hakone Freepass" ab, eine regionale Fahrkarte die alle öffentlichen Verkehrsmittel abdeckt (mit Ausnahme einer Busline, auf die man aber beim Abholen der Fahrkarte in derTouriinfo der Odawara-Station ausdrücklich hingewiesen wird), und bei einigen Attraktionen Rabatt (z.B. Hakone Yuryo Onsen) oder kostenlosen Eintritt (Gora Park) gewährt.
Die Fahrt mit der Regionalbahn nach Gora ist interessant, da die Bahn aufgrund des Anstiegs drei "Switchbacks" machen muss, also die Richtung wechseln, was dazu führt dass man mal vorwärts, mal rückwärts fährt. Es war so brechend voll, dass wir die Dreiviertelstunde stehend gefahren sind.
Zum Glück hatten wir bloss die Rucksäcke und einen Trolley nach Hakone mitgenommen, mit den grossen Koffern wären wir wohl krepiert - nicht nur wegen dem Gedränge, sondern auch dem letzten Stück zum Hotel hoch vom Ropeway aus, wo es wirklich steil zugeht.
(Ich hatte leider beim Navigieren auch einen Denkfehler gemacht und wir sind bei der 2. statt der 3. Station ausgestiegen und mussten uns den steilsten Anstieg aller Zeiten hochschleppen anstelle einfach ein paar Meter rüberzulaufen.)
Zum Glück durften wir im Hotel gleich ins Zimmer, obwohl es erst 14 Uhr war - ansonsten ist es überall in Japan sehr streng mit dem Einchecken um 15 Uhr. In diesem Hotel wurde aber auch ganz normal an der Rezeption eingecheckt und nicht am Automaten.
Zum Thema Koffer vorausschicken: das haben wir vom Hotel in Kyoto zum Hotel in Tokyo machen lassen.
Da kriegt man so ein Kärtchen mit QR-Code an der Rezeption in die Hand gedrückt, wo man sich auf dem Zimmer dann erstmal auf dem Smartphone selbst durchwurschteln muss um einen QR-Code für den Abholauftrag zu erzeugen. Dazu muss man sich im Internet die Telefonnummern des Abhol- und des Zielhotels zusammensuchen um diese ins Formular einzugeben.
Wenigstens hat der Typ an der Rezeption am nächsten Morgen als wir mit den Koffern aufgetaucht sind geholfen, noch irgendeinen Wisch auszufüllen und hat beim nächsten Hotel angerufen, da es zur selben Kette gehört (Via Inn).
Das Angebot, die Koffer in Plastikfolie einzuwickeln für 500 Yen pro Koffer haben wir abgelehnt - was wir später noch bereuen würden...
Am Bahnhof Odawara hatten wir uns Bentoboxen geholt, über die wir dann im Zimmer erstmal herfielen. Im Zug essen war nicht drin weil es da so eng zuging.
Der Privatonsen war auch eine feine Sache, da man in Japan (an fast allen Orten) als Paar nur getrennt ins Onsen gehen kann. Nur gleichgeschlechtlich darf zusammen gebadet werden.
Wir hatten zudem für 17 Uhr für zwei Stunden ein grosses Privatbad im Hakone Yuryo reserviert, bald war es also an der Zeit dahin aufzubrechen und mit dem Bergzug fast dieselbe Strecke zurückzufahren.
Die Tickets für den Shinkansen hatten wir einen Monat im Voraus auf der offiziellen Webseite Smart-Ex (Tokaido Sanyo Kyushu Shinkansen Online Reservation Service!) gekauft (ich hatte mir schon im Voraus dort ein Konto angelegt):
Die Spartickets für die 2. Klasse waren erst gar nicht für diese Verbindung vorhanden oder in Sekunden ausgebucht (?), aber wir konnten uns für den langsameren Zug Spartickets für die 1. Klasse (die heisst Green Car) schnappen, die dann soviel gekostet hatten wir die normalen 2. Klasse Tickets.
DIe Sitze waren viel grösser und breiter, und es war viel ruhiger und weniger wuselig als in der 2.
Macht schon einen Unterschied.
Das Privatonsen für zwei Stunden ist schon eine wirklich feine Sache... mitten im Wald, ab und zu hört man den Zug.
Keine Mücken.
Absolute Ruhe.
42 Grad heisses Thermalwasser, also immer wieder mal raussteigen und Wasser oder Elektrolyt-Limo trinken.
Auf der Rückfahrt war im Zug kaum was los. Was für ein Unterschied!
Google Maps ist generell sehr hilfreich um die Verbindungen zu planen. Man darf sich allerdings nicht blind drauf verlassen sondern muss ein wenig mit den Haltestellen rumspielen, sonst wird man auf irgendwelche wilden Busverbindungen geschickt anstelle einfach mal zur nächsten Haltestelle zu laufen und von dort die Direktverbindung zu nehmen.
Pro Tipp 4: Fotografiert die Abfahrtstafeln an den Haltestellen. Der Google Maps Verbindungsplaner hat nicht immer recht.
Der Ropeway fährt nur bis ca. 17 Uhr, daher gab es zum Abschluss noch eine schöne Wanderung bergauf. (Uff)
Im lokalen Supermarkt noch ein paar Kleinigkeiten zum Essen geholt und ein sehr gutes lokales Bier der Gora-Brauerei probiert.
Mit was man am Land in Japan rechnen muss: Kakerlaken. Am Balkon-Onsenrand sass ein Prachtexemplar und ist erschrocken vor uns geflüchtet, als wir das Licht angemacht haben.
Um am nächsten Abend ungestört baden zu können, habe ich mein Malertape ausgepackt und die verdächtigen Löcher im Holz abgeklebt.
Da werden die Hotelangestellten blöd schauen, nachdem wir ausgecheckt haben.
Die Klebebandrolle nehme ich gerne mal zusammen mit Haftnotizen mit, um lästige leuchtende Punkte an Fernsehern und Klimaanlagenpaneelen zu überkleben, damit sie mich nicht beim Schlafen stören.
Bei diesem Urlaub habe ich mich so langsam in Spiderman verwandelt, so viele Klebemöglichkeiten!
Wir haben in dem Hotelzimmer in Hakone bei einer der Lampen ewig den Lichtschalter gesucht, da habe ich schon vorgeschlagen die Lampe in einen Müllsack zu hüllen und abzutapen.
(Wir haben den Schalter dann versteckt neben einer Steckdose gefunden. Man musste bloss aufpassen, beim Licht aus-und-einschalten nicht aus Versehen in die Steckdose zu greifen.)
Im Zimmer lagen auch Haus-Yukata und Tabi-Socken bereit, es war gern gesehen dass man diese im Gebäude und zum Frühstück trug. Leider waren wir unter der absoluten Minderheit, die da mitgemacht hatten. Den Amerikanern und Engländern dort war das wohl zu peinlich.
Im diesem Ryokan-Hotel muss man beim Bereten übrigens die Strassenschuhe ausziehen.
Im WC-Raum im Badezimmer stand ein Paar Strohsohlenschlapfen bereit, die spezifisch für diesen Raum vorgesehen waren. Natürlich haben wir gleich am nächsten Tag Gäste mit Kloschuhen durchs Hotel spazieren sehen.
Die Angestellten denken sich sicher zähneknirschend ihren Teil, sind aber zu höflich um die Gaijins auf ihre Fehler hinzuweisen...
Mit den Hotelzimmern hatten wir bislang übrigens Glück: obere Stockwerke, Eckzimmer am Ende des Gangs.
Wir haben uns entschieden, den berühmten Hakone-Loop in der Gegenrichtung zu machen, also im Uhrzeigersinn, in der Hoffnung den Touristenmassen die sich in der "klassischen" Richtung bewegen zu entgehen.
Der Ropeway hat seine Tücken. Die Haltestelle die wir bei unserer Anreise zum Aussteigen hätten nehmen sollen ist bloss von einer Seite aus zugänglich. Man kann also bloss bergauf fahren. Wenn man bergab will muss man zur nächsten Haltestelle runterlaufen. Die einzige Station ohne Unterführung. Dämlich.
Also runter zur Gora Station und in den Bus. Wir hatten aufgrund der Serpentinen auf alle Fälle Anti-Kotz-Tabletten eingenommen. Es erwies sich alles aber als sehr mild, zudem fahren die Busse langsam, hätten wir uns also sparen können.
Schon am Morgen hat es bei jeder Fotogelegenheit lange Schlangen. Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn, egal.
In der Nähe der Ablegestelle der als Piratenschiff getarnten Fähre gibt es ein tolles Café, das "Bakery & Table".
Man kann draussen an einem Tisch mit Onsen-Fussbad sitzen (wir haben die Füsse aber nicht reingesteckt) und das wohl beste und knusprigste Currybrot Japans essen (mit gekochtem Ei gefüllt, vielleicht gab es auch welches ohne). Eine klare Empfehlung!
Auch die Piratenfähre ist im "Hakone Free Pass" inkludiert. Das Upgrade auf die erste Klasse am Schalter vor Ort lohnt sich unserer Meinung nach nicht. Stellt euch lieber etwa 20 Minuten vor Abfahrt an, und sobald sich die Warteschlangen bewegen und ihr an Bord seid: zügig ganz nach oben bewegen, und auf die Seite die nach Wenden des Schiffs die dem Ufer mit dem Torii-Gate zugewandt sein wird (in Fahrtrichtung rechts, wenn man den Loop aus unserer Richtung macht), dann kommt man an die Reiling, kann sich anlehnen und hat eine gute Aussicht.
Leider war der Mount Fuji während unserer Reise die ganze Zeit in den Wolken versteckt. Angeblich hat man da in den Wintermonaten eine bessere Sicht.
An der Seilbahnstation wo man vom Piratenschiff zur Seilbahn wechseln gibt es ausser dem Souvenirshop nicht viel zu sehen.
Es macht Sinn hier erstmal aufs Klo zu gehen und abzuwarten bis der Rest der Schiffsreisenden durch ist, dann wird die Seilbahn zum walk-on.
Weiter geht's ins Stinkeland der Schwefeleier: Owakudani.
Auf der Rückfahrt haben wir noch den schönen Gora Park besucht und uns ein wenig im Parkcafé gestärkt.
Zum Abendessen gab's wieder Kleinigkeiten aus dem lokalen Konbini-Minisupermarkt.
Am nächsten Tag geht's dann mit dem Regionalzug wieder nach Hakone-Yumoto, wo wir in den Romancecar-Zug nach Tokyo Shinjuku umsteigen werden.
Wenn man nicht ewig im Voraus bucht UND dabei auf ein Zugmodell warten will, das diese Aussichtsplattform hat (die fahren erst später am Tag), dann ist das Ganze eher enttäuschend, eine normale S-Bahn halt.
Leider wich die Wagenreihung von der Grafik auf der Webseite ab. Wir sassen daher nicht im ersten Wagen hinter dem Fahrer, sondern im letzten Wagen. Von Hakone nach Tokyo sollte man daher Wagen 6 und nicht Wagen 1 nehmen, wenn es sich um das Zugmodell EXE6 handelt. Das kann sich allerdings vielleicht auch mal ändern...
Wir haben keine andere Verbindung mit nur 1x Umsteigen von Gora nach Shinjuku gefunden, daher haben wir das Upgrade auf den Romancecar eher zwangsläufig gebucht.
Wir sind gegen Mittag am Bahnhof Shibuya angekommen - der ist aktuell eine Grossbaustelle, es ist aber alles gut ausgeschildert. Mit der roten Marunouchi-Metrolinie ging es weiter zum Hotel, wo unsere Koffer bereits auf uns warteten. Da wir noch nicht aufs Zimmer konnten, haben wir unser Handgepäck erstmal aufbewahren lassen und sind in der Gegend herumspaziert. Eine Stärkung gab es aus dem 7-11, und dank eines Hinweises in einem Kimono-Vermietungsladen habe ich einen im 2. OG versteckten (gleich um die Ecke vom Hotel) Spezialladen für Obi-Gürtel gefunden, wo ich nach einer guten Beratung schönes Zubehör für meinen Yukata mithabe. Gut, dass der Inhaber ein wenig Englisch konnte, was ja in Japan nicht selbstverständlich ist.
Gleich hinter dem Hotel befindet sich der Hie Schrein - mit weiteren Torii-Gates.
Akasaka ist eine eher gediegene Gegend mit vielen angeblich gehobenen Restaurants.
Sie ist vor allem praktisch gelegen - man erreicht fussläufig 3 Metrostationen und ist schnell sowohl im Westen (zB Shinjuku), in der Stadtmitte beim Bahnhof Tokyo oder im Nordosten der Stadt (zB Asakusa, Skytree).
Der Clou beim Via Inn Akasaka Hotel: es gibt einen Onsen (Männlein und Weiblein getrennt wie in Japan üblich).
Hotel:
Die berühmten Harry Potter-Stufen befinden sich am Bahnhof Akasaka, samt Musicaltheater und Shop.
das wär was, Harry Potter auf Japanisch mit Untertiteln. Aber man kann von der Zeit her halt nicht alles machen.
Zurück am Hotel haben wir um 15 Uhr einchecken können und sind mit unseren ganzen Koffern aufs Zimmer im 13. Stock.
Nun kommt das eine unangenehme Erlebnis in Japan, auf das ich zuvor schon angespielt hatte.
Wir haben unsere zwei grossen Koffer ja vom Via Inn Kyoto zum Via Inn Hotel in Tokyo mit dem Takkyubin-Service von Yamoto Transport (der mit dem gelben Logo mit der schwarzen Katze) vorausschicken lassen.
Bei einem der Koffer ist der Zahlencode geändert worden.
Er ging nicht mehr auf.
Wir sind uns 100%ig sicher, dass wir den Code nicht versehentlich verstellt hatten. Absolut ausgeschlossen. Das geht insofern nicht, dass wir den Koffer ja nicht zugekriegt hätten.
Es befanden sich auch keine sichtbaren Schäden am Codeschloss. Der Koffer hat keine Zippverschlüsse die man hätte aufspreizen können.
Ich bin zur Rezeption runter um zu fragen ob die da weiterhelfen können, zB bei einem Samsonite-Laden in Ginza anrufen ob die den Koffer öffnen könnten.
In der Zwischenzeit hat meine bessere Hälfte es geschafft, durch systematisches Herumprobieren von Zahlenkombinationen der Reihe nach die neue Kombination zu finden.
Zum Glück hat nichts gefehlt, da wir sowieso keine Wertsachen drin hatten (die wissen wohl genau, warum sie wiederholt drauf hinweisen, keine Wertsachen in Koffer zu legen die man mit dieser Firma verschickt), und der Koffer mit unserer miefenden Schmutzwäsche gefüllt war, die wir hier in Tokyo mal waschen wollten.
Wir vermuten, dass der Koffer mit einem nachgemachten TSA-Schlüssel aufgemacht wurde, und da die Person den Zahlencode natürlich nicht kannte, einen Reset gemacht und das Schloss auf einen beliebigen Code eingestellt hat um ihn wieder zu schliessen.
Das ist einfach Irrsinn. Wir haben so einige Nerven verloren und kostbare Zeit, da wir ja einen fixen Termin auf der Shibuya Sky Aussichtsplattform gebucht hatten.
Mir zittern immer noch die Hände, wenn ich dran denke.
Also schleppt die Koffer mit, oder versiegelt sie vor dem Verschicken irgendwie, damit ein Einbruch verdammt umständlich und daher unattraktiv wird. Und wie gesagt: auf keinen Fall was ausser dreckigen Klamotten reintun.
Wo es passiert ist - ob beim Verdanddienst oder schon im Hotel, als die Koffer auf Abholung gewartet hatten - werden wir nie erfahren.
Ganz schön blöd, das höre ich das erste Mal :-(
Nur ein Tipp falls das nochmal irgendwo passieren sollte: Ganz normale Zahlenschlösser sind im Nu geknackt, auch ohne TSA Schlüssel. Gibt bei Youtube zahlreiche Anleitungen dazu. Wir hatten mal unabsichtlich den Code selbst verstellt und ich dachte, ich komm an die Sachen nie mehr ran drinnen.... Wenn man das das erste Mal ausprobiert hat, weiß man, dass das Zahlenschloss lediglich Schutz vor dem Aufspringen des Schlosses darstellt ;-)
Ganz schön blöd, das höre ich das erste Mal :-(
Nur ein Tipp falls das nochmal irgendwo passieren sollte: Ganz normale Zahlenschlösser sind im Nu geknackt, auch ohne TSA Schlüssel. Gibt bei Youtube zahlreiche Anleitungen dazu. Wir hatten mal unabsichtlich den Code selbst verstellt und ich dachte, ich komm an die Sachen nie mehr ran drinnen.... Wenn man das das erste Mal ausprobiert hat, weiß man, dass das Zahlenschloss lediglich Schutz vor dem Aufspringen des Schlosses darstellt ;-)
Hier noch ein paar Bilder vom Hotelzimmer im Via Inn Akasaka. Ich muss dazu sagen, dass wir in beiden Via Inns nicht die kleinste Zimmerkategorie gebucht hatten, daher hatten wir ein wenig Manövrierraum um die Koffer herum.