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Aber bei der Senior Devison, die wir am Nachmittag zu sehen bekamen, waren so einige Superstars dabei die vom Publikum lautstark mit grosser Begeisterung angefeuert wurden.
So rein von der Figur her könnte ich da ja mithalten... aber die trainieren ja von Kindheit an. Ich habe irgendwann mal eine Reportage darüber gesehen. Die sind, Figur hin oder her, nicht weniger fit, als Hochleistungssportler bei uns. Echt beeindruckend.
Unser letzter Tag neigte sich nun dem Ende zu. Zum Abschied genossen wir den Blick von der Dachterrasse des Hotels. Unglaublicherweise waren wir die Einzigen oben. Was für ein Kontrast zu allen anderen Orten an denen wir in den letzten Tagen waren...
Die Typen sind topfit solange sie noch jung sind, aber irgendwann mal ist die Luft raus, der Körper macht nimmer mit, und/oder sie stürzen ab im Ranking. Die gehen früh in Rente. Anfang 30 ist dann meist Schluss.
Es gewinnt auch nicht immer der grösste Brocken sondern auch mal kleinere flottere - da kommt sehr viel auf die Technik an. Wir haben so einige David vs. Goliath-Runden beobachten können.
Gewonnen hat dann am Ende (Sonntag) der Favorit unserer Reiseleiterin, Wakatakakage (war das schwer, diesen Namen richtig auszusprechen!). Der ist mit seinen 138 kg relativ leicht und punktet eben mit Agilität und Technik.
Da unser Flug erst am Abend von Haneda ging hatten wir noch etwas Zeit um in der Gegend herumzulaufen.
Erstmal Asakusa richtig angucken, und zum Abschluss vielleicht noch in einen Park.
Erstmal auschecken, die Koffer im Aufbewahrungsbereich anschliessen (vor 10, bevor die anderen Abreisenden kommen), und einen Blick auf unser Zimmer von aussen werfen und bei dem kleinen Schrein vorbeigucken, den wir aus dem Fenster gesehen haben.
Uns hat immer wieder aufs Neue beeindruckt, wie nahe aneinander in Japan die Häuser gebaut werden. Nicht nur in Tokyo.
Man kann den Arm aus dem Seitenfenster strecken und dabei die Fassade des Nachbarn berühren.
Auf unserer Entdeckungstour einen hübschen Garten entdeckt, der zu einem Bankettsaal gehört.
In der Touristeninfo von Asakusa gibt es eine kostenlose Aussichtsplattform. Lohnt sich wegen der Aussicht auf die Tempelanlage und die Gegend drumrum, ist aber sehr überlaufen. Wir hatten keinen Bock auf den Lift zu warten und haben uns stattdessen die Stufen hochgequält. Mit Halsweh und Atemnot wenig lustig, aber jetzt kam's auch nicht mehr drauf an.
Das Gebäude vom Hauptsitz der Asahi-Brauerei sieht aus wie ein Bier mit Schaumkrone. Lustig!
Unten rechts ist der "golden turd" der Super Dry Hall zu sehen.
Ein paar Eindrücke vom der Sensō-ji Tempelanlage.
Ein Orakel habe ich mir auch erschüttelt. Ein mittelgutes. Kann man mitnehmen. Die schlechten sollte man vor Ort festbinden und dalassen.
In einem Pop-up-Shop japanichen grünen Tee als Mitbringsel gekauft.
Den Weihrauchduft fand ich herrlich. Ich merke, dass ich so langsam ziemlich erschöpft aussehe.
Ein kleiner Überblick was es so an Spezial-Pocky beim Don Quijote hatte:
Wir haben uns aus Platzmangel auf eine Sorte beschränkt. Ausserdem konnten wir nach der Keksorgie bei Disney so langsam keinen Süsskram mehr sehen.
Und war die Sorte Tokyo Amazake (links im ersten Bild).
Da wir uns zun Ausruhen den Ueno-Park ausgesucht hatten und der nicht allzuweit weg war sind wir dort zu Fuß hin. Zum Glück, denn so sind wir zufällig durch die Kappa-Strasse gelaufen!
Auch in den Schaufenstern gab es immer wieder niedliches und lustiges Zeugs zu entdecken.
Das Einzige was wir bemängeln würden ist der Mangel an Sitzgelegenheiten.
Kaum wird ein Bänklein frei muss man auf dem Sprung sein, Sekunden später wär es schon zu spät.
Und das war nicht nur in diesem Park so, sondern so ziemlich überall in Tokyo...
Auf dem Rückweg noch ein Sanrio-Café erspäht, aber dafür hatten wir keine Zeit mehr.
Unser Gepäck im Hotel abgeholt und mit dem fast direkten JR-Zug der Keikyu-Line zum Flughafen Haneda gefahren.
FAST direkt deswegen, weil man an einer der Haltestellen raus muss und in einen Zug auf dem gegenüberliegenden Gleis umsteigen - zum Glück auf der selben Plattform, also kein mühsames Runter- und Wiederraufschleppen von dem ganzen Zeug.
Die Fahrt hat ca. 40 Minuten gedauert.
Unser Flug nach Helsinki ging um 21:50. Gut, dass wir recht früh am Flughafen waren und uns gleich in die Schlange für die Gepäckaufgabe gestellt hatten. Die wuchs nämlich immens bis die Schalter dann mal mit ca. 20 Minuten Verspätung geöffnet wurden. Die Leute hatten generell sehr viel Gepäck dabei, es wurde wegen sperrigem Grossgepäck herumgestritten, und es gibt dort keine Förderbander für die Koffer, die zum Hauptförderband hinter den Schaltern führen. Das (auschliesslich weibliche) Personal muss die Koffer einzeln auf die Waagen hieven und danach auf das hintere Förderband. Das braucht alles seine Zeit und kam uns vogelwild vor.
Durch die Sicherheit ging es dann recht zügig.
Airside ist der Flughafen nix besonderes. Lauter verwaiste High-End-Luxusläden und kaum Essensangebot. Wenigstens noch ein Seven-Eleven, mit einer langen Schlange.
Der Rückflug ging schnell rum. In den A350ern hat es leider bloss 3er-Bänke, die 2-er die wir auf dem Hinflug hatten waren schon ausverkauft. Wir hatten aber die Sitznachbarlotterie gewonnen: der Typ ist brav die ganze Zeit an seinem Fenster gehockt und ist nur dann aufs Klo, wann wir auch aufgestanden sind. So konnten wir eine längere Strecke pennen. Meine Erkältung hatte ihren Höhepunkt erreicht und ich war ziemlich K.O. Eine nette Japanerin hat mir Honig-Hustenbonbons geschenkt. Ich wüsste gern welche Marke das war, die haben Wunder gewirkt.
Das Umsteigen in Helsinki hat auch gut geklappt. Man muss bei der Ankunft aus einem Nicht-Schengen-Land durch die Sicherheitskontrolle, was aber schnell ging da wir umbdie Uhrzeit die Einzigen waren. Voll war es nach der Passkontrolle im Schengenbereich. Der Weiterflug nach Zürich verlief auch problemlos.
Zum Abschluss was ganz Tolles: wir hatten beim Rückflug eine andere Reiseroute, und zwar über den Nordpol. Dafür gab es für jeden Passagier zum Beweis ein Zertifikat!
Eine sehr schöne Reise hat nun ihr Ende gefunden.
Uns hat Japan wahnsinnig gut gefallen.
Highlights waren die stillen Momente, wie die Abzweigung vom Hauptweg der Torii-Gates in Kyoto zu der versteckten Schrein-Ecke und der Abstieg durch das ruhige Wohngebiet.
Ob wir wieder hinwollen? Auf jeden Fall.
Die Leute sind nett. Das Land wunderschön. Das Essen toll, die Verfügbarkeit rund um die Uhr durch omnipräsente Konbinis gesichert. Der ÖV hat perfekt funktioniert. Die Sauberkeit ist tipptopp, und das flächendeckende Vorhandensein von kostenlosen Toilettenanlagen macht das Den-ganzen-Tag-unterwegs-sein komfortabel, ohne sich dabei dehydrieren zu müssen weil man vor lauter Sorge kein WC zu finden zu wenig trinkt. Das ist in Japan eben kein Problem.
Das nächste Mal mit etwas mehr Zeit in Kyoto und Umgebung, und einem Ausflug ins Inselparadies nach Okinawa.
Hatte der nur Verkauf oder auch Ankauf? Ggf. könnte ich @dörthe dort in Zahlung geben. Klar, sie ist nicht mehr neuwertig, aber vielleicht wäre ein Vacation Package darüber finanzierbar.
Da hatte es schon so einige Schmankerln bei den Übersetzungen ins Englische. Google Lens hat auch Spannendes hervorgebracht beim Entziffern von diversen Hinweisschildern und Wegweisern. Irgendwas mit Schurken.
Vielen Dank für den tollen und ausführlichen Reisebericht! Ich weiß, wieviel Arbeit das ist!
Es war toll euch begleiten zu können und zu sehen, dass euch Japan auch so gefallen hat. Wir schwelgen auch immer noch in Erinnerungen und werden dieses Land definitiv wieder besuchen.
Kann auch nur bestätigen was du sagst, es ist so sauber, die Leute sind so freundlich und man fühlt sich einfach sicher. Und auch deiner Meinung zur Toilettensituation schließe ich mich an, endlich mal ausreichend trinken als Frau ist toll! Überall gibt es die Möglichkeit eine saubere Toilette aufzusuchen, das findet man wirklich selten.
Liebe @TanteDaisy vielen Dank für diesen tollen und ausführlichen Bericht.
Mir hat es richtig viel Spaß gemacht, euch auf eurer Reise zu begleiten und etwas mehr in das irgendwie fremde, teils auch faszinierende und dann wieder einfach nur irre wirkende Land eintauchen zu können.