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Täglich um 10 und um 13 Uhr.
"Sign-ups commence at the information desk.
◆We'll make reservations for the tours only on the day.
First-come-first-served basis.
The first 10 people to arrive can participate in the tour."
Es hatte an vielen Stellen Stände, wo man die für die Hirsche geeigneten Reiscracker kaufen konnte. Ein Stapel kostet jeweils 200 Yen. Die Hirsche belagern die Stände, klauen aber nichts. Geduldig warten sie auf ihre Opfer. Sobald du einen Stapel Hirschkekse kaufst und diesen in der Hand hast, brechen irrsinnige Zustände aus. Du wirst gemobbt, verfolgt, umzingelt, gestupst, und wenn die Beute nicht schnell genug verteilt wird auch gekickt und gebissen.
Wir haben jeweils einen Hirschbiss am Oberschenkel davongetragen (eigentlich eher gezwickt worden) und ein Tier hat versucht, mir von hinten die Hose runterzuziehen.
Pro Tipp 3: Zieht euch fest sitzende Jeans an, egal wie heiss es an dem Tag werden soll. Sonst wird man schnell zur Youtube-Sensation irgendeines Bloggers.
(Auf Videos sieht man das Aussmass des Irsinns noch besser, aber die kann ich hier nicht direkt hochladen.)
Wir würden empfehlen, sich in Nara nicht zu lange auf dem grossen Platz am Anfang der Anlage aufzuhalten sondern gleich weiter in den Park zu gehen. Wunderschön, ruhig, waldig...
und mit besser erzogenen Hirschen.
Der Tag war noch jung, daher hatten wir ursprünglich geplant, mit unserem JR-West-Pass direkt zum Goldenen Tempel im Norden von Kyoto zu fahren. Leider gibt es diese Direktverbindung aber nur in der Früh, also erstmal zurück zum Bahnhof Kyoto mit einer kurzen Pause im Hotel. (Das ist wirklich sehr praktisch gelegen.)
Wir wollten uns ja auch noch den Bambuswald angucken. Beim Navigieren auf Google Maps ist uns aufgefallen, dass wir von zwei verschiedenen Bambuswäldern sprechen. Es gibt z.B. auch einen kleineren der sich nicht so weit draussen befindet. Zudem liegt er praktischerweise gleich bei den 1000 Torii-Toren, wo wir ja auch hinwollten.
Eigentlich war der ursprüngliche Plan da zeitig in der Früh hinzufahren, aber einerseits war der JR-West-Pass nur bis heute gültig (und zur Inari Station fährt der JR und nicht die Metro), und morgen wollten wir unseren 1-Tages-Pass für die U-Bahn nutzen, für den wir einen Voucher zum 4-Tages-JR-West-Pass dazubekommen hatten.
DIese Voucher, die man beim Einlösen des Klook-Vouchers für den 3- oder 4-Tages JR-West Pass am Automaten in der JR-Station vom Kansai-Flughafen kriegt, sollte man sich in Ruhe ansehen. Da wären auch noch zwei Voucher für jeweils eine Tageskarte von den privaten Eisenbahnverbänden dabei gewesen - wir hätten also ohne Aufpreis nach Nara fahren können.
Man muss aber am Bahnhof Kyoto diese Voucher erst in Tageskarten umtauschen lassen! Der Schalter für die U-Bahn-Tageskarte war draussen am Busbahnhof. Die Leute in der Touristeninfo im Bahnhof helfen da gerne weiter.
Also haben wir umdisponiert, uns aus Zeitgründen entschlossen den Goldenen Tempel auszulassen und stattdessen zu den Tori-Gates und dem näheren Bambuswald zu fahren.
Mit der JR Nara Line D ging es zur Inari Station und den Senbon Torii.
Da war dann - wie erwartet - ganz schön was los. Um ein paar schöne Fotos machen zu können braucht es Geduld.
Die Menschenmassen kommen irgendwie in Wellen, aber wenn man sich auf die Lauer legt und etwas abwartet geht das schon, auch mitten am Tag. Da war es grad so 15 Uhr.
Wenn man im Hockegang unter der grossen Baumwurzel durchlatscht soll das Linderung für Rückenschmerzen bringen. Ich hab's geschafft ohne mir Kopf oder Rücken anzuschlagen, mal sehen ob's was hilft.
Wenn ich mir die Fotos so ansehe ist es echt irre, wie leer alles wirkt. War es nicht. Wir hatten nur etwas Glück und Geduld, ich habe auch viel nach oben fotografiert. Die Bilder sind nicht mit KI bearbeitet.
Die Leute bewegen sich ausserdem echt nur auf den Hauptpfaden. Da wir ja noch den Bambuswald sehen wollten, sind wir an einer Stelle zur Seite abgezweigt. Totale Ruhe. Die Leute wollen keine paar Schritte weiter gehen, bis auf wenige Ausnahmen.
Auch abseits des Hauptpfades hatte es Torii, und weitere verwitterte verwinkelte Inari-Schreine.
Diese Ecke wurde für uns eines der Highlights unserer Reise.
Etwas versteckt befand sich auch eine Reparaturwerkstätte wo diese Tore bei Bedarf abgebaut und repariert werden. Da hat einer auch gerade gearbeitet.
Ein Highlight war der menschenleere, friedliche Rückweg bergab zur Bahnstation. Dass man auch solche Dinge sieht: ein ruhiges Wohngebiet abseits des Trubels.
Zeit für eine Stärkung in der unterirdischen Einkaufspassage des Bahnhofs Kyoto - bei einem Kamukura Soup & Noodles, den wir schon aus Osaka kennen. Hauptspeise plus Toppings und Getränke für 2 Personen umgerechnet etwa 20 Euro.
Und was erspähen wir in der Passage? Eine Tafel, die auf einen neuen kleinen Disney-Store hinweist. Und im Gegensatz zum grossen Store in der Stadt gibt es hier Kyoto-Exclusives! Obwohl wir eigentlich keine Plüschis mehr sammeln mussten diese beiden einfach mit.
Am letzten Tag in Kyoto wollten wir auf grosse Fahrdistanzen verzichten und uns die Altstadt, insbesondere Gion, ansehen. Aufgrund der Tourimassen sind dort einige Seitenstrassen für Nicht-Anwohner gesperrt. Das muss alles irrsinnige Ausmasse angenommen haben. Man muss auch genau schauen, wo was verboten ist: mal ist es Fotografieren, mal Betreten. Vor jeder der betroffenen Seitengassen steht Wachpersonal.
Gleich nach dem Frühstück haben wir uns erstmal zu Fuss zu einer Pagode / buddhistischen Tempelanlage aufgemacht, die ganz in der Nähe unseres Hotels lag: Tō-ji 東寺
Dort sind wir auf einen sehr netten ältern Herrn getroffen, der ein wenig Englisch konnte und uns herumgeführt hatte zu Ecken der Anlage die von Touristen wohl gern übersehen werden.
(Man muss wissen dass in Japan Trinkgeld unüblich ist und gar als beleidigend gilt, daher weiss man das sowas ohne Hintergedanken oder etwas von einem zu wollen geschieht.)
Wir hatten als nächstes zwei Programmpunkte: eine Posterrolle kaufen um die Poster, die man bei Tower Records oft zu Neuerscheinungen dazu bekommt zu schützen - gibt es bei Tokyu Hands (heisst jetzt glaube ich bloss Hands), wo es auch diverse andere nützliche Sachen gibt wie UV-Schutz in Form von Schirmen, SPF-50-Sonnencreme, Make-up und so weiter.
Das andere war ein Yukata für mich - eine Art Sommerkimono aus Baumwolle, aber leichter anzuziehen als ein normaler Kimono. Es gibt viele Stellen die Kimonos vermieten, aber mit dem Verkauf ist es etwas schwieriger, vor allem wenn man auf Qualität bedacht ist. Mit Hilfe der Google Maps-Suche wurde ich fündig bei Kimono Station. Die hatten schöne Stoffe und konnten mich auch beraten. Dazu haben die in vielen Läden so ein Kästchen, im das man reinsprechen kann und das einem den Text auf Englisch auf dem Bildschirm anzeigt. Sehr praktisch zum Kommunizieren in Läden und Hotels!
Hier noch die Webseite von der Kimono Station: きものステーション・京都
Ich habe einen schönen Yukata mitgenommen und einen Heko-Obi-Gürtel. Woanders würde ich noch Zori-Schuhe (nicht zu verwechseln mit Geta) und Tabi-Socken aus Baumwolle mitnehmen. In Tokyo habe ich in einem Spezialladen (gefunden dank Tipp aus einem Kimono-Vermietungsladen) noch einen festeren Obi mit, mit einer Art "Schummelbindesystem" das gerne von den Einheimischen verwendet wird.
Der aktuell gute Yen-Kurs hilft wirklich, darüber scherzen gerne die Händler und Tourguides.
Hier noch ein paar Bilder von diversen Kitkat-Sorten. Die kommen da in Schachteln, die einzelnen Teilchen sind drinnen einzeln verpackt. Was Plastikverpackungen betrifft, da haben die in Japan keine Hemmungen. Wir haben aufgrund der Hitze und Platzmangel bloss die Sorten Wasabi (!) und Erdbeerkäsekuchen mit.
Oh wow, das sieht ja teilweise wirklich klasse aus.
Vor allem die 1000 Tore und der Bambuswald. An einigen Stellen musste ich an Epcot denken - so viel zu meinen Japan-Kenntnissen
Als nächstes liefen wir an der Pontocho Alley am Kanal entlang. Die Ecke ist für ihr Nachtleben bekannt, aber auch interessant da mal am Tag durchzulaufen wenn es eher ruhig ist. Um nach Gion, dem wohl bekanntesten Geisha-Viertel zu kommen muss man über den Fluss.
Gestärkt haben wir uns meist "on the go" aus den 7-11s, Lawsons und Family Marts. Da man in Japan nicht im Gehen auf der Strasse futtern soll, haben wir uns zwecks Nahrungsaufnahme in irgendwelche stillen Winkel verdrückt.
In der Gegend von Gion haben wir einen wirklich schönen, ruhigen und ungewöhnlichen Ort entdeckt, den Wildschweintempel Zenkyoan. Mehr dazu hier: https://japantravel.navitime.com/en/area/jp/spot/02301-pn0001768/
Die besten Entdeckungen sind oft die, über die man beim Herumspazieren stolpert. Und das bloss wenige Meter abseits der grossen Touristenpfade.
Noch ein schmackhaftes Getränk entdeckt, das wir zum ersten Mal im Ramenlokal probiert hatten.
Der unten am Hotel angeschlossene 7-11 hatte das auch.
Was man für tolle Sachen basierend auf Milchsäure herstellen kann! Wenn ich im Vergleich dazu an das Rivella in der Schweiz denke...
Die ultimative Entdeckung hatten wir in Kyoto jedoch im Sanrio Store gemacht - lief dort auf einem Monitor.
Wie kommt es, dass wir den vorher nicht kannten??