Statusmeldungen - Live aus der Welt ohne Disney

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Reto hat seit Jahren ne Jahreskarte fürs MSE
9 Std. 57 Min. dauerte mein heutiger Zürich-Chicago-Flug. Swiss ist leider keine Swissair mehr.:( Das Flugzeug, der A330-300 HB-JHI "Genève" macht den Eindruck, als wäre seit dessen Baujahr 2010 noch nie gesaugt worden. Fingerdick Dreck auf den IFE-Serverboxen. Da lob ich mir die United Boeing 767-400, ohne IFE-Boxen und sogar ohne Mittelverstrebung im Fussraum.

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Auch die Toiletten waren - nicht zum ersten mal auf meinen LX-Langstrecken - nicht sehr appetitlich. Nie eine FA gesehen, die vielleicht nach Flughälfte oder so mal eine kurze Reinigung vorgenommen hätte.

Doch zum positiven: Der Sitz neben mir wurde für mein Löwchen freigehalten.:) Ich hab einfach ein glückliches Händchen beim Online Check-In! Auch die Crew war ganz OK und hat meine No Meal Requests untereinander kommuniziert und mich dann in Ruhe gelassen.

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Turbulenzen, aber geniale Ausblicke über Grönland:

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Und eine auf die Minute pünktliche Ankunft in Chicago bei Sonne und 2 Grad:

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Zum ersten Mal per Automat eingereist. 4 Minuten Schlange stehen, dann unter freundlicher Anleitung den Touchscreen bedienen, Foto machen (tricky), Pass und Finger scannen (easy), Quittung entnehmen und zu einem Officer, 2 Fragen beantworten. 20 Minuten auf den Koffer gewartet, beim Zoll durchgewunken und Quittung abgegeben. Zeitaufwand Flugzeugtûr-öffentlicher Bereich Terminal 5: 36 Minuten. Sehr angenehm!

Zollformulare hat Swiss noch immer ausgeteilt. Sie müssen ausgefüllt werden, der Immigration Officer kontrolliert, aber neuerdings werden sie nicht mehr eingezogen. Stempel gibt's nicht mehr in Reisepass.

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75 Minuten nach dem Aussteigen und eine Shuttlebusfahrt später konnte ich Zimmer 371 im Hyatt Regency O'Hare beziehen. Hier bleib ich 5 Nächte für das Midwest Furfest. Grosses Bett, kleines Bad, alle 90 Sekunden Fluglärm, aber so genial, wieder zu Hause in den USA zu sein. Die ersehnte Dusche ist hinter mir, die Convention bietet uns exklusiv Free WiFi und zum ersten Mal nutze ich in den USA eine Klimaanlage nicht zum kühlen, sondern zum heizen, denn hier hat es nur 2 Grad. Die Zimmerschlüssel sind dank RFID sehr angenehm für mich als Fursuiter. Endlich meine Hand Paws erst im Zimmer drin ausziehen, damit in der Öffentlichkeit der Zauber gewahrt bleibt.

Bevor ich morgen Abend mein Badge, das Con Book und das Souvenirshirt abholen kann, geht's mit dem Zug der Blue Line in die Innenstadt. Willis Tower, Lincoln Park Zoo und Disney Store sind vorgesehen. Änderungen vorbehalten.

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Gute Nacht!
 
Reto hat seit Jahren ne Jahreskarte fürs MSE
Der heutige Tag war für einen Auflug nach Downtown Chicago reserviert. Mein Hotel hab ich direkt neben dem Flughafenareal, also ziemlich weit ausserhalb. Aber kein Problem, denn nur 5 Gehminuten vom Hotel ist die Station der Blue Line, die in etwas mehr als einer halben Stunde ins Stadtzentrum führt. Geniales Zahlungssystem hier: Einfach eine kontaktlose Kreditkarte (in meinem Fall Mastercard mit Paypass-Funktion) an den Leser bei den Drehkreuzen halten, schon wird ein Pauschalbetrag von $2.25 pro Fahrt abgebucht. Kein Zonenplan studieren, kein Ticketautomat bedienen, einfach nur Karte raus und durchmarschieren.

Hyatt Regency O'Hare, Chicago Rosemont, IL by Reto Kurmann, on Flickr

CTA Blue Line - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

CTA Blue Line - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Erstes Ziel war der Willis Tower. Mit 103 Stockwerken und dem Skydeck auf 412 Metern Höhe das zweitgrösste Gebäude in den USA. Einmal hoch kostet $19. Hat sich echt gelohnt, denn heute war die Sicht gut, sogar etwas Sonne am Vormittag. Ohrendruck beim Aufzugfahren inklusive.

Willis Tower Skydeck - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Willis Tower Skydeck - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Willis Tower Skydeck - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Willis Tower Skydeck - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Willis Tower Skydeck - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Willis Tower Skydeck - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Noch relativ neu sind diese überhängenden Glaskästen - in die sich schwindelfreie trauen können, um entlang der Fassade schnurgerade nach unten zu schauen.

Willis Tower - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Die Amerikaner sind ein hilfreiches Volk und so hatte ich nach kurzer Zeit auch mein Foto:

Willis Tower - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Willis Tower - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Willis Tower Skydeck - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Chicago's Innenstadt ist definitiv eine meiner Lieblings-Innenstädte in den USA. Sauber, modern, gut zu Fuss erkundbar und zusätzlich ein gutes Netz an öffentlichem Verkehr.

Hier der Millennium Park:

Downtown Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Downtown Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Downtown Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Downtown Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Downtown Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Downtown Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Bei ABC und CBS kann man von der Strasse aus in deren Nachrichtenstudios schauen:

Downtown Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Downtown Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Zum ersten Mal bin ich heute in einer amerikanischen Stadt Linienbus gefahren. Schon bisschen anders, als in der Schweiz, aber kein unlösbares Unterfangen. An den Haltestellen findet man zwar weder Fahr- und Netzpläne, aber immerhin Anzeigen, wann der nächste Bus kommt. Einsteigen darf man nur vorne und den Betrag muss man stets passend bezahlen. Auch hier kostet eine Fahrt $2.25, die mit Einwurf von Scheinen und Münzen in einen Kasten beim Fahrer entrichtet werden. Leider wollte der Leser meine kontaktlose Kreditkarte nicht erkennen, obschon die auch auf den Bussen hätte funktionieren müssen. Zum Glück hatte ich genug und passend Bargeld - man sieht: Diese $1-Scheine und Quarters sind also doch zu vielem gut. Die Busse kommen alle paar Minuten, teils sehr dicht aufeinander, gerne mal alle 3 Minuten - braucht also nicht wirklich einen Fahrplan. Das mitfahrende Klientel scheint schon eher aus der Unterschicht zu stammen, aber ich hab mich nie unsicher gefühlt. Mit der Linie 151 ging's Richtung Norden zum Lincoln Park Zoo. Die Haltestellen werden durchgesagt, den Halt fordert man mittels einem entlang der Fenster gespanntem Seil an, was mit einer "Stop Requested"-Ansage quittiert wird. Die Haltestellenabfolge ist gar noch enger als in der Schweiz und so brauchen die Busse auch relativ lange und kommen kaum mal schnell vorwärts.

Downtown Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Downtown Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Der Lincoln Park Zoo ist frei zugänglich, schon recht alt und zu dieser Jahreszeit sehr ruhig, fast verlassen. Ich habe das Kovler Lion House besucht - dort leben die Grosskatzen. Ist eien Kombination aus Innen- und Aussenanlage, wobei das Gebäude an sich 1912 erbaut wurde und innen doch recht klein ist.

Der Jaguar hat leider etwas stereotypisiert. Die Idee mit den Dioramen als Hintergrund ist aber irgendwie noch genial!

Lincoln Park Zoo - Jaguar by Reto Kurmann, on Flickr

Lincoln Park Zoo - Jaguar by Reto Kurmann, on Flickr

Konnte ihn dann immerhin noch auf Video aufnehmen, wie er mal richtig laut gebrüllt hat. Hab noch nie einen Jaguar live brüllen hören, sehr eindrücklich!

Umso ruhiger dafür war der afrikanische Löwe und der Amurtiger (grösste Raubkatzenart). Die haben nur geschlafen.

Lincoln Park Zoo Chicago - African Lion by Reto Kurmann, on Flickr

Lincoln Park Zoo Chicago - African Lion by Reto Kurmann, on Flickr

Lincoln Park Zoo Chicago - African Lion by Reto Kurmann, on Flickr

Lincoln Park Zoo Chicago - African Lion by Reto Kurmann, on Flickr

Lincoln Park Zoo Chicago - African Lion by Reto Kurmann, on Flickr

Lincoln Park Zoo Chicago - Amur Tiger by Reto Kurmann, on Flickr

Lincoln Park Zoo Chicago - Amur Tiger by Reto Kurmann, on Flickr

Lincoln Park Zoo Chicago - Amur Tiger by Reto Kurmann, on Flickr

Lincoln Park Zoo Chicago - Amur Tiger by Reto Kurmann, on Flickr

Im Zooshop hätte ich soooo gerne den stehenden Löwen für $225 und den grossen Plüschtiger für $300 gekauft - doch die waren so extrem gross - keine Chance für einen Transport. Vor allem der Löwe hat's mir echt angetan, mir fehlt noch ein schönes, echt aussehendes, grosses Löwenmännchen in der Sammlung. Einen sehr ähnlichen Tiger hab ich immerhin schon.

Lincoln Park Zoo Chicago - Gift Shop - Plush Lion by Reto Kurmann, on Flickr

Lincoln Park Zoo Chicago - Gift Shop - Plush Tiger by Reto Kurmann, on Flickr

Es ging wieder zurück per Bus in die Innenstadt. Dort habe ich noch beim Disney Store an der North Michigan Street vorbeigeschaut. Der grössere der beiden Disney Stores von Chicago.

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Den Heimweg angetreten hab ich dann mit einem Holiday Tigger für $19.95:

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Und mit dem Sleeping Beauty Doll Set. Musste es leider auspacken, war zu gross für den Koffer.

Disney Store North Michigan Street - Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Immerhin, Prince Phillip macht sich gut auf Samson, der aber irgendwie nicht nach Samson aussieht:

Disney Store Sleeping Beauty Doll Set - Prince Phillip on Samson Horse by Reto Kurmann, on Flickr

Tja - und genervt hab ich mich heute, dass ich diese Werbung viel zu spät entdeckt hab.:( Ich hätte die Treasures of the Walt Disney Archives-Ausstellung hier in Chicago sehen können.

Downtown Chicago by Reto Kurmann, on Flickr

Klar, ich könnte immer noch, aber jetzt ist das Programm halt doch recht voll mit der Furry Convention, für die ich ja eigentlich hier bin. Die geht morgen Mittag los.
 
Reto hat seit Jahren ne Jahreskarte fürs MSE
Die erste Amtshandlung als Attendee einer Convention ist jeweils, die Registration abzuschliessen. Man entscheidet sich für ein Level (Attendee, Sponsor, Super Sponsor, oder ähnlich) online, bezahlt das auch gleich und so muss man vor Ort nur noch mit einer ID den Badge, der berechtigt, die Convention-Räume zu betreten, abholen. Dazu gibt's auch paar Goodies, wie nützliche Infos in Form eines Con Books und als Sponsor hab ich noch ein Shirt, Pin und eine Mütze bekommen.

Midwest Furfest 2014 - Registraition by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 - Registraition by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 - Registraition by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 - Sponsor Registration Stuff by Reto Kurmann, on Flickr

Eine alte Con-Weisheit besagt: "Nobody ever reads the con book!" Wollen ja eh alle gleich raus, Party machen, saufen, fursuiten oder was weiss ich. Ausser ich.;) Ich trink kein Alkohol, ich mach keine Room Parties, ich partizipiere nicht an irgendwelchen Adultsachen, sondern lese mir alles zuerst in Ruhe durch. Das Eurofurence Con Book hat mir allerdings besser gefallen, das hier ist etwas oberflächlich, nicht viel Artwork und kaum Infos, die nicht schon auf der Website stehen. Aber ist interessant, der Unterschied zwischen europäischer und amerikanischer Furry Con zu erleben.

Midwest Furfest 2014 - Con Book by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 - Con Book by Reto Kurmann, on Flickr

Interessante Geschäftsidee, wobei man hier wohl Cosplay und Furry bzw. Fursuiter durcheinander gebracht hat.

Midwest Furfest 2014 - Con Book by Reto Kurmann, on Flickr

Anthropomorphes Artwork, ein integrales Bestandteil im Fandom. Der rechts könnte ja fast noch ich sein.:)

Midwest Furfest 2014 - Con Book by Reto Kurmann, on Flickr

So, mal raus aus dem Bett und schauen, was der heutige Tag bringt.
 
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Reto hat seit Jahren ne Jahreskarte fürs MSE
Die letzte Nacht werde ich nicht so schnell vergessen! Ich war schon eingeschlafen, als um 1:15 Uhr in meinem Hotel der Feueralarm ausgelöst wurde. Also sofort aufgesprungen, Schuhe und Jacke an und im Nachthemd raus - war zum Glück direkt neben einem Treppenhaus, welches eh offen war, um die Aufzüge zu entlasten während der Con. Das Hotel hat 11 Stockwerke, ich bin im 3.

"Move this way!" Let's go, get out!" wurde einem entlang des Weges entgegengeschrien und draussen war schon ein ordentliches Einsatzdispositiv der umliegenden Feuerwehren aufgefahren, vor allem mehrere Chemiewehr-Einheiten.

Wir standen dann alle zuerst etwa 30 Minuten im Freien, Leute teils im Nachthemd, teils in "zivil", teils sogar im Fursuit, mit Head auf oder ohne. Schlussendlich durften wir dann ins gegenüberliegende Convention Center rein, dessen riesige Halle gerade leerstand und somit 4000 Leuten komfortabel einen geheizten Ort zum Warten bot. Erst nach 4:00 Uhr wurde dann endlich das "All Clear" gegeben und wir wurden tröpfchenweise zurück ins Hotel hinübergeleitet.

Ursache scheint ein in einem der vier Treppenhäuser im 9. Stock (evtl. mutwillig) freigesetztes Chlorpulver gewesen zu sein. 19 Personen mussten hospitalisiert werden.

Mir persönlich geht's gut, bin absolut unversehrt und konnte vor 4:30 Uhr mein Zimmer wieder betreten, dessen Türe ich zwar bei der Flucht hinter mir geschlossen hatte, danach aber beängstigenderweise offenstand! Zum Glück kam nichts weg, meine Wertsachen sind alle noch da.


FurFest evacuated after chemical leak at Hyatt hotel | abc7chicago.com

Habe diese Handybilder gemacht, bevor der Akku leer wurde:

Midwest Furfest 2014 Emergency Evacuation of Hyatt Regency by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 Emergency Evacuation of Hyatt Regency by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 Emergency Evacuation of Hyatt Regency by Reto Kurmann, on Flickr

Den hospitalisierten Leuten gute und rasche Besserung - darunter ist niemand, den ich persönlich kenne. Einige mir bekannte Furry-Kollegen, darunter auch mein Fursuit-Bauer habe ich während der Evakuation angetroffen, die sind wohlauf.

Ansonsten hab ich eine gute Zeit hier, auch wenn mir meine engsten Furry-Freunde etwas fehlen - so gibt's leider bislang kein Foto von mir selber im Fursuit. Dafür habe ich paar Bilder der Fursuiter gemacht und nehme auch das eine oder andere Video von den Vorträgen auf. Ich zeige später noch einige Eindrücke. Heute ist der letzte Con-Tag, ich werde noch die Vorträge "Fursuiting Outside the Fandom" und "How to be a handler" besuchen. Und eine sehr gute Nachricht bezüglich meines Löwenfursuits hab ich dann auch noch.

Nochmals, mir geht's gut, ich bin sicher und unverletzt.:mw
 
Elli Duck kennt diverse Charaktere beim Namen
Gut, dass es so gut ausgegangen ist und du okay bist.
Das habe ich im Januar auch mitgemacht. Gleich die erste Nacht nach Ankunft. Mitten in der Nacht ging der Alarm los. Schnell Schuhe, Jacke und Hose über den Schlafanzug und dann zum Treppenhaus und runter auf die Straße. Zum Glück nur Fehlalarm.
 
Reto hat seit Jahren ne Jahreskarte fürs MSE
Heute morgen herrschte bereits wieder Normalbetrieb. Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass jemand absichtlich Chlorpulver verstreut hat. Dass wir Furries nicht gerade überall beliebt sind, ist bekannt, aber dennoch würde ich vor voreiligen Schlüssen warnen - es gibt noch keinen Verdächtigen und die Untersuchungen laufen.

Pünktlich heute morgen um 10 Uhr gings wieder weiter mit dem regulären Programm - angesehen habe ich mir zwei Vorträge: "Fursuiting Outside the Fandom" befasste sich mit den Do's und Don't, die man beachten sollte, wenn man in der Öffentlichkeit im Fursuit unterwegs ist - wie man z.B. korrekt auf Kinder zugeht und für die eigene Sicherheit besorgt ist, usw.

Und gleich anschliessend gab's in "How to be a handler" hilfreiche Tipps für die Leute, die wir auch Spotter nennen, also die Leute, welche jeweils an der Seite von uns Fursuitern in "zivil" unterwegs sind und auf uns aufpassen. Auch das will gelernt sein.

Midwest Furfest 2014 - Fursuiting Outside the Fandom & How to be a Handler Panel by Reto Kurmann, on Flickr

Ein Besuch bei den Fursuit Games - also in etwa Spiel ohne Grenzen im Kostüm - beschloss meinen Besuch an dieser Con.

Midwest Furfest 2014 - Fursuiters at Fursuit Games by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 - Fursuiters at Fursuit Games by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 - Fursuiters at Fursuit Games by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 - Fursuiters at Fursuit Games by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 - Fursuiters at Fursuit Games by Reto Kurmann, on Flickr

An jeder grösseren Furry Convention gibt's etwas, das nennt sich Dealers Den und ist im Prinzip eine grosse Ansammlung von Verkaufsständen diverser Künstler aus dem Fandom, die hauptsächlich Eigenkreationen verkaufen. Hier findet man alles von Fursuit-Teilen über Literatur bis zu Plüschtieren.

Midwest Furfest 2014 - Dealers Den by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 - Dealers Den by Reto Kurmann, on Flickr

Midwest Furfest 2014 - Dealers Den by Reto Kurmann, on Flickr

Gekauft hab ich mir eine Plüsch-Löwin von Leosco. Die Tiere sind unglaublich weich und knuddelig! Und Housekeeping hat sie mir schön aufs Bett gelegt gestern morgen.

Midwest Furfest 2014 Chicago - Fursuiters on Saturday Afternoon by Reto Kurmann, on Flickr

Tja - und auch gestern war das letzte Mal, dass ich meinen Tiger-Fursuit an hatte, den ich ja seit einem halben Jahr zum testen verwendet habe, um herauszufinden, ob ich das überhaupt körperlich schaffe. Hier habe ich lustigerweise nur leicht geschwitzt im Fursuit, ganz anders als noch in Berlin. Und ganz angenehm war's draussen, bei Temperaturen im den Gefrierpunkt. Da hält man es lange aus.

Da ich leider keine engeren Freunde mit mir hatte, musste ich kreativ werden, um doch noch ein letztes Foto von mir zu erhalten und habe mich mit einem Spiegel-Selfie beholfen. Gar nicht so einfach mit den dicken Pfoten eine Kompaktkamera zu bedienen.

Midwest Furfest 2014 Chicago - Fursuiters on Saturday Afternoon by Reto Kurmann, on Flickr

Damit kommen wir zu diesem sympathischen Typ ganz rechts im Bild mit den Tigerfinken:

Midwest Furfest 2014 - Advanced Head & Body Techniques Panel with Nick & Lacy of Fursuiting.com & Snap E. Tiger of ByCats4Cats.com by Reto Kurmann, on Flickr

Das ist Eric aus Minnesota - er baut hauptberuflich Fursuits und ist der, der zusammen mit zwei Mitarbeitern mein Löwen-Fursuit mit dem Namen Kitwana nach meinen ganz eigenen Vorstellungen und massgeschneidert bauen wird. Alle Fursuits sind ja ein Unikat. Wir haben uns kurz getroffen, damit er an mir gleich persönlich Mass nehmen kann, damit mir dann das Kostüm optimal passt - vor allem für eine gute Sicht ist das wichtig. Und in seinem Vortrag, von dem das Foto stand, hat er erzählt, wie er seine Fursuits baut. Die Köpfe zum Beispiel werden über einen Kampfsporthelm und ein Aluminiumrahmen modelliert und befellt. Damit sind sie zwar hart wie ein Helm, aber auch weniger anfällig auf Schweiss, denn kein Teil des Fursuitkopfes berührt die Stirn des Trägers.

Eric hatte dann nach dem Mass nehmen noch was ganz besonderes für mich: Eine Fellprobe des Originalfells, welche an meinem Fursuit verwendet wird.

Fur for Kitwana Lion by ByCats4Cats.com by Reto Kurmann, on Flickr

Ich war ja zuerst skeptisch ob des kurzflorigen Fells, doch beim Anfassen waren alle Zweifel dahin. Er wird sich sooo knuddelig und weich anfühlen! Meine Figur wird ein jugendlicher männlicher Löwe darstellen, der noch seine Flecken von seiner Geburt besitzt, aber bereits auch schon eine recht grosse Mähne hat. Die Flecken in das Fell einzuarbeiten, ist sehr aufwändig und kostspielig, denn hier wird nicht mit Airbrush gearbeitet - das würde auswaschen mit der Zeit. Er näht diese einzeln ein. Dafür wird dann mein Löwe aber auch wirklich einzigartig, denn Löwen mit den Geburtsflecken hab ich bislang noch keine als Fursuit gesehen.

Die beste Nachricht hatte er zum Schluss: Anstatt wie ursprünglich mal für April 2015 bzw. Februar 2015 vorgesehen, wird mein Löwe bereits Ende dieses Monats fertig sein und dann zu mir verschickt. Wir waren beide überglücklich, als er das gesagt hat. Das bedeutet für einen Fursuiter sehr viel, die eigene Figur als Kostüm umgesetzt zu bekommen - ist es doch auch mit einer Investition im mittleren 4-stelligen Bereich verbunden. Die Handpfoten wurden bereits angefertigt - mit den Massen folgt in den nächsten 2 Wochen der Rest, also Kopf, Body, Füsse und der Schwanz.

Eine erste Vorahnung, wie er aussehen wird, gibt uns Rajesh Lion aus Seattle - sein Fursuit wurde vom selben Suitbauer gefertigt, mit demselben Fell. Er war auch hier und ist mir vor die Kamera gelaufen. Im Gegensatz zu ihm bekomme ich einen sogenannten Fullsuit, also ein Kostüm, welches den ganzen Körper bedeckt. Meine Mähne wird etwas grösser und an Hand- und Fusspfoten werden mir noch Krallen eingesetzt.

Midwest Furfest 2014 Chicago - Fursuiters on Saturday Afternoon by Reto Kurmann, on Flickr

Eine schöne Szene spielte sich gestern ab, als sich ein Fursuiter mit einem Kind beschäftigte:

Midwest Furfest 2014 Chicago - Fursuiters on Saturday Afternoon by Reto Kurmann, on Flickr

Und zum Schluss noch - das ist doch der... - kann das wirklich sein?! Nein, nicht ganz das Original - aber doch irgendwie verblüffend nahe. Eigentlich sind Fursuits eines "fremden" Characters verpönt im Furry Fandom - wir sind ja schliesslich stolz darauf, unsere eigenen Figuren zu entwerfen. Doch keine Regel ohne Ausnahme:

Midwest Furfest 2014 - Goofy Fursuiter by Reto Kurmann, on Flickr

Das war's soweit aus Chicago von mir. Morgen Abend um 19:15 Uhr fliege ich mit LX 009 nach Zürich, wo ich am Dienstag um 10:55 landen werde.

Wenn ihr noch mehr meiner Bilder aus Chicago ansehen möchtet - ich habe sie bereits hier hochgeladen: 2014 Midwest Furfest - an album on Flickr
 
Sally kennt diverse Charaktere beim Namen
Schön, dass mit dir alles ok ist und du noch weiterhin Spaß hast / hattest.
:top:
 
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