Vogel und Fisch im Land der Maus

WDW 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Aloha - hier erscheint jetzt wieder nach und nach der alte WDW-Reisebericht vom Vögelchen und mir. Viel Spaß damit :mw

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Hallo, ihr Lieben!

Das Vögelchen hat seinen ersten USA- und WDW-Aufenthalt (leider) hinter sich gebracht und muss nun erstmal eine ganze Weile von den Erinnerungen und unzähligen Fotos und Video-Aufnahmen zehren. Klar, dass ein ausführlicher Bericht nicht fehlen darf, insbesondere, da ich ja ein waschechtes Greenhorn bin (bzw. war). Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen Erfahrenen unter euch ganz nett, alles noch mal aus dieser Perspektive zu erleben. Und auch allen anderen wünsche ich natürlich viel Spaß beim Lesen!

Der Vollständigkeit halber werde ich auch die disneyfreien Tage in meinen Bericht aufnehmen. Denn wenngleich es nicht allzu viel war, was wir neben Magic Kingdom und Co. gesehen haben, so war es doch nicht minder interessant…


Vor der Abreise:

Die Koffer sind gepackt, die Reiseunterlagen liegen bereit, der letzte Arbeitstag liegt hinter mir, die Wohnung befindet sich in einem halbwegs annehmbaren Zustand und auch Prinzessin und Fisch sind bereit zur Abfahrt.

Es kann losgehen!!!

Das grüne Disneymobil bringt uns zunächst mit schleifenden Geräuschen von der Kupplung (verrecke an jedem anderen Tag, aber BITTE NICHT JETZT!!!) zum Düsseldorfer Flughafen, wo wir den Late-Night-Check-In der LTU nutzen und nach weniger als 15 Minuten sind wir auch schon wieder unterwegs nach Köln, wo unsere Prinzessin bei ihrem Papa für die nächsten 19 Tage Quartier bezieht. Nach einem tränenreichen Abschied steige ich mit dem Gefühl, die schlechteste Mutter der Welt zu sein, wieder ins Auto, jammere vor mich hin und lasse mich von meinem äußerst gefassten Reisebegleiter trösten. Die Tränen versiegen zwar irgendwann, aber es nagt doch noch etwas. Schon jetzt steht fest: im nächsten Urlaub „nicht ohne meine Tochter“! Das Gepäck ist jedenfalls weg, das Kind in guter Obhut und wir sind wieder auf dem Weg zurück nach Düsseldorf, wo wir noch eine Nacht bei meiner Tante nächtigen, um dann am nächsten Tag den kurzen Weg zur S-Bahn zu laufen, die uns binnen 15 Minuten direkt zum Flughafen befördert.


Tag 1
Freitag, der 29. Februar 2008

Um es gleich vorweg zu nehmen: unser Traumurlaub fängt alles andere als traumhaft an. Der erste Tag ist durchweg eine mittlere Katastrophe. Der Weg zum Flughafen ist eigentlich noch das Beste daran. Bislang herrscht in mir ein merkwürdiges Gefühlschaos. Klar freue ich mich auf die Reise, aber meine bitterlich weinende Tochter taucht immer wieder vor meinem geistigen Auge auf, ich sehe Amerika und seinen Bewohnern mit einer ziemlichen Skepsis entgegen und auch von den Disneyparks erwarte ich eigentlich keine Überraschungen. Schließlich kenne ich doch wirklich alles schon aus hunderten von Aufnahmen, Bildern und aus unzähligen Erfahrungsberichten. Im Grunde hoffe ich nur, dass ich nicht vollkommen enttäuscht zurückkomme.

Unser Flug hat 1 Stunde und 40 Minuten Verspätung. Warum, weiß niemand so genau. Entsprechend landen wir auch wesentlich später als geplant, bedingt durch extremen Gegenwind sogar noch später. Der Flug ist glücklicherweise sehr ruhig, aber dennoch ist mir die ganze Zeit über schlecht. Unser Steward (tüdelü) versorgt mich zwar mit Aspirin und krampflösenden Medikamenten, und doch habe ich 7 von 10,5 Stunden Magenkrämpfe, Kopfweh und überhaupt geht es mir nicht gut.

Ein kurzes, durchaus langweiliges Video vom Flug (da ein Flug wie jeder andere), kann [ame="http://www.youtube.com/watch?v=LYN6_VlNg4g"]hier[/ame] angeschaut werden. Natürlich nur auszugsweise, da YouTube normalerweise keine Videos mit einer Länge von 11 Stunden erlaubt ;)

Etwas besser wird es erst, als ich gegen 19.20 Uhr so was wie Land erblicke und als sich dann tatsächlich die beleuchteten Straßenzüge Miamis unter uns ausbreiten, empfinde zum ersten Mal tatsächlich so etwas wie Aufregung und echte Vorfreude. Selbst aus dieser Perspektive sieht alles genau aus, wie im Fernsehen. Und da sind Palmen!!! Nicht, weil man sie mühsam dort angesiedelt hat und im Winter verpackt, damit sie überleben… nein, sie sind einfach da! Riesige Mengen und sie fühlen sich wohl dort. Das mag ich. Wo sich Palmen wohl fühlen, könnte ich mich auch wohl fühlen. Ich mag Palmen. Gegen 19.40 Uhr setzt unser Flieger sanft auf und die erste amerikanische (Un-)Sitte, die ich im Verlauf unserer Reise auch nur bedingt zu schätzen lerne, erwischt mich eiskalt (wenn auch nicht unvorbereitet): die Klimaanlage hat die Gangway in einen Eiskanal verwandelt. Fehlt nur noch ein Schlitten und wir haben in Miami mehr Winterfeeling als in heimischen Gefilden.

Im Flughafen führt mich mein erster Weg auf ein echtes amerikanisches Klo (sieht aus wie im DLRP, nur in sauber) und dann auf direktem Weg zur Immigration. Nach 45 Minuten (gefühlten 20 Minuten), acht gescannten Fingern und zwei Daumen sowie dem ersten Smalltalk heißt man uns im gelobten Land herzlich willkommen. Wir holen unsere Koffer, müssen uns noch mal mustern lassen, und dann betrete ich erstmals echt amerikanischen Boden. Nach den Palmen, die hier ja scheinbar wirklich überall stehen, bin ich umgeben vom zweiten „Wunder“ dieser für mich neuen Welt: Wärme! Es ist Februar und WARM. Nicht die befürchtete Schwüle haut uns von den Socken, dafür ist das Jahr noch zu jung. Nein, es ist einfach herrlich. Sternenklar, ein sanfter Wind weht (durch die Palmen ;) ) und ich spüre: ich bin im Urlaub! Doch das nächste Unheil lässt nicht lange auf sich warten. Nachdem wir zügig die Alamo-Busstation gefunden haben und heil bei dem Mitwagenverleih angekommen sind, dauert es eine geschlagene Stunde, bis wir von einer „netten“ lateinamerikanischen Bürgerin des Staates Florida unseren Mietwagenvertrag erhalten, natürlich nicht ohne mehrere Versuche ihrerseits, uns ein größeres Auto, völlig unnötige Versicherungen und ein Navi aufzuschwatzen. Doch dank gewisser Internetforen ;) wissen wir natürlich schon, dass man nur allzu oft sowieso einen größeren Wagen zum Preis eines Kleinen bekommt. Versichert sind wir über den ADAC und so was wie ein Navi braucht man doch nicht, wenn man einen Fisch dabei hat (hahaha, wer’s glaubt… ich jedenfalls nicht mehr). [Anm. des Fisches: Es gibt aber auch keine Person, die den Schilderwald im Straßenverkehr so fahrlässig missachtet, wie ein gewisses Vögelchen ;).]

Die Suche nach dem für uns passenden Wagen gestaltet sich auch etwas schwieriger als erwartet. Der einzige Wagen der Kategorie Economy ist ein PT Cruiser. Doch ohne Schlüssel fährt es sich so schlecht. Nach längerer Suche und mehrfacher Nachfrage bei diversen Mitarbeitern haben wir immer noch keinen Schlüssel, aber dafür die (erhoffte) Genehmigung, uns einfach irgendeinen Wagen auszusuchen. Nach zwei weiteren Fehlschlägen mit völlig verklebter Mittelkonsole bzw. der eindeutigen Aufschrift NICHT VERMIETEN! auf der Scheibe, landen wir bei einem netten schwarzen Jeep 3.7. Angenehme Größe und nette Aussicht für kleine Vögel. So groß kann Klein sein…

Doch so gut mir das Auto auch gefällt, jetzt geht’s ans Eingemachte. Ich will doch, wohlgemerkt inzwischen völlig übermüdet, meine Jungfernfahrt im amerikanischen Straßenverkehr antreten und habe, gelinde gesagt, dezentes Nervenflattern. Man könnte es auch Panik nennen. Aber ich will doch beweisen, dass ich diese Aufgabe meistern kann. Schließlich habe ich doch von allen Seiten gehört, alles sei hier so einfach und relaxt. Und was soll schon passieren mit einem selbsternannten Navi-Fisch an meiner Seite??? Ich sag’s euch. Gleich nach der zweiten Straße wissen wir nicht mehr, wo wir sind (doch… in Miami). Hier sind so verdammt viele Palmen und alle sehen gleich aus. Und während der Fisch mal wieder die Ruhe weg hat, drehe ich völlig durch und wir giften uns nur noch an. Details möchte ich euch ersparen ;) Lediglich ein paar bewegte Bilder gibt es [ame="http://www.youtube.com/watch?v=B8_MH6nTmks"]an dieser Stelle[/ame] zu betrachten. Der Ton wurde bewußt verändert ... :D

Aber nach nur 1 Stunde und 15 Minuten haben wir die unglaubliche Strecke von 30 Meilen bis zu unserem Motel „Zur fröhlichen Kakerlake“ in Florida City/Homestead südlich von Miami hinter uns gebracht und um Mitternacht freue ich mich nur noch aufs Bett. Hätte ich gewusst, was mich erwartet, hätte ich mich wohl eher gefürchtet. Beim Anblick des Zimmers bin ich auf der Stelle davon überzeugt, dass sich die Durchschnittsgäste hier normalerweise nur stundenweise einmieten. Nach eventuellen Zimmergefährten mit sechs oder noch mehr Beinen traue ich mich gar nicht erst zu suchen, denn ich bin mir sicher, dass ich welche finden würde. Ich belasse es bei ununterbrochenem Kopfschütteln ob dieser Frechheit, die die pakistanischen Betreiber der Herberge als Zimmer bezeichnen und füge mich meinem Schicksal. Seine Notdurft kann man auch als Frau verrichten, ohne die Brille zu berühren und verschmierte Farbe auf Fenster- und Türrahmen, Krümel und Haare auf dem Teppich, herunterhängende Kabel, Flecken an der Decke und den Wänden und Schimmel am Duschvorhang sieht man ja nicht mehr, wenn man erst mal schläft. Gut, der Preis ist vergleichsweise unschlagbar günstig für die Region, aber ob es derartige Qualitätseinbußen wert ist, sei dahingestellt. Zum Schlafen würde es reichen, aber zumindest für mich ist die Nacht unruhig und sehr kurz, obwohl ich doch so unglaublich müde war.




... Teil 2 in Kürze an dieser Stelle :)
 
Nala Knuddellehrerin
Teammitglied
Juhuuuu, da kommt er ja wieder so langsam eingetrudelt :jump:headbang:

Freue mich schon, werde ihn auf jeden Fall nochmal komplett lesen vor dem Urlaub - vielen Dank dafür :high5:
 
Belle blättert noch in der Broschüre
Toll, dass dieser Bericht hier auch wieder erscheint. :jump :high5:
Habe schon immer im alten Forum mit Spannung auf jeden neuen Beitrag gewartet. Und nun ist er auch wieder hier. Das ist immer so schöner Lesestoff. :eek:D
Vielen Dank noch mal.

Belle
 
Luxi214 blättert noch in der Broschüre
Immer wieder ein Riesenspass diese "Mutter aller Disney-Reiseberichte" zu lesen! :jump :yahoo:
Ich hoffe meiner wird in ein paar Wochen wenigstens ein ganz kleines Bisschen daran heranreichen!

Liebe Grüsse,
Mike :mw
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Tag 2
Samstag, der 1. März 2008


Um 4 Uhr wache ich am nächsten Morgen auf und hole auch gleich den Herrn Fisch aus seinem Aquarium, denn ich möchte nicht mehr Zeit als unbedingt notwendig in diesen unerfreulichen vier Wänden verbringen. Doch die milde Nachtluft lässt auf einen herrlichen zweiten Urlaubstag hoffen…




Unser erster Weg führt gegen 6 Uhr zum nahe gelegenen Wal Mart Supercenter, der mich nicht nur einmal überrascht die Brauen hochziehen lässt. Klar, ich hatte mir amerikanische Supermärkte schon irgendwie groß vorgestellt, aber SO groß dann nun doch nicht. Unglaublich, dass man in einem einzigen, riesigen Laden tatsächlich alles bekommen kann, von Bagel bis Bügelbrett, von Aspirin bis Autoreifen, von Käsekuchen bis Küchentisch. Doch noch viel unfassbarer ist die Tatsache, dass ich bei dem riesigen Sortiment nicht mal ein akzeptables Frühstück für mich finde. 4$ für einen Smoothie sind schlicht zu viel für mein Empfinden und Oreos am frühen Morgen erscheinen mir zu wenig nahrhaft für einen vernünftigen Start in den Tag. Ob die Entscheidung, den ganzen Tag mit einem Trinkjoghurt zu überstehen, besser ist, bleibt dahingestellt, aber das muss erstmal reichen. Auf dem Speiseplan des flachen Meeresbewohners stehen allerdings auch nur Diet Mountain Dew und ein Frappuccino.

Um 6.35 Uhr machen mir uns dann „endlich“ auf den Weg nach Key West, unser Ziel für heute. Den Sonnenaufgang haben wir zwar knapp verpasst, und noch ziehen auch ein paar Wolkenfelder über den morgendlichen Himmel, doch je näher wir dem südlichsten Punkt des nordamerikanischen Kontinents kommen, desto blauer wird es über uns und auch um uns herum.

Für meinen Geschmack sieht immer noch alles aus wie im Fernsehen. Die merkwürdige Mischung aus schönen Häusern, runtergekommenen Buden und zum Teil sehr eigenen Themenshops und Motels, wobei von der Absteige bis zur Luxusherberge wirklich alles zu finden ist, finde ich unheimlich amerikanisch. Ebenso wie die windschiefen Strommasten mit ihren mitunter kreuz und quer hängenden Kabelansammlungen.




Wir hüpfen auf vier Rädern von Insel zu Insel, passieren zahllose Brücken (manchmal sogar ohne es zu merken) und saugen alle sich bietenden Eindrücke entlang der Strecke begierig auf. Zwischenstopps legen wir allerdings nicht ein, auch wenn es abseits der US1 sicher Einiges zu entdecken gibt, aber zumindest in diesem Urlaub steht nur Key West auf dem Programm und der Zeitrahmen ist knapp bemessen.

Und dann, nach 1 Stunde und 40 Minuten, erreichen wir endlich die sagenumwobene, viel gepriesene Seven Mile Bridge, und was soll ich sagen, es ist tatsächlich das, was alle behaupten: es ist (tatatata!) EINE BRÜCKE!!! Oben drüber blau, unten drunter blau und dazwischen eine hellgraue Straße auf Pfeilern. Wir sind beide vollends begeistert und wissen endlich, wir sind bald da, wo wir hinwollen.




Noch voller Vorfreude lassen wir das Wunderwerk der Ingenieurskunst hinter uns, legen noch schnell eine biologische Pause an einem in der Gegend rumstehenden Burger King ein und erreichen kurz darauf die hübsche, kleine Stadt, die Ernest Hemingway zumindest eine Weile sein zu Hause nannte.

In einer zentral gelegenen Seitenstraße (was anderes gibt es hier ja auch kaum), unter einem grünen Baum, zwischen einer weißen Kirche und einem pastellfarbenen Wohnhaus finden wir einen schnuffigen Parkplatz für unser süßes Auto, von dem aus wir uns aufmachen, die Stadt zunächst zu Fuß zu erobern.




Alles hier ist so weiß und bonbonfarben, so idyllisch und schön. Hier könnte man sich glatt vorstellen, zu leben. Nur bei Mickey Mouse kann es noch schöner sein und das ist auch der Grund, warum wir nach Sonnenuntergang doch wieder den Rückweg antreten werden.

Aber zuvor entdecken wir die Sehenswürdigkeiten der Insel: von Ernests Haus, über das falsche Sloppy Joe’s und den Leuchtturm bis hin zum Southernmost Point und natürlich auch alles, was dazwischen liegt. Einen Großteil des Ganzen erwandern wir uns, den Rest sehen wir während einer geführten Trolleytour, auf deren Strecke praktischerweise auch ein Laden namens Ross liegt, wo ich ein paar Turnschuhe für sage und schreibe 25$ erstehe. Prima, ist das auch schon erledigt. Und unser Fischlein stillt bei der Gelegenheit auch gleich nebenan bei Taco Bell den inzwischen nagenden Hunger.

Hier eine kleine Fotoexkursion ...








Anschließend geht’s zurück in die Stadt. Wir bummeln noch ein bisschen in der Gegend herum und schlendern dann in Richtung Mallory Square, wo wir uns mir hunderten anderer Touris den berühmten Sonnenuntergang von Key West anschauen wollen. Ich habe große Erwartungen, denn ich liebe Sonnenuntergänge. Im Arm des Liebsten im Sand sitzen, dem Meeresrauschen lauschen, zusehen wie die Sonne das Wasser zum Glitzern bringt und dann langsam verschwindet und einen blutroten Himmel zurücklässt, an dem sich dann schon bald die ersten Sterne zeigen. So mag ich das.

Auf Key West übertragen bedeutet Sonnenuntergang etwa Folgendes: Der Liebste hält zwar etwas im Arm aber dabei handelt es sich nicht um mich, sondern um eine Kamera und einen Camcorder. Es gibt weder Sand noch Meeresrauschen sondern nur eine harte Kaimauer und das Geplapper vieler, vieler Menschen und die Musik einiger Althippies und Straßenkünstler. Das Wasser glitzert auch nicht, denn die Sonne versinkt hinter einer Insel, und um Sterne zu sehen, ist es rundum einfach viel zu hell. Von der erwünschten Romantik keine Spur. Soviel dazu. Nett, wenn man’s gesehen hat, aber einmal reicht dann auch.

So geht denn unser Tag am Rande der Karibik zu Ende, und trotz des vergleichsweise öden Sonnenuntergangs war es ein sehr schöner, warmer, relaxter Tag, an dem wir viel gesehen haben und wunderschöne Eindrücke sammeln konnten. Auf dem Weg zum Auto frönt Flounder noch ein wenig seiner Leidenschaft und macht ein paar Aufnahmen vom nächtlichen Inselleben.






Die Rückfahrt nach Florida City vergeht fast wie im Flug, auch wenn ich kurz vorm Ziel noch mal eine kleine Pause im Nirgendwo einlegen muss, weil sich weit und breit keine Toilette findet. Ehrlich, es ist ein ganz dummes Gefühl, wenn man im Stockdunkeln irgendwo in einem Sumpf am Rande der Everglades hockt und nur darauf wartet, dass einem ein Alligator die vier Buchstaben perforiert.

Doch glücklicherweise konnte ich die letzten Meilen der Strecke unversehrt zurücklegen, um im Motel nach einem tollen Tag todmüde ins Bett zu kippen. Nicht mal 1.000 Kakerlaken hätten mich heute noch am Einschlafen gehindert (rückblickend könnte ich mir vorstellen, dass unter der Matratze sogar noch weit mehr der kleinen Krabbelviecher hausten).


Wir melden uns wieder mit Tag 3!

Gruß vom Kolibri :mw
 
Kiera blättert noch in der Broschüre
Danke das ihr diesen Superbericht auch hier zum immer wieder nachlesen reinsetzt!
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Und Dank der neuen Technik sind jetzt auch die Videos integriert :headbang:

Cheers,
Flounder
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Tag 3
Sonntag, der 2. März 2008


Und wieder ist die Nacht um 4 Uhr zu Ende. Ich versuche zwar noch mal einzuschlafen, aber irgendwie will es mir nicht gelingen. Denn obwohl ich nach wie vor völlig erschlagen bin, spüre ich doch eine gewisse Aufregung ob der Tatsache, dass unser heutiges Etappenziel Kissimmee bzw. Disney World/Contemporary Resort heißt. MICKEY, WIR KOMMEN!!! Naja, noch nicht ganz.

Ich gönne dem Fisch noch zwei wohlverdiente Stunden süßen Schlafs, aber dann halte ich es doch nicht mehr aus. Raus aus den gammeligen Federn, ab unter die schimmelige Dusche, rein in saubere Klamotten ... und nachdem alles im Auto verstaut ist, und wir das Zimmer nach Liegengebliebenem durchforsten, erfahre ich die Aufklärung, warum das Hotel von mir eingangs den Beinamen "Zur fröhlichen Kakerlake" erhalten hat. Flounder zeigt mir was sich seit unserer Ankunft (und vermutlich auch schon seit langer Zeit zuvor) unter dem Nachttisch neben dem Bett verborgen hat. Eine tote Küchenschabe :throwup:

Nach diesem etwas unerfreulichen Abschluß heißt es endlich um halb 8: Bleifuß bis Miami! OK, nicht wirklich Bleifuß, mehr "Cruise" auf "on" und bis Miami rollen lassen. Hat doch was, dass es in Amerika quasi keine Autos ohne Automatik und Tempomat gibt. Man kann sich daran gewöhnen. Die Sonne lacht heiter vom Himmel, das Thermometer klettert für meinen Geschmack und diese Jahreszeit in schwindelerregende Höhen und ich bin ganz hin und weg, als ich die ersten Wolkenkratzer meines fortgeschrittenen Vogellebens am Horizont erblicke.




Als wir die Giganten aus Beton, Stahl und Glas schließlich erreichen, fühle ich mich noch kleiner, als ich sowieso schon bin und spüre eine merkwürdige Mischung aus Ehrfurcht und Aufregung. Ich bin ganz hibbelig. Miami ist viel schöner, als ich es mir vorgestellt hatte. Alles tiptop sauber, ordentlich und herrlich mit diesem Mix aus moderner und älterer ("alt" wäre übertrieben) Architektur, Strand, Meer und natürlich den unvermeidlichen Palmen. Gott, wie amerikanisch! Hier würde ich sogar freiwillig im Hochhaus wohnen.




Und diese Unmengen an Kreuzfahrtschiffen. Nicht, dass ich jemals auf die Idee käme, eine Kreuzfahrt zu unternehmen (mir wird auf Schiffen immer schlecht), aber diese Riesenpötte sind schon imposant. Alles hier ist so imposant. Amerika ist furchtbar groß.




Ihr seht schon... binnen kürzester Zeit hat mich dieses merkwürdige Land, gegenüber dem ich so viele Vorurteile hatte, das ich bis vor zwei Jahren gar nicht bereisen wollte, in seinen Bann gezogen. Schon jetzt kann ich jeden verstehen, der traurig ist, wenn er nach einem Urlaub hier wieder ins verregnete, langweilige Deutschland zurück muss. Ich hege die Befürchtung, dass es mir genauso ergehen wird. Doch warten wir's ab.

Um 9 Uhr fuhren wir einmal den berühmten Ocean Drive rauf und wieder runter (interessant besonders deshalb, weil man vom Ocean dort nichts sieht) und ein weiteres Mal war's wie im Fernsehen. Deutschland sieht im Fernsehen im Ausland immer so bayerisch aus, Amerika sieht bei uns einfach so aus, wie es ist. Na, jedenfalls Florida. Aber ich kann mir vorstellen, dass das auch für den Rest des Landes gilt.




Egal... weiter im Text.

Miami erleben wir nur vom Auto aus, denn ein kurzer Abstecher in die Sawgrass Mills in der Nähe von Fort Lauderdale steht auch noch auf unserem Plan. Apropos Fort Lauderdale. Mir kommt es vor wie die Sparversion von Miami. Nicht ganz so groß, nicht ganz so ordentlich und nicht ganz so sauber. Nur die Menge der Palmen steht der in der großen Nachbarstadt in nichts nach.




Die Sawgrass Mills, eine so genannte Outlet Shopping Mall, ist einkaufstechnisch ein klassischer Griff ins Klo. Groß? Ja. Nett gemacht? Ja. Tolles Sortiment? Nein. Outletpreise? Fehlanzeige. Es ist aber auch absolut nichts los dort. Allerdings mag das auch daran liegen, dass die Läden erst um 10 Uhr öffnen, und jetzt ist es viertel vor 10 ;) Nach einem enttäuschenden Rundgang lassen wir aber dann doch noch ein paar Dollar dort und ihr werdet nicht glauben wo... im Disney Character Warehouse! Wer hätte das gedacht??? Eine Hand voll Pins, ein bisschen Scrapbookkram, ein Bild vom ToT und einige gerahmte Münzen geben unserem Urlaub einen ersten Hauch von Disneywürze.




Und weil's zwischen all den bekannten Figuren so schön war, machen wir, dass wir weiter kommen... der Maus entgegen. Vom vielen Rumsitzen im Flugzeug und Auto, tut mir langsam mein Allerwertester weh und in Palm Beach kippt allmählich meine bislang gute Laune. Der Schlafmangel der letzten Nächte macht sich bemerkbar und ich werde zickig und immer zickiger. Nicht so Flounder. Der hat, wie üblich, die Ruhe weg. Doch immerhin schaffe ich es, ihn so arg mit meinem Gemecker zu nerven, dass wir uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt nur aus der Ferne ansehen und dann tatsächlich die schnellste Route nach Kissimmee einschlagen. Auf den Turnpike und tschüß! (Ja, es ist mir egal, dass es dort nichts zu sehen gibt und auch später wird mich nicht im Geringsten das Gefühl quälen, Irgendetwas verpasst zu haben. Ich will jetzt endlich ankommen, wo ich wirklich hin will.)




Um halb 6 ist es geschafft. Wir erreichen das Days Inn Maingate East in Kisimmee, checken ein, erobern ein ausreichend großes, ausreichend sauberes und vor allem kakerlakenfreies Zimmer, machen uns frisch und schmeißen uns notdürftig in Schale und dann sitzen wir auch schon wieder im Auto. Von diesem Moment an dauert es nur noch zehn Minuten, bis wir zum ersten Mal das den Meisten hier bekannte Tor mit der heiß ersehnten Aufschrift "Walt Disney World" passieren.

JAAAAA! WIR SIND ENDLICH DA!!!!

Aber was ist das? Irgendwas stimmt hier nicht. Wo ist das Kribbeln im Bauch? Wo die überschäumende Freude? Ich bin schockiert, mit welcher Gleichgültigkeit ich dieses einzigartige erste Mal hinnehme. Hallo!?! Vögelchen!?! Du bist in Walt Disney World! Los, freu dich!!! Aber es hilft nichts. Schön hier zu sein, aber das war's dann auch schon. Ich bin enttäuscht. Von mir selbst. Ich glaube, auch der Fisch neben mir hat vieles von mir erwartet, aber nicht das.

Doch ich bin einfach so unendlich müde, und auch das Contemporary, in dem wir einen Tisch reserviert haben, um uns von dort aus Wishes anzusehen, fand ich auf den Videos, die ich mir vorab zu Hause angesehen hatte, immer so furchtbar hässlich. Dummerweise finde ich es jetzt, wo ich davor stehe, noch genauso hässlich und zu allem Überfluß befindet sich gleich daneben eine noch viel hässlichere Baustelle. Flounder versucht, mir wenigstens eine kleine freudige Bemerkung oder wenigstens Geste abzuringen, aber es hilft nichts. Ich fühle mich unwohl und bin besorgt, dass mir die Wunderwelt vielleicht tatsächlich nicht gefällt.

Im Hotel werden wir zunächst auf den 2nd Floor geschickt, wo wir unseren Pager bekommen. Ein Grinsen kann ich mir dann aber doch nicht verkneifen, als die CMs tatsächlich ihr Sprüchlein aufsagen: "How are you today?" Ich find's genauso merkwürdig, wie ich erwartet hatte, aber irgendwie doch nett. In diesem Moment ahne ich noch nicht, wie mir diese kleinen Floskeln ans Herz wachsen werden, und dass ich später schon fast beleidigt sein werde, wenn jemand mal nicht fragt.

Mit dem Aufzug fahren wir nun hoch in den 15th Floor, wo sich das California Grill befindet. Auch hier ist es meiner Meinung nach nicht atemberaubend toll. Vor allem ist es laut, aber ich bin froh, dass ich mich in einen weichen Sessel fallen lassen und einfach ein bisschen abschalten kann, bis wir zu unserem Tisch geführt werden. Und das werden wir. Dazu muss man wissen, dass sich das California Grill Restaurant auf dem Dach des Contemporary befindet und über eine lange Fensterfront verfügt, die zum größten Teil einen grandiosen Blick auf das Magic Kingdom ermöglicht.

Unser Tisch befindet sich allerdings zwischen Weinregalen mitten in einem separaten Raum in der hintersten Ecke des Restaurant, und noch dazu liegen die Fenster in diesem Teil des Restaurants nicht auf der Seite des MK sondern zeigen in Richtung Epcot, das jedoch ziemlich schwach beleuchtet daher kommt. Abgesehen davon, dass wir von unserem Platz sowieso nicht richtig sehen können. Dieser Tisch setzt meiner trüben Stimmung die Krone auf und mir treten tatsächlich die Tränen in die Augen (nicht das letzte Mal in diesem Urlaub).

Diese unglaubliche Enttäuschung, die mir ins Gesicht geschrieben steht, bleibt natürlich auch dem Fisch meines Herzens nicht verborgen, und so erklärt er unserer Kellnerin die Lage und fragt, ob wir nicht vielleicht doch einen Platz mit Superior-Blick haben könnten, selbst, wenn wir noch eine Stunde oder länger darauf warten müssten.

Und jetzt zeigt sich zum ersten Mal, dass man hier unter Service und Freundlichkeit etwas ganz anderes versteht, als im DLRP. Wir müssen zwar tatsächlich warten, aber nur eine viertel Stunde später haben wir einen Tisch direkt am Fenster. Ich setze mich ganz behutsam, lehne mich zurück, schaue aus dem Fenster auf das beleuchtete Schloss und plötzlich... BIN ICH DA! Der Bann ist gebrochen und alle Anspannung fällt von mir ab. Ich bin immer noch müde, aber ich bin im Urlaub. In Amerika. ICH bin in Amerika. Tausende Kilometer weg von zu Hause. Vor mir liegt eine Speisekarte, die kulinarische Köstlichkeiten verspricht und zu unseren Füßen liegt das Magic Kingdom in seiner ganzen nächtlichen Lichterpracht. DAS Magic Kingdom. Das echte. Das einzige. Und ICH bin da. WIR sind da...






Wir bestellen unser Essen und gehen dann auf die Dachterrasse, die eher einem Steg ähnelt, um uns von dort aus das Feuerwerk anzusehen. Ich liebe Wishes und so eine Sicht wie von hier oben hat man nicht jeden Tag. Zwar friere ich wie ein Schneider, aber jetzt kann mir nichts mehr meine frisch zurück gewonnene gute Laune verderben. Das Vögelchen steht und genießt. Die Musik, das Glitzern der Raketen und den fantastischen Blick. Hach, ist das schön!

Die Gefühle kann man an dieser Stelle zwar nicht wiedergeben, aber eine bewegte Aufnahme des Feuerwerks ist auch nicht zu verachten. Hier ist sie ... [ame="http://www.youtube.com/watch?v=hXv8c7F4AKg"]Wishes Part One[/ame] und wenn es Euch gefallen hat dann hier auch noch [ame="http://www.youtube.com/watch?v=JitoWOzmdyw"]Wishes Part Two[/ame]!

Nach dem Feuerwerk wird sofort unser wirklich wunderbares Essen serviert, das durch die Aussicht sogar noch besser wird und dann verabschieden wir uns auch schon wieder. Wir werfen noch einen Blick in die Hotelshops, wo ich auch gleich noch ein neues Paar Ohrringe erstehe und dann kann ich endgültig nicht mehr. Ich will ins Bett.

Natürlich vergeht dann doch noch mehr Zeit, als ich mir wünsche, weil Flounder einfach ununterbrochen filmt und fotografiert (wovon ihr jetzt profitiert), aber irgendwann schaffen wir es doch noch, die 15 Minuten Fahrt bis zum Motel hinter uns zu bringen und schlafen schon bald den Schlaf der Gerechten.




Schließlich müssen wir fit sein für ...

... den 4. Tag!


Es grüßt der Kolibri mitsamt Herrn Fisch :)
 
Nala Knuddellehrerin
Teammitglied
So herrlich erfrischend, euer Bericht - vielen Dank! :)

Und dieses weibliche Gezicke vs. die männliche Ruhe selbst - das kenn ich sooooo gut!! :muha:
 
Googelibear blättert noch in der Broschüre
Oh Gott, ich erinnere mich noch an den Bericht und die Bilder von dem schrecklichen, ersten Motel Zimmer. Das war ja wohl das allerletzte :popc:
 
Mel blättert noch in der Broschüre
Juchhu, der Bericht schlechthin ist wieder da. *freu* :jump
Das bringt doch die Sonne in diesen trüben Tag! :nod:

Gruß

Mel
 
poohmo kennt diverse Charaktere beim Namen
Auch wenn ich diesen Bericht erst jetzt gelesen habe bin ich doch sehr
davon begeistert:nod:
Spiegelt doch irgendwie meine eigenen ersten Erfahrungen auch wenn das Ganze
schon zig Jahre zurückliegt
Ich hoffe auf eine Fortsetzung:nod:
 
Kolibri Unser Vögelchen
Nun ja... natürlich könnte ich in diesem Jahr wieder einen Reisebericht schreiben und Flounder bebildert das Ganze dann.

ABER... es bezeichnete eine Userin diesen Bericht hier als die Mutter aller Reiseberichte und ich möchte es mal so ausdrücken: Wenn dies hier die Mutter ist, wäre ein Bericht der gerade vergangenen Reise wahrscheinlich so eine Art zickige, pubertierende Tochter. Wir (besonders ich) sind mit großen Erwartungen nach Florida geflogen und wurden in vielen Belangen derbe enttäuscht. Ich hatte gehofft, das Erlebnis vom ersten Besuch wieder lebendig werden lassen zu können, aber rückblickend tut soviel Naivität fast schon weh.
Die schönen Erinnerungen, die sich ein für allemal in meinem Kopf festgesetzt haben, stammen fast ausschließlich vom ersten Besuch, der zweite dagegen ist schon jetzt nur noch verschwommenes Gewurschtel in den Gedanken.
Klar gab es tolle Momente, aber die Emotionen und die Intensität der Eindrücke vom ersten Mal ist nicht zurück zu holen.

Einen weiteren Reisebericht zu verfassen, fände ich wahrscheinlich auch noch nachträglich deprimierend... mal sehen, ob ich je einen schreiben werde.

Bei Silvias aktuellem Bericht kann man da eindeutig besser und positiver mit(er)leben!
 
Nala Knuddellehrerin
Teammitglied
Tut mir Leid, das so zu hören :(.... Wenn es für dich selbst nur die schriftliche Wiederholung negativer Ereignisse wäre, musst du natürlich keinen großen Bericht für uns schreiben...

Aber - ich weiß nicht, inwiefern die anderen das auch so sehen - ich würde mich dennoch über ein paar Anhaltspunkte über euren Urlaub freuen!! Es muss ja nicht so ausführlich sein ;)! Aber du könntest doch z.B. nur die schönen Ereignisse abtippen und bebildern, oder eine kleine Gegenüberstellung - was war gut? Was war schlecht? Oder sowas... Wie gesagt, du sollst natürlich nicht in schlechten Erinnerungen für uns kramen, aber über positive Momente würden wir uns sicherlich alle freuen :)!
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Sollte es nicht dazu kommen, dass das Vögelchen in ihrer freien Zeit ab Dezember einen neuen Bericht verfasst, dann habe ich aber schon gesagt, dass dann eben nicht aus der Feder sondern aus der Flosse ein Bericht fließen wird. Denn eines war es allemal ... einmalig!

Ich ganz persönlich habe mich sehr daran gefreut, Kinderaugen tagtäglich glänzen zu sehen. Vor Freude und vor Müdigkeit - aber immer strahlend und diese Erlebnisse werde ich nicht vergessen und sie verschwimmen vor meinen Augen auch nicht :001: Und bekanntlich habe ich ja ein fotografisches Gedächtnis :muha:

Cheers,
Flounder

:fl <- musste gestern Abend schon den nächsten WDW-Urlaub für die Prinzessin planen ;)
 
MinnieMouse blättert noch in der Broschüre
Das hört sich ja so an als wenn Euer Urlaub in der WDW dieses Mal nicht so toll war, das ist ja schade :-(

Da freut man sich das ganze Jahr darauf und hinterher ist man enttäuscht. Dann wird es also auch keinen Bericht geben, schade .......

Minnie
 
Mummelchen findet sich ohne Parkplan zurecht
Oh, ich hätte auch gern einen Bericht gehabt.....ok, er hätte nicht ein Jahr dauern müssen, wie der letzte, denn ich will auch aus Neugier gern schneller alles wissen:-*, aber mich würden ein paar Details doch interessieren. Gerade eine klitzekleine Fassung wäre doch möglich oder?

Mich würde vor allem interessieren,was an eurem Besuch so schlecht gelaufen ist.......vielleicht gibts ein paar Tipps dadurch für andere. Also laßt euch nicht aufhalten, uns auch mit weiteren Erlebnissen zu erfreuen.
 
Kolibri Unser Vögelchen
Ach, es war ja auch kein schlechter Urlaub, und die glänzenden Kinderaugen waren auch für mich schön. Aber ich habe eben den ganzen Urlaub unter der abartigen Hitze und Schwüle gelitten, war noch dazu krank und auch die Kleine hat das Fieber am zweiten Tag erwischt und ganz besonders enttäuscht war ich von vielen der Restaurantbesuche, auf die ich mich wirklich sehr gefreut hatte. Ich esse unglaublich gern (gerade im Moment ;) ) und dann sind 70% des Futters Mist. Schade war natürlich auch, dass ich ein paar Attraktionen nicht fahren konnte, die definitiv ganz oben auf meiner Liste der Lieblings-Rides stehen (Everest, Test Track, Splash Mountain...)
Nach einer Woche WDW hatten wir tatsächlich beide (ja, auch der Fisch) Disney irgendwie über und sind zeitweise geflohen vor dem bunten Trubel.

Aber gut, ich werde im Dezember einen Bericht schreiben. Noch vier Wochen arbeiten und dann bin ich erstmal mindestens 4 Monate zu Hause. Da wird sich sicher ein wenig Zeit abzwacken lassen ;)
Und ich verspreche mich zu bemühen, die schönen Erlebnisse nicht zu kurz kommen zu lassen...

Viele Grüße

vom Vögelchen :mw
 
Silvia steigt in manche Attraktion mit ein
Hi,

also ich hätte auch gerne einen Bericht.
Vor allem würde mich interssieren was diesmal als schlechter empfunden wurde und warum Andrea enttäuscht war.

Also ob Flügel oder Flosse, Mutter oder zickiger Teenager - egal, her mit dem Reisebericht und den Bildern :icon_rolleyes:

LG,
Silvia
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Es wird keiner zu kurz kommen. Wir haben ja doch wieder sehr viel erlebt und wie kann man seine Erlebnisse besser konservieren, als in einem Reisebericht hier? So werden wir uns wieder die Arbeit teilen und Ihr dürft Euch einfach freuen ... :jump

Also - bald in diesem Forum: Vogel, Prinzessin und Fisch auf der Jagd nach der geheimnisvollen Maus

Cheers,
Flounder

:fl <- fand nur 69% des Essens schlecht :-*
 
poohmo kennt diverse Charaktere beim Namen
Freue mich auf den Bericht und sag mal, sitzt Du Tag und Nacht vor der
Kiste ????
Die meisten schlafen nachts um 4h, oder lässt Dich Eure Prinzessin
nicht schlafen:-*
 
poohmo kennt diverse Charaktere beim Namen
Tja das ist wohl die Aufgabe eines Administrators:giggle:

Nein, im Ernst, mache ich ja genauso, nur komme ich nie soooooo
spät nachhause:-*
 
Silvia steigt in manche Attraktion mit ein
Na wenn Du in Mannheim warst hättest auch zu uns kommen können, ist nur noch 50 Minuten entfernt :icon_rolleyes:
 
Nala Knuddellehrerin
Teammitglied
Freut mich, dass von euch doch noch ein Bericht kommt :mw

Und Kolibri, das muss ich gerade mal hier festhalten: Dein Avatar ist sooooo toll!!!! :nod:
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Freut mich, dass von euch doch noch ein Bericht kommt :mw
Dauert zwar immer noch - aber es wird noch etwas kommen. Wobei wir momentan so viele, tolle Berichte hier haben - da kommt es auf den einen oder anderen Tag mehr oder wenige auch nicht an :giggle: Mache ich doch einfach erst einmal mit dem hier weiter ... da fehlen ja noch ein paar Tage, die es wiederherzustellen gilt.

Cheers,
Flounder
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Tag 4
Montag, der 3. März 2008


Morgenstund hat Gold im Mund, und das kann man hier durchaus wörtlich nehmen. Denn die gerade aufgehende Sonne taucht das Motel und die Umgebung in ein äußerst schmeichelhaftes Licht. Es ist 7.50 h und langsam an der Zeit sich auf den Weg zu machen... denn wer will am ersten Tag schon zu spät sein?




Unser erster echter Disneytag enthält genaugenommen nicht wirklich viel von dem, was einem gemeinhin zu dem Stichwort Disney einfallen würde, denn unser Plan sieht vor, dass wir diesen Tag in Epcot verbringen, was ja bekanntlich so gut wie mausfrei ist (sieht man mal von den Merchandisingprodukten und einer Vielzahl von Hidden Mickeys ab).

Es war mein Wunsch, Epcot als erstes zu besuchen, weil ich darauf ganz einfach am neugierigsten war. Nach dem Erwerb unseres ersten Parktickets für $11.- dürfen wir unseren motorisierten Begleiter auf dem epcoteigenen Parkplatz unter den wachsamen Augen von Figment zurücklassen, um von dort die wenigen Meter, an den überwiegend noch geschlossenen Tageskassen vorbei, zum Eingang des Parks zu Fuß zurück zu legen.

Tja, und da ist es… Spaceship Earth! Die (wie ich dachte) weltberühmte Kugel, Wahrzeichen Epcots, ragt vor uns auf. Viel größer, als ich sie mir vorgestellt hatte. Mal wieder. Und wie schön… davor steht auch noch eine amerikanische Flagge. Das schreit doch geradezu nach ein paar Erinnerungsaufnahmen, und Flounder lässt sich auch nicht lange bitten.




Die nun folgenden berüchtigten Taschenkontrollen sind nur wenig intensiver als jene, die wir schon aus Paris kennen, und wir müssen jetzt eigentlich nur noch unsere Magic Your Way Tickets durch den Automaten schieben, den rechten Zeigefinger scannen lassen und schon kann das Abenteuer beginnen. Könnte es, aber das mit dem Scan erweist sich als gar nicht so einfach. Nach fünf Versuchen mag die olle Maschine meinen Finger immer noch nicht. Vielleicht sollte ich es mal mit dem rechten Zeigezeh versuchen, aber das ist so kompliziert. Doch der zuständige CM steht mit Rat und Tat zur Seite und wackelt und ruckelt solange an der Maschine, bis sie mich zu guter Letzt doch durchlässt und ich die erste Nase Freizeitpark-Luft aufsaugen darf. Im Nachhinein frage ich mich, wie Flounder so problemlos den Eingang passieren konnte… erkennt der Scanner auch geschuppte Gäste an?

Wir werden es wohl nie erfahren aber die Hauptsache ist ja auch, wir sind drin!

Der Park hat noch nicht geöffnet, es ist erst viertel vor 9, und so erwartet uns hinter dem Spaceship Earth nur ein Seil, das genauso aussieht wie jedes andere Disneyseil (ein Seil halt) und eine Kette von CMs, die uns vom übrigen Teil Future Worlds fern halten. Mickey, Minnie, Chip & Dale, Goofy und Pluto halten die wartenden „Massen“ bei Laune und die CMs machen ein paar Mätzchen und geben Autogramme. Und natürlich haben am frühen Morgen die Geschäfte schon auf, in die man im Wege der Wartezeit gerne einen Blick wirft. Vorher viel darüber gelesen und gehört... und jetzt schon im Einkaufsbeutel: Pal Mickey :) Auf den kleinen Freund komme ich später noch näher zu sprechen, nur soviel – er wird uns im Urlaub begleiten und seine mehr oder weniger sinnvollen Kommentare werden zu einem Erlebnis, das keiner von uns missen möchte – ok, manchmal schon ;)

Um 9 Uhr ist es dann endlich soweit; nach einem Countdown fällt das Seil, bzw. wird aufgerollt, und kurz darauf wird auch die CM-Kette gesprengt, auf dass sich die Mengen auf die Attraktionen verteilen mögen. Wir schließen uns der wahrscheinlich größten Gruppe an, die raschen Schrittes Richtung The Land strömt, um in Soarin’ eine Runde über Kalifornien zu drehen. Eigentlich wollen wir uns dort nur Fast Pässe ziehen und dann erstmal die weniger populären Fahrten unter die Lupe nehmen, aber da die Wartezeit ob der frühen Stunde bei nur 10 Minuten liegt, bleiben wir gleich da, und so wird Soarin’ in der dritten und damit unteren Reihe zu unserem ersten Erlebnis in Walts wunderbarer Welt.




Die Fahrt, oder genauer der Flug, gefällt mir. Die Landschaften, die Musik dazu, der Wind im wallenden Haupthaar und natürlich der Duft nach Meer, Wald und Orangen. Ich denke, wir sollten Kalifornien längerfristig auf die Liste unserer Urlaubsziele setzen. Doch zunächst gibt es hier noch mehr als genug zu entdecken, sicher zu einem späteren Zeitpunkt auch noch einmal Soarin’, dann aber bitte ohne die Füße der zweiten Reihe vor der Nase.

Unser nächstes Ziel ist schon weithin hörbar. Hier wird doch wohl keine Autobahn gleich am Park entlang führen? Aber nicht doch… es sind die Autos von Test Track, die mit ihren lebenden Dummies an Bord durch die Steilkurve an der Außenseite des Gebäudes rasen. Man sieht zwar nicht viel, aber es hört sich auf alle Fälle vielversprechend an.

Und welch Freude… trotz der angeschlagenen unglaublichen Wartezeit von 5 Minuten (in Worten: FÜNF!) konnten wir gleich durchgehen, natürlich nicht ohne ungefähr 4000 Fotos und drei Stunden Filmaufnahmen zu machen. Zu sehen gibt es im Wartebereich ja reichlich. Das Thema ist natürlich Geschmackssache, aber ich finde, Test Track hat einen der interessantesten Wartebereiche, die ich bei Disney bislang gesehen habe.






Nachdem wir die Preshow hinter uns haben, können wir in einem der Testfahrzeuge Platz nehmen. Wir schnallen uns an, wie sich das gehört, und los geht’s.

Wir bewältigen Steigungen, passieren die German und Belgian Blocks (Pflastersteine), trotzen Hitze und Kälte, testen die Bremsen und das ABS, jagen durch Haarnadelkurven und schaffen es gerade noch, einem plötzlich auftauchenden Truck auszuweichen (was fährt der Blödmann auch ohne Licht?) und drohen dann sogar noch, an einer Wand zu zerschmettern, bevor wir das Testgebäude verlassen und mit stetig steigender Geschwindigkeit über die Köpfe der Parkbesucher rasen. Herrlich! Schon die zweite von zwei Fahrten, die Spaß macht.

Zum Glück war unser Auto in einem Top-Zustand, so dass wir das Ende der Teststrecke unversehrt erreichen. Wäre ja auch schade gewesen, wenn uns die übrigen Geheimnisse Epcots aufgrund gebrochener Beine oder sonstiger Verletzungen vorenthalten geblieben wären.

Weil’s gerade so praktisch nebenan liegt und ebenfalls keine Wartezeiten angeschlagen sind, entscheidet Flounder sich, als nächstes eine Reise zum Mars zu wagen und Mission:Space einen Besuch abzustatten. Ich persönlich verlasse mich lieber auf meine Flügel, wenn ich fliegen will und bleibe deshalb solange am Boden und genieße die Sonne. Außerdem neige ich bei stark eingeschränktem Platzangebot zu Klaustrophobie und bin spätestens jetzt froh, dass ich mich hier vorab so genau darüber informieren konnte, was mich in dieser Attraktion erwartet hätte.




Während ich also auf den Space-Fisch warte, beginne ich mit den ersten Eintragungen in mein mich von nun an ständig begleitendes Notizbuch, um auch ja nach der Reise einen detaillierten Reisebericht abliefern zu können. Leider übersteigt die Zeit, die man für einen Flug zum Mars braucht, bei Weitem die Zeit, die man benötigt, um zehn Zeilen auf rosarotem Papier zu verfassen und so fange ich tatsächlich an, mich zu langweilen. Doch irgendwann kommt ein grinsender Flounder aus dem planetengeschmückten Gebäude geschwommen und ich freue mich für ihn, dass ihm sein kleiner Ausflug gefallen hat. Und tatsächlich berichtet er von schier unglaublichen Erfahrungen. Sein Flug wurde gecancelt und er hat einen Fast Pass für einen späteren Zeitpunkt seiner Wahl bekommen. Supi… schon wieder warten. Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit und wir machen uns erstmal auf den Weg hinüber zum Universe of Energy.




Dabei handelt es sich meiner Meinung nach um eine Attraktion, die man sich mal angesehen haben sollte, aber einmal pro Aufenthalt reicht dann auch. Die Show besteht aus einem ziemlich langen Teil, in dem man in Form eines Films, der zwar recht lustig gemacht ist, aber nicht sonderlich viel wirklich Interessantes vermittelt, etwas über Energieresourcen, -gewinnung, -verbrauch und so weiter erfährt. Im Endeffekt ein Umweltding, so wie vieles in Epcot. Für ältere Kinder ist es sicher interessanter als für Erwachsene, allerdings nur dann, wenn sie der englischen Sprache mächtig sind. Nett gemacht ist es aber allemal.

In einem weiteren Teil der Show macht man einen Ausflug in die Welt der Dinosaurier und somit in die Zeit, in der die fossilen Brennstoffe entstanden. Für mein Empfinden war es inmitten der Urzeitviecher allerdings extrem laut und man konnte den Audioanimatronics sowie der gesamten Szenerie ihr fortgeschrittenes Alter ansehen. Doch einen gewissen Charme kann man der Attraktion nicht absprechen. Bei einem späteren Besuch würde ich sicher noch mal eine solche Zeitreise mitmachen.

Langsam werden wir durstig und da fällt uns spontan der kostenlose Club Cool ein. Flounder freut sich auf einen leckeren Becher Beverly und mich dürstet es nach der weiten Welt. Getränke des Coca Cola Konzerns aus Mosambique, China, Costa Rica, Israel, Japan, Mexiko, Deutschland und Italien warten darauf getestet zu werden. Beverly aus Italien gebe ich aber vorsichtshalber einen Korb. Der Gesichtsausdruck des Fischs reicht mir zur Erfrischung :D




Nun schauen wir uns noch ausgiebig die nähere Umgebung an, bewundern das Wasserspiel des Fountain of Nations und ziehen langsam weiter in Richtung Imagination!.





An dieser Stelle endet für Euch der Tag 4 vorübergehend...

Gruß von Kolibri und Plattenfisch :D
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Weiter geht’s ... es ist ca. 11.30 h am 3. März, dem 4. Tag in den USA, und über unseren Kopf hinweg rauscht die Monorail.




Na, mal sehen, was mich wohl gleich bei Journey into Imagination erwartet. Dieser Ride stammt zwar ursprünglich aus der gleichen Epoche wie die Dinosaurier im Universe of Energy, doch vor einiger Zeit wurde er ja generalüberholt und außer Figment, dem kleinen lila Drachen, der die Mitreisenden in der Welt der Vorstellungskraft begleitet, blieb kaum etwas erhalten.

Ich hatte schon mal Aufnahmen der alten Fahrt gesehen und kannte auch die dazu passende Musik von diversen CDs und mochte das, was ich dort gesehen und gehört hatte. Umso enttäuschter bin ich von dem, was sich mir nun bietet. Das Nostalgische, was mir auf den Aufnahmen immer so gefiel (anders als bei den Dinosauriern), fehlt gänzlich und im Großen und Ganzen ist Figments bunte Welt zwar ganz nett, aber es fällt mir unheimlich schwer, den eigentlichen Sinn hinter dem Gesehenen zu begreifen. Das liegt aber auch daran, dass ich vergesse, auf das zu achten, was gesagt wird ;) Grob gesagt geht es aber um die 5 Sinne und wie man damit spielen kann.




Alles ist ein bisschen verwirrend und ich hoffe, dass ich dem Geschehen besser folgen kann, sollte sich noch einmal die Möglichkeit zu einer Fahrt ergeben. Falls nicht, würde ich es aber auch überleben.

Ebenfalls relativ neu ist die nächste Fahrt, die wir ansteuern: The Seas with Nemo and Friends. Wagen in Muschelform bringen uns in die sehr hübsch gestaltete Unterwasserwelt des kleinen Clownfischs, in der dessen Geschichte anhand von Filmprojektionen und dreidimensionalen Figuren und Szenen erzählt wird.




Besonders nett ist der letzte Teil der Fahrt, in dem Nemo und Co. zwischen sehr realen Fischen in ebenso realen Aquarien auftauchen und dazu ein Liedchen trällern, das uns später auch bei “Nemo - the Musical“ im Animal Kingdom noch einmal begegnen wird.

Insgesamt ist Nemo eine niedliche Familienattraktion. Nicht spektakulär, aber sehenswert. Danach geht es durch die Tanks, in denen die Fische hier zuhause sind, und noch einmal durch die Welt von Nemo, hinaus an die frische Luft.






Wie ich im Laufe des Tages noch erfahren werde, hält Epcot noch einige Attraktionen mit eben diesen Merkmalen bereit. Die nächste auf unserem Weg ist Living with the Land, inzwischen ja leider ohne einen eigenen CM je Boot, sondern mit den passenden Infos zur Fahrt vom Band.

Für die Nicht-Eingeweihten eine kurze Erklärung: bei Living with the Land handelt es sich um eine geruhsame Bootsfahrt, auf der man eine Blick in die disneyeigenen Forschungslabore werfen kann. Man erfährt allerhand über die Kultivierung von verschiedenen Gemüsearten, Fischzucht (die Flounder besonders faszinierend findet) und was weiß ich, was noch alles (ich weiß es tatsächlich nicht mehr, kann nicht so interessant gewesen sein), jedenfalls alles noch unter dem Gesichtspunkt Umweltschutz, usw. (glaub ich… man möge mich verbessern, falls ich gänzlich daneben liege).

Jedenfalls gibt es weißen, ordentlich geharkten Sand unter futuristisch anmutenden Pflanzkonstruktionen, eine Zuchtstation für Kürbisse in Mickeyform, Fischbassins deren Population es mit dem Inhalt jeder Sardinendose aufnehmen könnte (die armen Fische!!!) und auch sonst noch allerhand. Irgendwie wirken die Gewächshäuser, die wir durchqueren, als stünden sie auf dem Mond. Vielleicht, weil es so vollkommen anders ist, als alles, was man sonst so bei Disney zu sehen bekommt.






Irgendwann werde ich diese Fahrt sicher noch mal mitmachen, denn diesmal konnte ich mich noch nicht endgültig entscheiden, ob ich sie interessant oder langweilig finden soll.

Irgendwie hat mich der Anblick von soviel Gemüse hungrig gemacht und da es inzwischen halb zwei ist und wir noch keine feste Nahrung zu uns genommen haben, entscheiden wir, im Counter-Service-Restaurant Sunshine Seasons, an dem wir sowieso vorbei kommen, etwas an diesm unhaltbaren Zustand zu ändern. Für mich gibt’s Pepper Pot (Suppe), Salat und einen Asian Chocolatecake (abartig süß aber lecker, er lachte mich so an in der Auslage), and Flounders goes fort the Chicken Wrap with gaaaaanz viel Soße.




Gut und günstig gegessen und frisch gestärkt für neue Abenteuer schnappen wir auf dem Weg zur nächsten Attraktion noch ein paar Eindrücke auf.




Jetzt bringt das Fischlein, das gern fliegen möchte, seinen Fast Pass zum Einsatz und startet nun endlich bei Mission:Space durch. Ich beziehe derweil Quartier auf der gleichen Bank, wie beim ersten Mal und warte. Zum Glück das letzte Mal für heute.

Diesmal ist das Grinsen auf Flounders Gesicht beim Verlassen der Attraktion nicht mehr ganz so breit und er beschreibt seinen Weltraumflug als eher ernüchternd. Zwar sehr eng, aber ansonsten eher harmlos. Und dabei ist er wohlgemerkt nicht mit der Light-Version geflogen. Da hatten wir vorab aber schon ganz andere Geschichten gehört…

Trotzdem begnüge ich mich mit der Außenansicht des Gebäudes, denn ich erinnere mich noch „vage“, dass mein liebes Fischlein auch den Tower of Terror als harmlos bezeichnet hatte und ich trotzdem 1000 Tode in dem Ding gestorben bin.

Huhu, hier ist ein Fisch ;) Also, mein kurzes Statement zu Mission: Space ist tatsächlich ernüchternd. Aufgrund sämtlicher Vorberichte, Warnungen vor der Fahrt und was man sonst noch so hören und lesen konnte bin ich mit einer gehörigen Portion Respekt an die Sache herangegangen. Aber mutig wie ich gerne sein möchte nehme ich natürlich die orangefarbene Karte, die mich zur Fahrt mit Spinning-Effekt berechtigt. Preshow und Warteschlange kenne ich schon vom Vormittag und kann sie relativ schnell als unspektakulär einordnen. Hat man doch im Grunde alles schon einmal gehört und wartet nur auf den Abschuß. Dass tun übrigens auch die anderen Gäste neben mir – und erstaunlicherweise ist es in der Preshow auch gänzlich ruhig. In anderen Preshows hört man die Gäste ständig reden, aber hier ist alles mucksmäuschenstill. Liegt es daran, daß keine Kinder vorhanden sind oder ist es einfach die Anspannung? Ich denke eher zweiteres, denn das Gefühl der Anspannung liegt auch über mir.




Jetzt gehen die Türen auf und wir werden unseren Eingängen zugeordnet. Ich darf an der 1 warten, wie bereits heute Vormittag. Ist das ein gutes Omen? Noch ein kleines Filmchen bereitet uns auf das vor, was gleich kommen wird. Und dann ist es soweit. Ich darf als erster rein, nachdem mir die Position eines Navigators zugeteilt worden ist. Ich quetsche mich durch die enge Kapsel und verstehe jetzt, daß die Fahrt nichts für Personen mit Platzangst ist. Prima, dass ich keine habe ... nun, zumindest keine allzu ausgeprägte. Und so fühle ich mich auf einmal ganz furchtbar eingeengt, als die Tür zugeht und auch noch der Vorderteil der Kapsel mir näher rückt. Gerne würde ich wieder aussteigen. Aber dann beginnt der Film vor mir und ich merke, wie ich anfange zu grinsgen. Wow, klasse gemacht! Der Start ist wirklich authentisch (ok, ich kenne natürlich nicht das Gefühl eines echten Starts, aber ich nehme das einfach mal an und fühle mich wie in den Weltraum geschossen). Das war es aber auch schon. Danach fühle ich mich eher wie in einer eingeengten Version von Star Tours, nur etwas moderner. Gemeinsam mit meinen Kapselgenossen erreichen wir den Mars, nachdem wir vorher nochmal eben 3 Monate geschlafen haben, und das war es auch schon. Jetzt schnell raus hier, durch eine vollgepropfte Halle mit Spaceutensilien und natürlich dem obligatorischen mehr oder weniger kleinen Laden am Ende der Attraktion.






Irgendwie froh und doch ein wenig enttäuscht komme ich nach draußen, um Pal Mickey und dem Vögelchen meine Geschichten aus dem All zu erzählen. Mickey freut sich so sehr, dass er mir gleich seinen Hut schenkt :D




Aber wollen wir doch wieder dem Kolibri lauschen und hören, wie es von seiner Seite aus weitergeht.

Der halbe Tag ist vorbei und fast alle wichtigen Attraktionen Future Worlds liegen hinter uns. Eigentlich wäre es dann doch jetzt an der Zeit, den zweiten Teil des Parks, den World Showcase, zu erkunden. Darauf hatte ich mich besonders gefreut.

Doch halt! Da war doch noch was… *kratz-am.Kopf*.... ach ja! Spaceship Earth! Auch hier sind die ca. 2 Minuten Wartezeit gerade noch so zu verkraften und so habe ich schon kurze Zeit später das Vergnügen, einen meiner neuen Lieblingsrides kennen zu lernen. Wenn ich so darüber nachdenke, ist die Fahrt in der Kugel die einzige in allen Parks, von der ich vorher noch nie bewusst irgendwas gesehen oder gelesen hatte. Bis heute Morgen war ich eigentlich sogar der Meinung, in Epcots Wahrzeichen sei gar nichts außer Luft und vielleicht einem Hidden Mickey, den niemals jemand finden wird.




Zu Beginn der Fahrt kann man auf einem Monitor in jedem Wagen zunächst einmal die Sprache auswählen, in der man das Kommende erleben möchte und auf einer Landkarte angeben, woher man stammt. Den folgenden Teil, eine Zeitreise durch die Welt der Kommunikation, finde ich wunderschön gestaltet, die Stimme der Erzählerin (englisch) [Anm.d.F.Judi Dench] ist sehr sympathisch und angenehm und der Sternenhimmel, der sich im Anschluss über einem wölbt, ist sowieso genial. Sternenhimmel sind toll. Sogar fast noch toller als Palmen ;)

Sehr nett finde ich auch den letzten, interaktiven Part. Halb im Sitz liegend fährt man in aller Ruhe rückwärts wieder nach unten. Um einen herum wird es langsam dunkler und in jedem Wagen leuchten die Displays wieder auf. Man bekommt nun einige Fragen darüber gestellt, wie man sich seine Zukunft vorstellt. Hat man alle beantwortet, heißt es: „Stay tuned… we’re building your Future“. Das Ergebnis ist quasi eine Präsentation der eigenen Zukunft in Form von grafischen Bildchen im Stil der 50er Jahre. Das Lustige dabei ist, dass auf jedem Bild auch immer zwei Figuren zu sehen sind, die netterweise die Gesichter der Personen haben, die im jeweiligen Wagen sitzen und die ja zu Beginn fotografiert wurden.

Nach Verlassen der Attraktion kann man alle Gesichter dann auch noch einmal auf einem riesigen Globus wiederfinden. Irgendwann verschwinden sie dann wie Sternschnuppen jeweils in dem Land, das man zu Beginn der Fahrt ausgewählt hat.

Ach ja… und die lustigen Grafikbildchen aus der eigenen Zukunft kann man hier außerdem noch als E-Card verschicken.

Kurz: Ich find’s sehr gelungen und diese erste Fahrt war sicherlich nicht meine letzte.


Leider endet der Bericht für diesen Tag schon wieder vor dem Ende. Aber der nächste halbe Tag, der uns in den World Showcase führt, folgt ganz bald!

Gute Nacht und Guten Morgen sagen ...

der Kolibri und Herr Fisch :mw
 
Zuletzt bearbeitet:
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Um euch nicht zu lange auf die Folter zu spannen, setze ich mich heute sogar schon in meiner spärlichen Mittagspause hin und schreibe weiter, damit Herr Flounder heute Abend auch nur noch mit Bildern und eventuell dem ein oder anderen Filmchen nachwürzen muss.

Bevor es weiter geht, möchte ich gern noch ein Fazit bezüglich Future World kundtun: Als wir Epcot betreten haben und ich mich erstmals mit diesen so merkwürdigen wie unterschiedlichen Pavillions konfrontiert sah, stachen mir zunächst nur sehr viel Beton und reichlich Ecken und Kanten in die Augen.

Diese Ansammlung futuristischer und zugleich sichtbar veralteter Architektur wirkte nur wenig einladend und ziemlich ungemütlich. Doch im Laufe der ersten Tageshälfte hatten wir dann doch die Chance, uns genauer umzusehen und so allmählich gefiel mir, was ich sah. Zunächst hatte ich es gar nicht bemerkt, aber auch hier, inmitten der Betonwüste, ist überall Grün. Viele bunte Beete, die vielfach gerade für das Flower and Garden Festival umgestaltet wurde und natürlich… Palmen. Ach ja, und Wasser. Es gibt kaum eine Attraktion, die nicht irgendeinen Brunnen, ein Wasserspiel oder eine Abkühlstation (wie zum Beispiel die Waschanlage bei Test Track) hat. Im weiteren Verlauf unseres Urlaubs gefiel mir Future World jedenfalls immer besser.

Und um noch mal auf das Thema Wasser zurück zu kommen, so setzt es sich im gesamten World Showcase nahtlos fort. Abgesehen von der herrlichen World Showcase Lagoon, um die herum die einzelnen Länder angeordnet sind, hat jedes einzelne Land auch noch mindestens einen Brunnen, einen Wasserfall einen kleinen Teich oder eine Bootsattraktion zu bieten, manchmal auch mehrere Dinge zugleich.

Da der Park insgesamt ziemlich leer ist, beschließen wir, einfach ein Land nach dem anderen mit seinen jeweiligen Attraktionen zu entdecken.

Wir beginnen auf der linken Seite der Lagune in Mexiko. Dies ist das Land mit den wenigsten landestypischen Gebäuden. Neben einem Gebäude rechts des Weges, direkt am Wasser, in dem ein Restaurant untergebracht ist, gibt es nur noch eine Stufenpyramide zur Linken (eben so ein Inka-, Maya- oder Azteken-Ding. Was ist es denn jetzt eigentlich?) Von innen ist es jedenfalls sehr schön gestaltet. Man wähnt sich auf einem mexikanischen Marktplatz in den Abendstunden. Hinter einem kunterbunt dekorierten Restaurant sieht man Boote vorbeiziehen, und ein Vulkan stößt von Zeit zu Zeit Wölkchen in Mickey-Form aus, doch man muss schon sehr genau hinschauen, um das zu erkennen. Überhaupt ist hier alles sehr bunt und genauso klischéehaft, wie auch alle anderen Länder (was ich jetzt aber natürlich noch nicht weiß ;) ) Die schon erwähnten Boote hinter dem Restaurant gehören zum Rio del Tiempo, dem Fluss der Zeit. Eine beschauliche Fahrt (Grand Fiesta Tour) führt vorbei an mexikanischen Landschaften und alltäglichen Szenarien. Untermalt wird das Ganze von Filmprojektionen, die zum Beispiel Sehenswürdigkeiten oder typische Feste zeigen, immer gekrönt durch spaßige Einlagen von Donald Duck und seinen Gefährten aus dem Film Die drei Caballeros. Eine nette Fahrt, die Kindern sicher am meisten Spaß macht.

Kunterbunte, authentisch mexikanische Souvenirs kann man natürlich auch noch erstehen, bevor man sich vom heißen Südamerika auf direktem Wege in den eisigen europäischen Norden, nach Norwegen, begibt.

Wenn die angebotenen Erinnerungsstücke allerdings ebenso typisch sind, wie die in Deutschland angebotenen (wovon auszugehen ist), dann sollte man wohl lieber die Finger davon lassen. Vor allem sind sie hoffnungslos überteuert.

Was jedoch auffällt ist, dass fast alle Souvenirs im World Showcase nahezu disneyfrei sind. Ganz ohne die Ein-Meter-Maus kommt man zwar auch hier nicht aus, aber man findet wirklich nur sehr wenige Abkömmlinge der bekannten Sippschaft.








Doch sehen wir nun, was das Land der Fjorde und der Mittsommersonne für uns bereithält. Vom Maelstrom hat man ja schon so Einiges gehört und ich bin schon gespannt, was mich erwartet. Es ist überraschend warm in Norwegen, so um die 26°C, im März eher ungewöhnlich in diesen Breiten, aber daran stören wir uns nicht wirklich und erobern per Wikinger-Boot das Land der Trolle und Eisbären, tief in düsteren Höhlen verborgen. Die Szenerien sind eher düster und bieten ein breites Spektrum von der nordischen Tierwelt über die sagenhaften Trolle bis hin zu Ölbohrplattformen in der Nordsee. Ein paar Stromschnellen, Wasserfälle und Rückwärtsfahrten verleihen dem Hochseeabenteuer (wie es sich nennt) einen zusätzlichen Spaßfaktor.

Obwohl ich nach allen zuvor gelesenen Berichten eigentlich mehr erwartet hätte, hat mir die Fahrt gefallen. Sie hätte aber gern ein bisschen länger ausfallen dürfen.

Ansonsten ist die Kirche, die man zu Beginn passiert, wenn man Norwegen erreicht, tatsächlich sehr authentisch, ebenso wie die bunten Holzhäuser, die sich um einen kleinen Platz vor dem Eingang zum Maelstrom gruppieren. Wobei man eigentlich sowohl das Eine als auch das Andere fast überall in Skandinavien findet (ich spreche da ausnahmsweise aus Erfahrung).




Der Süden und der Norden sind damit schon mal abgegrast, was wäre da nahe liegender, als uns jetzt mal einen Eindruck vom Osten zu verschaffen. China liegt nur einen Katzensprung entfernt und wartet mit dem auf, was man eben in der westlichen Welt unter chinesischer Architektur versteht. Rot, Gold und Weiß sind die vorherrschenden Farben und überall sieht man verschnörkelte Blumenmuster, chinesische Drachen und Statuen von Fabeltieren. Ein reich verziertes, von steinernen Löwen flankiertes Tor bildet den Eingang, dahinter stehen eine Pagode und ein Tempel. Soll das nicht sogar eine Nachbildung des Tempels in der Verbotenen Stadt sein? Doch, ich meine, da war so was. (Wer weiß es, wer weiß es???) Aber wenigstens hat man es sich gespart, überall Mao-Bilder anzubringen. Das wäre dann vielleicht ein bisschen zuviel Authentizität gewesen. Im Inneren befindet sich ein 360°-Kino und man kann sich Repliken von Artefakten aus der chinesischen Vergangenheit ansehen, wie z.B. die Terrakotta Armee.

Gleich hinter dem Eingangstor treten mehrmals täglich Akrobaten auf. Mal sind es Kinder, die sich zu Pyramiden auftürmen, mal junge Damen, die mit Tellern und Reisschalen jonglieren oder eben sonst eine nette Darbietung.

Wenn wir schon mal hier sind betrachten wir auch gleich die Figuren auf dem Dach des Nine Dragons Restaurant, zu denen ich irgendwann mal eine Frage hier in der Quizshow gestellt hatte. Schließlich will man doch wissen, wovon man redet(e).

Reflections of China, einen 360°-Film, haben wir uns dann natürlich auch noch angesehen. Mir wird zwar immer ein wenig übel in solchen Circlevision-Kinos, aber die Bilder, die wir dort zu sehen bekommen, finde ich wirklich beeindruckend und ich mag den knuffigen, chinesischen Großvater, der den Erzähler gibt. Insgesamt ein sehr stimmungsvoller Film, mitunter etwas kitschig, aber schön.




So, genug China für heute. Es gibt doch noch so viel mehr zu sehen.

Über eine Brücke erreichen wir Afrika. Eigentlich keins der 11 vertretenen Länder (ist ja auch ein Kontinent), aber immerhin durch einen Erfrischungs- und einen Souvenirstand vertreten. Gelegentlich treten auch ein paar - wahrscheinlich echt afrikanische - Trommler auf, und wenn sie gerade nicht da sind, kann man sich selbst als an den Instrumenten versuchen.






Doch diese Erfahrung sparen wir uns und erreichen wenige Meter entfernt unser Heimatland. Was wir dort sehen ähnelt jetzt zwar nicht gerade den Gegenden, aus denen wir stammen, also Rheinland und Münsterland, aber irgendwo wird es schon eine paar Leute geben, die etwas Ähnliches von zu Hause kennen. Wahrscheinlich sind das die gleichen, die auch ständig von Menschen in Kniebundhosen mit Hosenträgern oder in Dirndln umgeben sind und sich ausschließlich von Sauerkraut, Bratwurst, Brezeln und Bier ernähren.

Die Vorlage für ein Gebäude zu unserer Rechten befindet sich angeblich in Freiburg, für den Rest stand Rothenburg Pate. Beurteilen kann ich es leider nicht, da ich weder das Eine noch das Andere kenne, aber ich gehe mal davon aus, dass zumindest entfernt was dran ist.

In den Geschäften wundere ich mich über Toblerone, die ja bekanntlich aus der Schweiz kommt und obendrein 6$ kostet, sowie Schokolade aus Belgien und Tüten mit diesen bekannten Gebäckmischungen, die man in bei uns in jedem Discounter für ein paar Cent erstehen kann. Seit wann ist billig typisch Deutsch?

Aber so genau schaue ich mich an diesem Tag dann doch nicht mehr um. Sicher gäbe es noch mehr zu entdecken, über das ich den Kopf schütteln könnte, doch wir werden sicher zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zurückkehren.

Allerdings sollte ich noch erwähnen, dass ich mir in Deutschland einen Epcot Passport zulege, mit dem ich vorher schon geliebäugelt hatte. Es handelt sich dabei um ein dunkelblaues Heftchen, das optisch einem Reisepass nachempfunden ist, den der goldfarbene Epcotschriftzug ziert, darunter ein Ring aus den Flaggen aller 11 Länder, darin angedeutet das Spaceship Earth, die winzigen Silhouetten aller Länder, außerdem Mickey in Präsentier-Pose und ganz unten eben das Wörtchen „Passport“. Dazu erhält man einen Button mit dem gleichen Schriftzug und dem Flaggenring (allerdings in bunt) und 11 Stickerbögen, mit je 7 Aufklebern (eine Flagge und 6 Fotos) zu jedem Land des World Showcase.

Mit diesem Ausweis begibt man sich dann jeweils zum Kidcot (Mal- und Bastelecke für Kinder) in dem Land, das man gerade besucht und erhält dort zwei Stempel und einen Gruß in der Landessprache in den Passport. Das Ganze kann man dann noch mit den passenden Stickern ergänzen. Für 9,95$ durchaus erschwinglich und eine schöne Idee, nicht nur für Kinder.

Die deutsche CM, die den Pass abstempelt und den Gruß hineinschreibt, trägt sogar meinen Namen (nein, sie heißt nicht Kolibri). Als ich mich zum Gehen wende und mal wieder über irgendein Souvenir ungläubig den Kopf schüttle, grinst sie und sagt: “Ja, das ging uns allen am Anfang so.“

Zu dem deutschen Bereich gehört übrigens auch eine Miniatureisenbahn, die liebevoll gestaltet ist und gleich neben dem Pavillion verläuft. The Romantic Road to Würzburg besagt ein Schild über der Bahn. Da wir beide weder Würzburg noch die besagte romantische Straße kennen, lernen auch wir etwas neues über unsere Heimat.




Inzwischen ist es spät geworden und wir beschließen, uns die übrigen Länder rund um die Lagune an einem anderen Tag anzuschauen. Wir wissen ja, dass uns außer Gebäuden, Souvenirs und zwei weiteren Filmen in Frankreich und Kanada nichts wirklich Interessantes mehr erwartet. Wir entwerfen ratzfatz einen Plan B, schießen im Vorübergehen nur noch vereinzelte Fotos der anderen Länder und wollen, nach einer weiteren Reise durch Spaceship Earth, mit der Monorail ins Magic Kingdom übersiedeln und später zurückkehren um Illuminations zu sehen.

Wir passieren also im Schnellschritt Italien ...






The American Adventure ...




Das Land der aufgehenden Sonne ...




Marokko ...




Frankreich ...




Das Vereinigte Königreich ...




Und zuletzt noch Kanada ...




Ich bin überascht zu sehen, dass es technische Probleme nicht nur im DLRP gibt sondern dass sie scheinbar in keinem Freizeitpark zu vermeiden sind. Nicht mal in Walt Disney World. Um’s auf den Punkt zu bringen. Spaceship Earth ist geschlossen und so machen wir uns gleich auf die inzwischen qualmenden Socken zur Monorail.

Meine erste Fahrt in dem von Flounder so geliebten Zug erinnert mich geruchstechnisch an eine Reise in einer vollen Windel. Denn genau danach riecht es in unserem Wagen. Und dann möchte ich auch gleich noch anmerken, dass diese Art der Fortbewegung zwar ungemein praktisch ist, aber dass die teilweise sehr schmutzigen und auf jeden Fall immer hässlichen Schienen an so manch hübscher Stelle im Resort gänzlich das harmonische Bild stören. Zumindest habe ich das so empfunden. Besucher, die nicht so wild auf Optik sind wie ich und/oder Fans der Einschienenbahn mögen das natürlich anders sehen.

Aber Gestank hin oder her … am Ticket und Transportation Center steigen wir in die „Express Monorail to the Magic Kingdom“ um, und schon kurze Zeit später stehe ich zum ersten Mal vor dem Blumenbeet mit Mickeys Kopf (ähnlich dem vorm Disneyland Hotel in Paris) und der Main Street Station, die den heiß ersehnten Schriftzug trägt. Doch viel Zeit, den Augenblick zu genießen, bleibt mir nicht, denn von der Main Street wehen die Klänge der abendlichen Lichterparade Spectromagic herüber. Die Paraden-Musik habe ich vor unserem Urlaub immer zu Hause gehört, wenn mich die Vorfreude packte. Ich find die so wunderschön!!! (Zumindest den Anfang und das Ende) Da stand mir jedes Mal das Pipi in den Augen.

Gleich hinter der Bahnstation stoßen wir auf die uns allen bekannten, typischen Menschenmassen und uns bleibt eigentlich kaum eine andere Wahl, als einfach stehen zu bleiben und zu versuchen, von dieser ungünstigen Position aus möglichst viel mitzukriegen. Für mich, als eher klein geratenen Erdenbürger, ist das nicht viel, doch das macht mir nichts. Ich hab ja die Musik und damit ist die Welt auch schon in Ordnung.

Was ich an dieser Stelle schon sagen kann, ist, dass Spectromagic natürlich wesentlich länger ist als Fantillusion im DLRP, aber letztendlich ist es auch „nur“ eine Lichterparade. Wunderschön anzusehen und sehr vielfältig, aber ich hätte eigentlich noch so ein nettes Gimmick erwartet, wie diese Figuren, die in Paris hin und wieder aus den Wagen kommen. Aber auch ohne solche Special Effects ist es eine sehenswerte Angelegenheit, die man auf keinen Fall verpassen sollte.




Nach der Parade schließen wir uns der Menge an, die hinter den letzten Wagen herschlendert, gehen in aller Ruhe die Main Street hinauf und genießen dabei den Blick auf Cinderellas Schloss, natürlich nicht, ohne wieder mal zu filmen, was das Zeug hält.

Doch die Zeit ist knapp und unser Ziel heißt Splash Mountain. Also biegen wir scharf links ab und begeben uns ins Frontierland. Komisch nur, dass die Wild West Atmosphäre fehlt. Wir wundern uns kurz, und plötzlich geht uns ein Licht auf. Scheinbar sind wir doch ziemlich parisgeschädigt, denn wir haben automatisch den Weg eingeschlagen, der dort eben ins Frontierland führt.

Hier stehen wir nun aber dummerweise im Adventureland und durch’s Frontierland führt gerade die Parade. Das heißt so in etwa, dass dort jetzt sowieso kein Durchkommen ist, und deshalb schauen wir alternativ mal bei den Piraten vorbei. 30 Minuten Wartezeit! Gibt’s ja gar nicht! Genau genommen sieht’s auch gar nicht danach aus und wir fragen vorsichtshalber mal nach, ob die 30 Minuten denn auch realistisch sind. Sind sie nicht. Laut den CMs am Eingang sind’s10… also HINEIN! Tatsächlich entpuppen sich die 10 Minuten dann als ca. 15 Sekunden, wir schwingen uns in ein Boot und schippern gespannt Jack Sparrow und seinen Kollegen entgegen. Davy Jones schaut heute etwas benebelt drein, am Strand liegen ein paar Skelette rum, die scheinbar auch niemand wegräumen will, Captain Barbossa steht säbelschwingend an Bord eines Piratenschiffs und unser aller Jack steht Oskar in der Tonne in nichts nach. Natürlich werden auch hier wunderschöne Damen zum Kauf angeboten, so manch ein Bewohner des Freibeuterstädtchens hat einen oder auch zwei über den Durst getrunken, und die YoHo!-singenden Kumpane sind natürlich auch zugegen.

Wie sich das gehört, sitzt der Hund mit den Zellenschlüsseln im Maul schwanzwedelnd vor den ihn lockenden Piraten, und zum Abschied darf man noch einmal Captain Jack anhimmeln (wenn man das denn will), wie er da in einem Schaukelstuhl inmitten von Schätzen sitzt und irgendwas vor sich hinbrabbelt.

Das sind sie also, die überarbeiteten Piraten. Paris ist schöner! Basta! Von außen sowieso und auch die Fahrt selbst ist besser, obwohl Jack fehlt. Den einen mickrigen Drop beim hiesigen Ride hätte man auch genauso gut weglassen können, dadurch wär’s nicht schlechter geworden. Allerdings kann ich der WDW-Version einen großen Vorzug nicht absprechen: sie ist komplett in Englisch. (Na, so was!!!) Nichtsdestotrotz… Piraten sind Piraten, sie sind irgendwie immer klasse und gehören definitiv zu jedem Disneyaufenthalt dazu.

Nach unserem Ausflug in die Karibik drängt die Zeit. Wenn wir pünktlich wieder in Epcot sein wollen, sollten wir uns zügigen Schrittes zur Monorail begeben, was wir dann auch, für unsere Verhältnisse umgehend, tun. Noch während wir uns von Casey’s Corner bis zum Emporium durchkämpfen (hier vermisse ich zwar die Arkaden, die ich aus Paris gewohnt bin, aber dafür gehen hier alle Geschäfte auf der linken Seite der Main Street (vom Eingang aus betrachtet) ineinander über), füllt sich auch der letzte Winkel zwischen Main Street Station und Schloss mit Menschen, die sich das in Kürze beginnende Feuerwerk ansehen wollen. Wir bekommen davon allerdings nicht mehr allzu viel mit, denn die ersten Raketen werden abgefeuert, als wir schon wieder auf die Monorail warten. Während der Fahrt zum Ticket and Transportation Center und von dort weiter nach Epcot, bieten sich immer wieder wunderschöne Blicke auf die Parks, die beleuchteten Hotels und überhaupt alles. Hach, das ist so schön hier! Mein erster echter Disneytag ist noch nicht mal zu Ende und ich habe schon so viele tolle Eindrücke gesammelt, wie sie so mancher Pauschaltourist in seinem ganzen Urlaub nicht zusammenkriegt.

Eigentlich schade, dass wir uns Wishes im Magic Kingdom nicht doch noch angeschaut haben. Vom Hotel aus waren ja viele Effekte nicht so gut zu erkennen und auch die Perspektive war nun mal eine andere als die, für die das Feuerwerk ausgelegt ist. Illuminations wird da jedenfalls kaum mithalten können, aber mein Interesse ist natürlich schon recht groß, weil ich es noch so gar nicht kenne.

Wie ich das abendliche Spektakel in Epcot dann tatsächlich erlebt habe, erfahrt ihr allerdings erst morgen.


Und ich verrate es Euch auch noch nicht ... sagt der Bilderfisch ;)


Damit also bis später!

Gruß vom Kolibri und Cheers vom Flounder :001:
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Tut mir leid, aber ich bin dieses WE ein bisschen faul. Seit dem Urlaub bestand mein Tag nur aus arbeiten gehen, Wäsche waschen, Tochter kuscheln und bekochen und natürlich Bericht schreiben. Stundenlang wohlgemerkt. Dadurch kam ich immer viel zu spät ins Bett und wollte jetzt einfach mal ein paar Stunden nur faul sein. Gestern waren wir bei Disney on Ice in OB und heute habe ich seeeehr lange geschlafen. Aber jetzt geht’s langsam weiter…

Kommen wir also zu Illuminations:

Wir kommen zeitig genug wieder in Epcot an um uns noch einen schönen Platz in den vorderen Reihen mittig vor der World Showcase Lagoon zu sichern, genau gegenüber des American Adventures. Eigentlich der ideale Platz, auch wenn man von vielen Stellen rund um die Lagune ebenfalls einen sehr guten Blick hat, da das Feuerwerk in vier Richtungen symmetrisch ausgerichtet ist.

Man sollte nur darauf achten, dass man keine Insel oder einen Baum vor der Nase hat. Sehr gute Plätze sind auch in Norwegen, von Deutschland bis Japan und vor einer Baumgruppe zwischen Kanada und England zu finden.

Wir sitzen aber jetzt ganz entspannt mit einem Haufen anderer Leute auf dem noch warmen Boden und lassen erst einmal die wunderschöne Beleuchtung auf uns wirken. Rund um den See sieht man die stimmungsvoll angestrahlten Länder und alle 50 Meter oder so stehen am Ufer große, brennende…äh… ich nenne es mal Fackeln (Flounder wird sicher irgendwann auch noch ein Foto einfügen, auf dem man erkennen kann, was ich meine). Doch auch die abendliche Atmosphäre Future Worlds in unserem Rücken lässt nichts zu wünschen übrig. Spaceship Earth sieht jetzt sogar noch viel beeindruckender aus.

Aus den Lautsprechern hört man recht poppige Musik, die eigentlich nichts mit Disney zu tun hat, untermalt vom Gemurmel der Menschen, und die immer noch milde Nachtluft tut ihr Übriges, damit wir uns einfach wohlfühlen. Noch 10 Minuten bis zum Feuerwerk. Flounder überprüft die Einstellungen des Camcorders, bringt sich allmählich in Position und dann geht es auch schon los.

Eine tiefe, männliche Stimme, die das Bild eines alten, weisen Indianerhäuptlings vor meinem inneren Auge heraufbeschwört, begrüßt uns und erzählt dann kurz, worum es in der gleich folgenden Geschichte aus Feuer, Wasser und Licht, die mitten auf der Lagune stattfindet, geht. Wir werden die Entstehung der Erde vom Urknall bis zu unserer heutigen Welt erleben.

Und dann kommt eine Kleinigkeit, die ich einfach ganz toll finde und über die ich mich auch später immer wieder wie Bolle freue, weil’s so ein netter Effekt ist. Und zwar brennen ja nach wie vor alle Fackeln um den See herum und alles ist beleuchtet, während der Indianer erzählt. Am Ende wünscht er uns viel Spaß und pustet dann sozusagen alle Lichter aus. Hört bei dem dazugehörigen Video einfach mal hin, auch wenn es live natürlich wesentlich besser rüberkommt. Vielleicht haltet ihr mich ja auch für leicht bekloppt, aber manchmal sind es einfach irgendwelche Kleinigkeiten, die für mich eine riesen Menge ausmachen.

Jedenfalls geht es, nach dem die Lichter erloschen sind, mit leiser Musik los, die sich schnell steigert und von einem ziemlich wilden Feuerwerksreigen und respektablen Feuerbällen und Explosionen begleitet wird. Hier wird der Urknall dargestellt.

Anschließend schwimmt ein riesiger Globus, dessen Kontinente aus unzähligen kleinen Lichtern bestehen, in die Mitte der Lagune. Untermalt von bunten Wasserspielen folgt nun ein langer Teil, in dem man auf den Kontinenten mitverfolgen kann, wie sich langsam des erste Leben auf der Erde entwickelt.

Zunächst ist alles noch blau, von Wasser bedeckt, später entstehen die Kontinente, werden von Pflanzen bedeckt, die ersten Tiere entstehen und irgendwann auch der Mensch. Diese Sequenz ist ziemlich lang, einfach um zu verdeutlichen, wie viel Zeit diese Entwicklungen auf der Erde in Anspruch genommen haben. Entsprechend ruhig ist auch die Musik.

Doch bald schreitet die Entwicklung zügiger voran, die Musik wird schneller, die Wasserspiele höher, die Länder am Ufer der Lagune werden in zwei (oder drei?) Schritten mit unzähligen Lämpchen beleuchtet (ähnlich, wie man es von der abendlichen Main Street kennt), was den Zuschauern Laute des Entzückens entlockt, und bald beginnt auch das Feuerwerk wieder, und zwar ein wirklich tolles. Dann folgt noch einmal ein kurzes, knalleffektfreies Stück, begleitet von einem passenden Lied (wäre auch doof, wenn’s nicht passen würde) und dann folgt die finale Feuerwerksszene, die im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Knaller endet.

Das gerade erwähnte Video ist in 2 Teilen zu sehen. Viel Spaß!


[ame="http://www.youtube.com/watch?v=YqYT_brM_20"]Teil 1[/ame]

[ame="http://www.youtube.com/watch?v=gqzCVxKqQUM"]Teil 2[/ame]



Das Vögelchen ist hin und weg! Wie schön! Wie WUNDERSCHÖN!!! Da kann Wishes doch sofort einpacken. Ich habe mal wieder Tränen in den Augen, aber diesmal vor lauter Begeisterung und Rührung. Perfekter hätte so ein ohnehin schon toller Tag gar nicht enden können. Ich bin ein sehr visueller Mensch, mag alles, was schön aussieht. Das können Sonnenstrahlen sein, die im nebligen Wald durch die Bäume fallen, ein roter Mond, der über einer ewig weiten Ebene steht, das erste Schneeglöckchen im winterlich grauen Blumenbeet oder eben ein wunderschön angelegter World Showcase mit hunderttausend Details und ein grandioses Feuerwerk, das sich im Wasser spiegelt.

Es gibt da zahlreiche hitzige Diskussionen zwischen Illuminations-Befürwortern und -Gegnern im Netz. Die einen lieben es, die anderen finden’s total doof. Meine Position habe ich wohl unmissverständlich rübergebracht.

Der zweite Teil, in dem sich nur der leuchtende Globus auf dem Wasser dreht, zieht sich ganz schön, wenn man nicht weiß oder erkennt, was auf den Kontinenten passiert und ich kann verstehen, wenn’s dann so Manchem zu langatmig wird, aber WENN man die Geschichte kennt und darauf achtet und die Musik dazu genießen kann, dann ist es fantastisch. Ich glaube, Merlin vom Stern weiß, wovon ich spreche ;)

Es ist spät geworden und alle Attraktionen des Parks haben inzwischen geschlossen. In aller Ruhe bummeln wir durch Future World, schauen noch in das ein oder andere Geschäft, wobei Flounder gleich noch eine Sammlerbox mit 5 DVDs ersteht, und genießen ansonsten die Atmosphäre und die Tatsache, dass wir nun endgültig Urlaub haben. Besonders bemerkenswert ist, dass das Fischlein mit der Obsession für alle technischen Geräte, die eine Linse haben, nicht ein einziges Foto macht und nicht eine Minute in filmischer Form festhält.

Nutzt also eure Fantasie und stellt euch einfach das Schönste vor, das euch einfällt. Dann wisst ihr vielleicht ungefähr, wie es uns gerade geht ;)

Gegen 22 Uhr verlassen wir Epcot für heute. Wir können nicht leugnen, dass unsere Füße nicht mehr ganz so fit sind wie noch vor rund 15 Stunden (wer die Wegstrecke kennt, die wir heute zurückgelegt haben, wird das nachempfinden können) und auch sonst fordert der Körper Tribut. Doch bevor wir uns dem wohlverdienten Nachtschlaf hingeben, fahren wir die wenigen Meilen von Epcot zum Motel, stellen den Wagen ab und huschen dann noch schnell in den Publix schräg gegenüber. Wir decken uns mit Getränken, Chips und Süßigkeiten ein und verkriechen uns kurze Zeit später in unseren ca. 329 Kissen. Und während das scheinbar unermüdliche Flossentier noch die Fotos auf’s Notebook zieht, dämmere ich schon nach wenigen Augenblicken weg.





[Foto 1: Publix; Foto 2: Werbung für das, was wir gerade erlebt haben; Foto 3: Auf dem Weg zurück ins Zimmer ein Schnappschuss von Kissimmee Oldtown]

Falls also noch Irgendwas Aufregendes passiert ist, kann Flounder gern noch ein paar ergänzende Worte hinzufügen.

Es grüßen der Kolibri ... und der Fisch, der schon während des Überspielens der Fotos ins Reich der Träume überging und somit diesem wunderbaren Tag nichts hinzuzufügen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
MinnieMouse blättert noch in der Broschüre
Schön, schön, schön und nochmals schön .....

Ich mag Reflections of Earth auch und überhaupt gefällt mir die World Showcase Lagoon in Epcot sehr gut, wogegen ich mit Future World relativ wenig anfangen kann .... außer es handelt sich um Soarin, dieser Ride ist mehr als genial ......
 
Nala Knuddellehrerin
Teammitglied
Ich liebe den Bericht auch, aber da ich ihn schon 2mal gelesen hab, gucke ich mir z.Zt. eher nur die ganzen schönen Bilder an :giggle:!

Und ich würde sagen, dass IllumiNations meine liebste Abendshow in ganz WDW war :nick Es ist schön, Fotos und Videos davon zu sehen - doch das Feeling ist einfach einzigartig, wenn man direkt dabei ist :)!
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Tag 5
Dienstag, der 4. März 2008

Der nächste Tag beginnt wie jeder andere auch: die Sonne geht auf.

Erfreulich, denn auch wenn Freizeitparks im Dunkeln immer einen ganz besonderen Charme haben, so möchten wir das Magic Kingdom, dessen Besuch heute auf unserem Plan steht, zuvor auch gern im Hellen bewundern dürfen.

Doch halt… vor all dem steht ja auch schon wieder ein Besuch im Contemporary Resort an, und das ist auch gut so. Denn nachdem wir die letzte brauchbare Mahlzeit gestern am späten Mittag in Epcot zu uns genommen haben, gelüstet es uns nach ein wenig fester Nahrung, die diese Bezeichnung auch verdient.

Da kommt ein Character Breakfast im Chef Mickey‘s ja gerade recht. Die Reservierung hat der Fisch schon vor etlichen Monaten gemacht und zwar für 7 Uhr 20, damit wir anschließend noch der Eröffnungszeremonie des MK beiwohnen können.

Wir erreichen unser erstes Tagesziel auch recht pünktlich, bekommen zügig einen Tisch mit Blick auf Cinderella’s Castle zugeteilt und stürzen uns nach einem Blick auf die Uhr ebenso zügig auf das Buffet. Bei dessen Anblick wird uns jedoch schnell klar, dass wir die Eröffnung des nahe gelegenen Parks wohl doch an einem anderen Tag erleben werden.

Also, durchatmen und in aller Ruhe bedienen.

Die Auswahl lässt nichts zu wünschen übrig. Frisches Obst, Joghurt, Müsli, Bagels, Käsewürfel, Frischkäse, Mickey-Waffeln, Pfannkuchen mit oder ohne Ahornsirup, Würstchen, Speck, Lasagne, Omelett, Aufläufe, Pizza, French Toast, Kartoffelspalten, Hash Browns, alle möglichen Flakes und noch mindestens 1.000 andere Köstlichkeiten. Wir futtern uns im Laufe unseres Besuchs mehr oder weniger einmal durch’s Sortiment (wobei wir die Flakes bis zum Schluss übersehen) und bekommen von unserem Kellner die ganze Zeit O-Saft nachgefüllt.

Etwas lästig ist nur, dass wir ständig massiv beim Essen gestört werden.

Nacheinander kommen Donald, Goofy, Minnie und Mickey und jeder einzelne will ein Foto mit uns machen. Mal mit dem Fisch, mal mit mir und dann nerven sie sogar noch die Leute vom Nebentisch, damit sie ein Foto mit uns beiden bekommen.

Aber man will ja nicht unhöflich sein, und so lassen wir den Vieren ihren Spaß ;)






Nachdem wir uns wirklich kugelrund gefuttert haben (wer weiß, wann wir wieder was zu essen bekommen?), ist es tatsächlich schon recht spät und jetzt drängt es uns doch hinüber zum Magic Kingdom. Eigentlich könnten wir von hier aus bequem zu Fuß gehen, aber wir dürfen nur 3 Stunden am Hotel parken und müssen leider zum Ticket and Transportation Center fahren und dort in die Monorail umsteigen. Doch da wir die Eröffnung ja sowieso schon verpasst haben, brauchen wir uns auch nicht zu hetzen.

Ach… und dann sind wir ja auch heute verabredet. Und zwar mit Silke, Alex und deren Töchterchen Tyra-May aus einem anderen Internet-Forum. Ein paar SMS später sind beide Parteien im Glauben, es sei ein Treffpunkt ausgemacht, und so warten wir schon freudig vor der Main Street Station während unsere Tagesgefährten die Monorail Station am Ticket and Transportation Center nach uns absuchen. Doch ein finaler Anruf bringt endlich Licht ins Dunkel, gerade rechtzeitig, bevor der Akku des Handys für den Rest des Urlaubs den Geist aufgibt. Wie gut, dass wir für die übrigen Tage keine weiteren Verabredungen getroffen haben.

Außerdem hat Flounder die Wartezeit ja sinnvoll genutzt und zur Abwechslung mal ein paar Fotos gemacht







Nachdem unser Fünfergrüppchen dann endlich zusammengefunden hat, verlieren wir auch keine Minute mehr und erobern den Park. Beim Anblick der 17 Monate alten Maus im Buggy wird mein geschundenes Mutterherz ganz weich und weil ich schon, böse wie ich bin, meine eigene Süße zu Hause gelassen habe, muss nun dieses Kind dran glauben. Ab der Main Street schlüpfe ich in die Rolle der persönlichen Kinder-Entertainerin. Wir tanzen zu der Sangeskunst einiger Damen im Jahrhundertwende-Kostüm und trotzen tapfer der Übermacht der Eindrücke. Wer wird denn da von Reizüberflutung sprechen??? ;)




Doch heute geht es zügig voran. Die kleine Familie an unserer Seite verbringt nur einen Tag hier im Land der Maus, und so halten wir uns nicht allzu viel mit Fotografieren und Filmen auf *hüstelhüstel*. Unser erstes Ziel heißt Haunted Mansion. Der Park ist überschaubar voll und die Wartezeiten somit gering.




Tja, was soll ich sagen? Das Geisterhaus liegt nett da, in einer Ecke des Liberty Square, aber ehrlich gesagt finde ich das Pendant im DLRP einen Tick mehr … na eben „haunted“. Doch warten wir ab, wie uns die Geister im Inneren empfangen werden.

Auf jeden Fall anders als in Paris, und irgendwie fühle ich mich hier besser aufgehoben. Insgesamt kommt mir die Fahrt kürzer vor, aber es gibt sehr viel Neues zu entdecken. Besonders der Dachboden und die Friedhofszene gefallen mir wesentlich besser. Hier gibt es zwar weniger Skelette, aber es macht einfach mehr Spaß. Beim nächsten Besuch werde ich auch sicher noch viel mehr Eindrücke mitnehmen. (Am Ende unseres Urlaubs werden wir keine Attraktion so oft besucht haben, wie das Haus der 999 Geister.)

Vom Liberty Square gehen wir auf direktem Weg weiter in die hintere Ecke des Frontierlands, wo wir uns zunächst Fast Pässe für den Big Thunder Mountain holen.

Doch jetzt ist es endlich soweit!!! *Trommelwirbel*… das Vögelchen darf endlich Splash Mountain fahren. Den sagenumwobenen, viel gepriesenen Drop erleben und dabei hoffentlich nicht vollkommen nass werden. Zunächst beobachte ich einige der herabstürzenden Baumstämme, höre mir das Geschrei der Leute an und schätze den anschließenden Wassergehalt ihrer Kleidung. Ich komme zu dem Schluss, dass die Fahrt für mich geeignet ist und begebe mich mit Flounder ins Abenteuer. Er ist hier bei Bruder Hase und Bruder Bär voll in seinem Element. Nicht umsonst zählt der Zip-a-dee-doo-dah-Berg zu seinen liebsten Attraktionen.

Wir landen ganz hinten im Baumstamm und ich bin beruhigt, denn der Platz mit der höchsten Durchweich-Quote ist vorne rechts.

Als es losgeht, bin ich ganz aufgeregt. Ich traue grundsätzlich keiner Fahrt mehr über den Weg, von der Flounder zuvor behauptet hat, sie sei harmlos.

Und das ist sie auch nicht. Meine Tochter hätte die Pimpernellen gekriegt ob der zahlreichen Wasserfälle, aber Mama hat Spaß für zehn. So süß ist das mit den Szenen aus Onkel Remus Wunderwelt, zwischendurch sanfter Nervenkitzel und dann die Unheil verheißenden Geier, kurz bevor man in der Tiefe das Dornendickicht erblickt, in das man dann rettungslos hinabstürzt. Ich schreie wie verrückt, denn das mache ich immer, wenn ich irgendwo abstürze, aber anders als bei ToT habe ich hier zugleich noch ein Grinsen im Gesicht. Und nass werde ich auch kaum. Schöne Fahrt das! Erleichtert genieße ich die letzte Szene mit den tanzenden Hühnern auf dem Raddampfer und was eben sonst so zu sehen ist und entsteige hochzufrieden dem merkwürdigen Boot. Das war sicher nicht der letzte Besuch in dieser Ecke des Frontierlands.

Wir nutzen noch den Babyswitch (eine willkommene Gelegenheit für den Plattfisch zum Fotografieren), denn Silke und Alex sollen schließlich auch was von ihrem Besuch haben, und dann geht’s auch schon weiter zum Adventureland.




Und damit neigt sich wieder ein Beitrag dem Ende zu ... doch der nächste folgt bestimmt :)

Gruß von Vogel und Fisch ... :001:
 
Zuletzt bearbeitet:
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Da heute natürlich in erster Linie die Main Attractions auf dem Programm stehen, dringen wir zum zweiten Mal in die Welt der Piraten vor. Allerdings bekomme ich diesmal nur wenig von dem mit, was um mich herum geschieht, denn ich bin eher mit dem kleinen Mädel beschäftigt, das auf meinem Schoß sitzt (manchmal auch steht) und eigentlich die ganze Zeit von einer Ecke in die nächste zeigt und ruft: „Da!“ oder auch „Da!“ Ich find das soooo süß, wenn die Kleinen sich alles verwundert mit großen Augen ansehen. Dass sie im Grunde noch nichts von dem kapieren, was da eigentlich los ist, lassen wir mal außer Acht ;)




Bei der Jungle Cruise, die ja nur ein paar Schritte von den Piraten entfernt liegt und damit folgerichtig die nächste von uns besuchte Attraktion ist, wiederholen wir dann das Kind-auf-Schoß-Spiel gleich noch mal, doch ich bemühe mich, trotzdem möglichst viel zu sehen und von dem zu verstehen, was der CM im Bug des Bootes so erzählt. Doch er redet so unglaublich schnell, dass ich viele der Scherze nur deshalb mitkriege, weil ich sie alle zuvor schon mal im Internet nachgelesen hatte. Frau will ja nicht unvorbereitet in den Urlaub fahren, was allerdings mit dem Fisch ohnehin nicht möglich ist.

Insgesamt gefällt mir die Bootstour sehr gut. Irgendwie bekomme ich gar nicht mehr mit, dass nur ein paar Meter entfernt der Trubel des MK unvermindert weiter geht. Es ist so „dschungelig“ um uns herum.

Überall gibt es viele schöne Details zu entdecken, was ich sowieso liebe und extrem wichtig finde und auch die einzelnen Szenen sind klasse gestaltet. Es fällt kaum auf, dass die Audioanimatronics schon einige Jährchen auf dem Buckel haben und es wird garantiert nie langweilig. Denn selbst, wenn man mal ein Weilchen warten muss, weil sich kurz vor Schluss ein paar Boote stauen, haben die CMs immer noch einen lockeren Spruch auf den Lippen, um für Kurzweil zu sorgen.

Sicher ist, dass ich auch hierher noch einmal zurückkehren werde.

Dann also bis zum nächsten Mal!






Das nächste Abenteuer, das uns erwartet, ist gänzlich anderer Natur und liegt noch dazu am entgegengesetzten Ende des Parks. Wir starten durch in Richtung Tomorrowland und ab in den Weltraum, wo wir Buzz Lightyear einen Besuch abstatten.

Diese Fahrt kenne ich im Grunde ja schon aus Paris, nur in einer etwas anderen Version und um es gleich zu sagen: sie schlägt das Pendant in Orlando um Längen. Die Szenarien sind zwar unterschiedlich, aber in jeder Hinsicht vergleichbar, doch die eine Kleinigkeit, die Tatsache, dass man die Laserpistolen in Paris frei bewegen kann, und dass sie im MK fest am Space Cruiser (dem Wagen) befestigt sind, entscheidet in diesem Fall eindeutig über Top bzw. Flop.

Fazit: enttäuschend und keinen weiteren Kommentar wert.




Im Anschluß daran geht es noch höher hinaus ins All. Space Mountain erwartet uns, mal wieder mit nur wenigen Minuten Wartezeit, und so machen sich zunächst Silke und Alex auf den Weg zu den Sternen. Während der Wartezeit wegen des Baby Swaps, die ich einmal mehr mit dem kleinen Wonneproppen verbringe, entschließt sich Flounder dazu noch einmal schnell Buzz Lightyear zu fahren – in der Hoffnung, daß die zweite Fahrt evtl. etwas besser wird. Fehlanzeige :( Jetzt sind die beiden Mitstreiter auch wieder zurück und auf geht’s.

Alles hier ist so völlig anders, als ich es aus Paris kenne, dass es töricht wäre, einen Vergleich anzustellen, also lasse ich es bleiben. Der Wartebereich ist nett gemacht mit so… ja, ich weiß auch nicht… so eine Art Fenster, durch die man in den Weltraum schaut, in dem dreidimensionale Satelliten, Planeten usw. umherschwirren. Sieht so ein bisschen hologrammartig aus, aber richtig beschreiben kann ich’s nicht.

Die einzelnen Raketen, mit denen wir das All erforschen werden, sehen irgendwie putzig aus. Eigentlich viel zu klein aber zugegebenermaßen habe ich noch nie so bequem in einer Achterbahn gesessen. Die Sitze ähneln eher kleinen Fernsehsesseln.

Und dann geht’s los. Zuerst noch recht ruhig, aber durchaus schon witzig. Dann wird’s bald immer schneller und wir erklimmen schwindelerregende Höhen. Es ist vergleichsweise hell in der Halle und man kann den Streckenverlauf ziemlich gut erkennen. Ich finde, das ganze Gestell, auf dem wir uns bewegen, sieht nicht sonderlich Vertrauen erweckend aus, was dem Ganzen doch einen gewissen Kick verleiht. Die Fahrt kann man wohl am ehesten mit so was wie der Wilden Maus vergleichen. Abrupte Schlenker und Drops und es ist insgesamt ziemlich wackelig und ruckelig. Ein paar Mal erschrecke ich mich auf sehr angenehme Art und fange schließlich an zu lachen. Blöd nur, dass ich nicht mehr damit aufhören kann ;) Immer noch leicht dämlich gackernd erreiche ich wieder den festen Boden und freue mich schon auf die nächste Reise durch den weißen Berg.

Draußen wirft Flounder noch einen Blick mit Wehmut auf ein komisch aussehendes Gebäude, von dem Wasser herabfließt. Die ehemalige Skyway Station des Tomorrowlands. Wohl etwas für Nostalgiker ...





Gute Nacht Ihr Lieben ...

Vogel und Fisch warten morgen mit neuen Abenteuern auf!
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Auch heute ein paar Zeilen ...


Im Tomorrowland haben wir damit auf jeden Fall schon mal das gesehen, was uns vorrangig interessierte, doch wir werden später am Tag noch einmal hier vorbeikommen.

Palmen gibt es hier übrigens auch ;)




Nun besuchen wir erstmal einen Teil des Parks, der für mich vollkommen neu ist: Mickey’s Toon Town Fair. Und auch wenn wir ein Kind dabei haben, sparen wir uns den Besuch von Mickeys oder Minnies Haus, denn ich glaube, es würde Tyra-May nur wenig Freude zu bereiten, das Fantasiehaus einer Maus zu besuchen, die sie sowieso noch nicht wirklich kennt und dann noch nicht einmal was anfassen zu dürfen.

Also testen des Mädels Mutter, Vogel und Fisch flott die Kinderachterbahn „Goofy’s Barnstormer“ an. So bequem die Sitze im Space Mountain waren, so bretthart und unbequem sind sie hier. Die Fahrt ist niedlich, sicher noch nichts für die ganz Kleinen, aber auch unglaublich kurz. Für diejenigen, die einen Vergleich zu Paris brauchen: Man nehme die Länge der Indiana Jones Fahrt und halbiere diese gefühlsmäßig. Andererseits würde jede weitere Sekunde in dieser Bahn zumindest bei Erwachsenen auch bleibende Schäden am Rückgrat verursachen.






Nach dem Einrenken der Lendenwirbel schauen wir uns noch ein wenig um, verlassen dann aber auch schon die kunterbunte Cartoonwelt mit der ganz eigenen Architektur (erinnert mich irgendwie an die Werke eines Luftballonkünstlers *grübel*) und tapern frohen Mutes hinüber ins Fantasyland. Ich bin ja schon sooo gespannt! Ich liebe... also ich LIIIIIEBE… das Fantasyland im DLRP und habe natürlich auch von dem, was mich hier nun erwarten wird, vorab mal wieder mehr als genug Bilder und Filmchen gesehen. Und es kommt, wie erwartet. Schon nach wenigen Schritten und Blicken steht mein eindeutiger Sieger (weiterhin) fest. Doch wenn ich das richtig mitgekriegt habe, stehe ich mit meiner Meinung ja auch nicht ganz allein da.

Ich weiß gar nicht, wie ich es erklären soll, aber die Bebauung hier ist irgendwie zu massiv. Betrachten wir das Ganze mal vom Schloss her kommend. In meinem Kopf setzt sich das Bild von einer langen Mauer zur Rechten fest, an die alle paar Meter eine andere Fassade gepappt wurde und außerdem von einer Dumbo-Fahrt, die irgendwie deplaziert wirkt, weil links der Park scheinbar aufhört (dort ist einfach nichts außer Bäumen) und sie gewissermaßen zwischen zwei Welten liegt. Der Platz vorm (bzw. hinterm) Schloss mit Cinderella’s Golden Carousel könnte hingegen eigentlich ganz nett sein, wäre da nicht das Schloss. Es wird von den Gebäudemauern links und rechts geradezu erdrückt und wirkt so eingequetscht. Und mal ganz abgesehen davon ist die Rückseite des Schlosses eine optische Katastrophe. Durch die riesigen Fenster, hinter denen sich das Restaurant Cinderella’s Royal Table verbirgt, wirkt der untere Teil unglaublich klotzig, der obere Teil, in der bekannten Forced-Perspective-Manier gebaut, wirkt entsprechend unverhältnismäßig klein. Was für ein Glück, dass die Imagineers bis zum Bau des Schlosses in Paris noch ein bisschen Zeit zum Üben hatten ;) Stilistisch gesehen ist das Fantasyland eigentlich ganz schön und hat auch durchaus ein paar nette Ecken und Details, aber mir fehlt die schöne, lockere Aufteilung und besonders das viele Grün, das im DLRP geboten wird.

Nun gut, es hätte noch schlimmer kommen können, aber das Gelbe vom Ei ist es eindeutig nicht.






Da in Kürze Paradenzeit ist, halten wir uns für’s Erste auch gar nicht so lange hier auf. Ich drehe „schnell“ mit Tyra-May eine Runde auf Cinderella’s prächtigen Pferden und dann begeben wir uns auf direktem Wege durch’s Schloss ins Frontierland, wo nach der Parade der Big Thunder Mountain auf uns wartet. Wir positionieren uns vor einem Wagen, an dem Silke und Alex eine leckere Zwischenmahlzeit in Form eines Turkey Legs zu sich nehmen und auch gleich die gierig heraneilenden Vögel mit verköstigen. Bäh… hier gibt es Kannibalenvögel. Ich weise jegliche Verwandtschaft mit diesen Viechern entschieden von mir!!!






Und damit ist dieser Abschnitt auch schon wieder vorbei. Weiter geht es mit Disney’s Dreams come true Parade – und zwar morgen ;)


Gruß von Kolibri und Fisch
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Heute ist scheinbar der Tag der Reiseberichte ... und damit machen wir auch hier den nächsten Schritt :)


Ich beobachte die gefiederten Zweibeiner noch ein wenig, doch schon nach wenigen Minuten wird meine Aufmerksamkeit von der plötzlich erklingenden Paradenmusik in Anspruch genommen. Irgendwie komisch. Ich hab mich schon so an die Musik aus Paris gewöhnt, dass ich zunächst gar nicht reagiere und es eine paar Lidschläge braucht, bis ich begreife, dass diese Melodie das Herannahen einer Reihe mir noch vollkommen unbekannter Wagen ankündigt.

Kurz zuvor war schon eine Miniparade zum Film Enchanted vorbeigezogen ([ame="http://www.youtube.com/watch?v=UXMGe6bqwsI"]hier unsere Aufnahme der „Enchanted Parade“ auf YouTube[/ame]), doch jetzt geht’s zur Sache. Das, was da auf uns zukommt, sieht schon aus der Entfernung viel mehr nach einer richtigen Parade aus. Natürlich wird der ganze Zug von Mickey angeführt und im Schlepptau hat er jede Menge Tänzer und andere Spaßmacher und natürlich Wagen aller Art und mit allen möglichen Charakteren besetzt. Also, davon könnte sich das DLRP wirklich mal ’ne Scheibe abschneiden. Die Musik finde ich zwar auch nur durchschnittlich, doch die Parade selbst ist wirklich schön und das, obwohl sie auch nicht mehr die Jüngste ist. Und auch unsere kleine Begleiterin wirkt sehr angetan.








Und auch dazu haben wir hier für Euch zusätzlich noch die passenden bewegten Bilder:

[ame="http://www.youtube.com/watch?v=CFZaFXm7oSw"]Disney Dreams Com True Parade - Part One[/ame]
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=zgDWV6kHkrw"]Disney Dreams Com True Parade - Part Two[/ame]



Nachdem auch das letzte Float an uns vorüber gezogen ist, strömen die Massen wie üblich hinter der Parade her. Wie praktisch, dass wir genau in die andere Richtung müssen. Der Wilde Westen ruft und uns zieht es unweigerlich zum Big Thunder Mountain. Was nicht zuletzt an der inzwischen relativ weit fortgeschrittenen Stunde liegt, denn unsere Fast Pässe sind jetzt gültig.




Nach einem Blick zum Himmel beschleunigen wir unseren Schritt, denn es hat sich ziemlich zugezogen, und der Regen wird sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Mit dem Fisch wage ich als erste die Fahrt durch die verlassene Mine, und wir kommen auch tatsächlich unbeschadet und besonders trockenen Fußes wieder zurück. Das hat doch wirklich Spaß gemacht. Der Ride selbst ist zwar in Paris besser, schon allein durch die Stücke am Anfang und Ende, wenn man unter dem See durchfährt, aber die MK-Version bietet einfach mal ein paar neue Anblicke und auch durchaus die ein oder andere kleine Raffinesse in der Streckenführung. Fazit: Gern noch mal!

Inzwischen nieselt es fröhlich vor sich hin, aber Regen kann man das, was da vom Himmel tröpfelt, noch nicht nennen. Also beschließen nun auch Silke und Alex , sich auf die Spuren der Goldgräber zu begeben.

Als die beiden eine Weile später wieder zu uns stoßen, drängt sich uns die Frage auf, ob die Goldgräber seinerzeit wohl auch immer so kladdernass aus den Minen zurückkehrten. Muss ja ein wirklich blöder Job gewesen sein ;) Und so erlebe ich zum ersten Mal das merkwürdige, mittelfloridianische Wetter. Gerade noch Sonne und jetzt schon hat der Himmel seine Schleusen geöffnet. Was bleibt uns anderes übrig, als uns in die gegenüberliegende Raucherecke zu verkriechen, die verregnete Aussicht auf Tom Sawyer’s Island zu genießen und abzuwarten? Eben! Und so stehen wir und stehen und stehen… Doch fast ebenso schnell, wie der Regen kam, ist er auch schon wieder verschwunden und da jetzt gerade kaum Besucher in die nassen Wagen des BTM einsteigen wollen, nutzen wir kurzerhand die Gunst der Stunde und drehen jeweils noch eine Bonusrunde. Der Fahrtwind hat für Silke und Alex einen leichten Föhneffekt, und so können wir uns anschließend fast trocken in neue Gefahren stürzen.




Zugegeben… es wäre etwas übertrieben, an diesem Punkt von Gefahr zu sprechen, jedenfalls im herkömmlichen Sinne, denn wir landen nach ein paar Überlegungen, was man denn auf jeden Fall gemacht haben sollte, bei „it’s a small world“.

Die Gefahr liegt hier für die Herren der Schöpfung wohl am ehesten darin, dem Wahnsinn zu verfallen und für uns Mädels darin, dass wir einem heimtückischen Mord zum Opfer fallen, verübt durch unsere soeben wahnsinnig gewordenen Begleiter. Nun, Flounder weiß ja zum Glück, was ihn erwartet und Alex beißt mehr oder weniger tapfer die Zähne zusammen. Und drei Frauen gefällt’s. Das Kitschgen ist eindeutig fest in unserer DNA verankert.

Schade finde ich hier im MK übrigens, dass die gold-weiße Fassade der Attraktion, die durchaus mit der im DLRP zu vergleichen ist, in einem anderen Gebäude im Fantasyland liegt. Dadurch kommt sie gar nicht so schön zur Geltung wie in Paris. Und auch die Farben der einzelnen Szenarien sind hier doch noch sehr durch die 70er Jahre geprägt. Es ist nicht ganz so pastellig hat aber durchaus eine gewissen Retro-Charme. Bei Gelegenheit werde ich mir das aber auch noch mal etwas genauer ansehen.

Doch zuvor weckt Mickey’s Philharmagic unsere Neugier. Noch in heimischen Gefilden hat man ja schon so mach begeisterten Bericht über diesen 3-D-Film gelesen. Ich bin gespannt. Ich mag diese Art Filme. Lange warten müssen wir nicht, nehmen ein paar Plätze ungefähr in der mittigen Mitte ein, lehnen uns zurück und harren der Dinge, die da kommen mögen.

Es geht im Großen und Ganzen weniger um Mickey, wie ja der Name vermuten lassen würde, sondern um Donald, der auf magische Weise und durch die Kraft der Musik in die Welt der Disneyfilme gelangt. Auf seine unnachahmlich trottelige Art stolpert er durch so bekannte Streifen wie Die Schöne und das Biest, König der Löwen, Fantasia, Arielle, Peter Pan oder Aladdin und natürlich gibt es immer die bekannten und beliebten Melodien dazu.

Effekte wie Wasserspritzer oder im Raum verströmte Düfte kennt man ja auch aus anderen Filmchen dieser Art, aber es gibt noch ein nettes Ende mit einer fliegenden Ente… Insgesamt finde ich den Film schön gemacht und so geht es sicher auch allen anderen, die die Disney-Zeichentrick-Klassiker ebenso sehr mögen wie ich und auch noch fast jedes Lied mitsingen können.

Zwar sticht der Film nicht durch neue Errungenschaften im 3-D-Genre hervor, aber er ist einfach schön. Punkt. (Finde ich)

So… was gibt es noch zu sehen? Ein wenig Zeit bleibt uns noch bis zum abendlichen Feuerwerk, also entscheiden wir uns für den Weg ins angrenzende Tomorrowland, wo sich Flounder und Alex ein bisschen in Stitch’s Great Escape gruseln (oder auch nicht gruseln), während ich mit Silke und Tyra-May draußen bleibe, weil ich mir nicht so ganz sicher bin, ob ich mich in diesem Ding wirklich wohl fühlen würde. Mit dem früheren Alien Encounter hätte ich sicher so meine Probleme gehabt, und deshalb schicke ich meinen Vorkoster-Fisch erstmal zum Testen rein. Ich kann mich ja nachhher immer noch entscheiden, ob ich die Attraktion später noch mitnehme oder einfach auslasse.

Der Kommentar zum Abenteuer mit dem Experiment 626 bleibt also Señor Fisch vorbehalten…

Nun, dann will ich mal einschreiten und die Erfahrung aus dem Gebäude, das vormals u.a. Flight to the Moon, Mission to Mars und den berüchtigten ExtraTERRORestrial Alien Encounter beherbergte, weitergeben.

Wir gehen erst einmal durch den Eingang hinein, da es nicht all zu voll ist, und wir uns deshalb keine Gedanken über etwaige Abkürzungen oder mögliche Geheimeingänge machen müssen. Und dann sind wir auch schon drin. Etappe Eins liegt hinter uns. Ich bin gespannt, da ich bislang nichts übermäßig Gutes über Stitch’s Great Escape habe hören können. Aber nichts ist so wertvoll, wie die eigene Erfahrung. Und kurz vor dieser stehe ich gerade.

Nach einer ausführlichen Einleitung, in der u.a. Skippy (vielen sicherlich noch bekannt aus dem Alien Encounter) eine nette „Gastrolle“ übernimmt, geht es weiter in die eigentliche Attraktion. Kurz zur Geschichte: Die Besucher sind zu Wächtern der Galaktischen Föderation ernannt worden und werden in dieser Funktion in den Teleportationsraum gebeten, in dem ein Gefangener in Empfang genommen werden soll.

Im nächsten Raum setzen wir uns alle auf Sitze, die kreisförmig in mehreren Reihen um einen runden Glaskasten angelegt sind, der offensichtlich der Teleporter ist. Nachdem man von oben „fixiert“ worden ist geht es auch los. Hier und da wird noch etwas erzählt, bevor Stitch in dem Teleporter auftaucht. Das aber auch nur kurz, denn das Licht verlischt und Stitch verschwindet. Jetzt hört man von überall, wie Stitch im Raum herumhüpft, auch über die Köpfe der Gäste hinweg, was sich dadurch bemerkbar macht, daß die Fixierungsvorrichtung, unter der man sitzt, durch die Bewegungen von Stitch heruntergedrückt wird. Dann läßt uns Stitch noch an dem teihaben, was er vorhin gegessen hat und rülpst uns fröhlich eine Chili-Dog-Wolke ins Gesicht. Lecker ...

Natürlich wird zeitgleich versucht Stitch wieder einzufangen, was letztlich auch gelingt, aber beim Versuch Stitch wieder durch den Teleporter zu jagen passiert ein Mißgeschick und man kann auf einem Monitor beobachten, wie das blaue, kleine Experiment auf einmal in Florida landet. Und zwar genau ... richtig ... im Magic Kingdom. Er hangelt sich von oben nach unten an Cinderella’s Castle herab, schleimt ein letztes Mal die Kamera zu, und dann wird man auch schon entlassen. So gehen wir um eine Erfahrung reicher nach draußen.

Die Attraktion selbst gefällt mir immer noch. Natürlich fehlen die „Schock-Effekte“ aus dem Vorgänger, aber die grundsätzliche Idee ist immer noch vorhanden und die gebliebenen Effekte sorgen für ein paar Minuten Spaß. Aber ich denke nicht, daß ich ohne das Vögelchen diese Attraktion im Laufe des Urlaubs noch einmal besuchen werde.

Und damit wieder zurück zum Kolibri ...


Die Zeitreise im Caroussel of Progress machen wir allerdings anschließend wieder gemeinsam. Auch diese Attraktion gehört nicht gerade zu den neuesten Errungenschaften des Magic Kingdom, doch sie gefällt mir wirklich gut. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich hier mancher tödlich langweilt, der im Englischen nicht ganz so bewandert ist. Mit dem Sprechen ist es bei mir zwar auch nicht allzu weit her, aber ich verstehe zum Glück das Meiste und so entlocken mir die vier Szenarien, die das Leben in einer amerikanischen Kleinstadt zwischen dem Beginn des vergangenen Jahrhunderts und der Gegenwart widerspiegeln, so manches Schmunzeln. Flounder mag’s auch, Tyra-May ist’s wahrscheinlich eher suspekt bis egal und wie bzw. ob es Silke und Alex gefällt, vermag ich gar nicht zu sagen.

Was ich mich allerdings auch im Nachhinein noch frage ist, ob jetzt wir uns im Inneren des Gebäudes um die Bühne gedreht haben oder doch die Bühne und die Außenwand um uns herum. Wenn ihr wisst, was ich meine…

An diesem Tag werde ich die Antwort jedenfalls nicht mehr finden, aber ich habe ja auch die niemandem die entsprechende Frage gestellt ;)




Es ist spät geworden. Die Attraktionen leeren sich zusehends und werden bald schließen. Wir lenken unsere Schritte durch das herrlich beleuchtete Fantasyland (da sieht man mal wieder, was so ein paar Lampen alles ausmachen), da wir vor dem Feuerwerk und der Schließung des Parks das zwingende Bedürfnis haben, noch einmal das Schloss zu durchschreiten, wie sich das gehört.




Doch auf dem Weg dorthin bleiben wir noch bei Schneewittchen hängen (lieber wäre uns Peter Pan, was aber wegen „Refurbishment“ geschlossen ist). Ha… und schon wieder was, was man vergleichen kann. Irgendeine Version der Fahrt kennt ja jeder hier und deshalb komme ich gleich zu meinem persönlichen Schluss: Im Magic Kingdom ist die Fahrt wesentlich angenehmer. Sowohl vom Fahrgefühl als auch von der gesamten Aufmachung. Klar, auch hier können manche Szenen kleine Kinder erschrecken, aber die ganze Darstellung ist einfach netter, weniger gruselig. Inhaltlich ist es logischerweise so wie im DLRP, aber die Wagen fahren nicht ganz so ruckelig und zackig um die Kurven.




Reinschauen lohnt sich auf alle Fälle, finde ich, denn es ist nun mal einer der Klassiker bei Disney und gehört eigentlich genauso dazu wie „it’s small world“ und die Piraten.




Ein paar letzte Blicke durch das Fantasyland ...

... und gleich geht es weiter :)


Gruß von Vogel und Fisch
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Aloha, es gibt den Ende von Tag 5 zu lesen. Ist ja mal etwas Abwechslung hier ;) Frisch aus der Feder des Vögelchens ... und das im wahrsten Sinne des Wortes :icon_mrgreen:


Nach unserem Abstecher in den Märchenwald wird es nun aber endgültig Zeit, sich einen schönen Platz zu suchen, um das Feuerwerksspektakel zu genießen.

Aus ungewöhnlicher Perspektive hatten wir’s ja schon, heute hätten wir gern die klassische Variante mitten vorm Schloss, das wir vom Fantasyland aus erstmal durchqueren müssen.

Hatte ich zum Inneren des Schlosses schon irgendeinen Kommentar abgegeben?

Wenn ja, gut. Wenn nicht, werde ich das jetzt auch nicht nachholen. Denn das, was einen in diesem Durchgang erwartet, ist im Vergleich zum Pariser Dornröschenschloss derart traurig, dass es keinerlei Beschreibung wert ist.
Na gut… der Vollständigkeit halber… also es gibt (in unserer Laufrichtung) ein paar bunte, glitzernde Mosaikbilder mit Cinderellaszenen zur Linken und zur Rechten die Bibbidi-Bobbidi-Boutique, in die man aber offiziell nur einen Blick werfen darf, wenn man sein Kind dort verschönern lässt [was den Fisch aber im weiteren Verlauf des Urlaubs nicht davon abhält, sich da doch irgendwie reinzuschleichen ;)]. Tja, und das war’s auch schon.

Ein Vorteil gegenüber Paris ist jedoch der, dass hier im Schloss nicht so viel Durchgangsverkehr herrscht. Ich führe das jetzt einfach mal darauf zurück, dass es eben auch nicht wirklich was zu sehen gibt und man auch von der Main Street aus erstmal seitlich an der Bühne vorbei muss, die mitten vor Cinderellas Domizil steht (was meiner Meinung nach auch der Optik abträglich ist).

Die Brücke, die im DLRP fast wie eine Freitreppe ins Schloss führt, ist einfach einladender.

Wir erobern uns einen Platz dort, wo in Paris der Central Plaza ist und sitzen nun genau mittig vorm Schloss. Ja, wir SITZEN. Eine Sache, die ich hier sehr zu schätzen lerne. Bislang war ich es gewohnt, eingequetscht zwischen lauter Menschen zu stehen, die mich fast grundsätzlich überragten, sofern sie nicht jünger als 12 waren. So richtig entspannt genießen konnte ich ein Feuerwerk eigentlich noch nie (ich erinnere mich mit Grauen an vergangenes Silvester) und man denke auch mal, in welcher Lage sich Kinder normalerweise befinden. Hier dagegen sitzen die Leute einfach vorm Schloss und bleiben auch sitzen. Auch während des Feuerwerks. Sehr angenehm.

Natürlich muss man berücksichtigen, dass Wishes hier auch wirklich jeden Abend stattfindet und deshalb vielleicht nicht ganz so große Menschenmassen anzieht, wie in Paris und außerdem kann man sich hier so gut wie immer auf einen noch sonnenwarmen Boden setzen, der in Europa nur zu gern regennass ist.

Na ja, und auf der Main Street stehen die Leute auch in Orlando.

Wir erleben also das Nachtspektakel des MK in komfortabler Haltung und ich find’s mal wieder wunderschön. Der Blick vom Contemporary mag ja auch interessant gewesen sein, aber im Park ist es doch immer noch was anderes.

Herrlich! Wenn ich jetzt wieder die Musik höre, die ich wirklich in- und auswendig mitsingen und -summen kann, muss ich zugeben, dass Wishes doch durchaus sehenswert ist.

Und im Dunkeln mit toller Beleuchtung finde ich plötzlich sogar das Schloss ganz fantastisch. Das ist doch Disneyfeeling pur!!! Wobei man natürlich sagen muss, dass ja auch nur hier Disneyfeeling entstehen kann, denn nur hier spielt Disney ja überhaupt eine Rolle ;) (Aber Illuminations find ich immer noch einen Tick besser :) )




Doch auch die letzten Funken der letzen Rakete verglühen irgendwann am Himmel und für uns bedeutet das, dass wir nun langsam den Heimweg antreten müssen. Wir sind alle sehr müde, allen voran Tyra-May und so begeben wir uns langsam aber sicher in Richtung Ausgang. Natürlich nicht, ohne noch ausgiebig das Lichterspiel auf dem Schloss zu bewundern und die Atmosphäre der beleuchteten Main Street aufzusaugen.

Dabei bemerke ich dann auch noch etwas Positives. Die Leute hier haben irgendwie mehr die Ruhe weg. Es wird nicht soviel gedrängelt oder gar geschimpft, wie es mir in unseren Breiten schon so oft negativ aufgefallen ist. Alles ist hier irgendwie relaxter und damit meine ich buchstäblich ALLES.

In bester Laune verlassen wir also den Park und beschließen, weil’s so schön war, mit dem Boot zum Ticket and Transportation Center überzusetzen. An Bord finden wir auch rasch ein gutes Plätzchen und dann tuckern wir los.
Rundherum sieht man die beleuchteten Hotels, kann auch noch den ein oder anderen Blick zurück auf’s MK werfen und auch wenn sich die steife Brise, die über das Wasser weht jetzt doch bemerkbar macht und langsam die Wärme (trotz des zeitweiligen Regens) aus den Gliedern vertreibt, war es doch ein wunderschöner Tag, der sich jetzt leider dem Ende zuneigt.




Doch davor steht noch der Weg zum Hotel, den wir in einer Mini-Kolonne, bestehend aus zwei Autos, zurücklegen, denn rein zufällig haben sich Silke und Alex mit ihrer Maus im gleichen Motel eingemietet, wie wir. Dort angekommen wird natürlich noch ein bisschen über den heutigen Tag erzählt und natürlich auch über das, was die nächsten Tage so bringen werden, doch dann trennen sich unsere Wege. Während unsere drei Weggefährten morgen weiter in die Universal Studios fahren, warten auf uns morgen schon wieder ganz neue Abenteuer und Eindrücke in Disney’s Hollywood Studios.

Ein paar wohlverdiente Stunden Schlaf können da sicher nicht schaden. Denn ausgeruht lässt sich so ein (mit Sicherheit wieder sehr langer) Tag doch gleich viel besser an.

Noch ein letzter Blick auf die Straße, und dann ist endgültig Matratzenhorchen angesagt ...




[Falls Ihr den Blick auf Wishes aus unserer heutigen Sicht auch gerne nacherleben möchtet, dann laßt es uns wissen. Ich (Fisch) stelle es dann gerne noch außer der Reihe zum Vergleich bei den TubenFreunden ein.]


Und damit erst einmal Gute Nacht und bis morgen. Das Wochenende wird weitere Beiträge bringen ... haben wir doch (kinder)frei. Und außerdem liegt der Fisch (also in dem Falle ich) krank im Bett.

Gruß vom Vögelchen und ein Cheers vom Plattfisch :)
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Guten Morgen Ihr Lieben,

ich habe in Ermangelung an Schlaf und damit einhergehender Krankheit heute Nacht noch die 2. Version von Wishes hochgeladen. Wer also mag schaut hier ...

[ame="http://ca.youtube.com/watch?v=YmyBC9E6Lcg&feature=user"]Wishes - Part One (normale Ansicht)[/ame]
[ame="http://ca.youtube.com/watch?v=Y-Ffgl-z55E"]Wishes - Part Two (normale Ansicht)[/ame]

Cheers,
Flounder <- der mit der Videokamera filmt :D
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
So, ihr Lieben! Jetzt geht’s endlich weiter. Ich weiß nur nicht, wie viel heute zusammenkommt, denn ich bin auch nicht so ganz auf der Höhe und eigentlich ziemlich müde. Andererseits… wenn ich am kinderfreien WE nicht die Zeit zum Schreiben nutze, wann dann???


Tag 6,
Mittwoch, der 5. März 2008


Beginnen wir also unseren Tag in den Studios, wenngleich nicht ohne einen ärgerlichen Zwischenfall bzw. einen Patzer meinerseits. Wir haben nämlich gerade die Einfahrt zur WDW passiert und schon fast die Häuschen erreicht, an denen man die Parktickets kaufen kann, als das mitunter verwirrte Vögelchen gewahr wird, dass es seine sämtlichen Eintrittskarten im Motel hat liegenlassen. Ohoh, gaaanz böse, das. Spontan legt sich ein äußerst grimmiger Zug auf des Fischleins gerade noch so gut gelaunt wirkendes Gesicht. Sowas kann er ja gar nicht haben. Doch es hilft nichts, wir müssen umdrehen. Eine unnötig verplemperte dreiviertel Stunde später sind wir wieder an gleicher Stelle und erreichen kurz darauf auch den Parkplatz „Stage“ von Disney’s Hollywood Studios.

Bis zum Eingang sind es noch ein paar Meter, aber das stört unsere freizeitparkerprobten Füße nicht im Geringsten.

Der erste Blick, den ich vom Eingang aus in die Studios werfen kann, lässt noch nicht wirklich erahnen, was mich hier erwarten wird, aber es sieht eindeutig wesentlich vielversprechender aus, als das, was ich aus Paris bislang kannte. Doch diese Erkenntnis traf mich nicht unvorbereitet, hatte ich doch zuvor schon reichlich über die Studios gelesen, gehört und gesehen.




Natürlich sticht mir auch sofort Mickeys blauer Zauberhut ins Auge, schon allein, weil hier ja schon so ziemlich jeder darüber geschimpft hat, der den Park auch ohne kennen gelernt hat. Da ich aber noch nicht weiß, was sich dahinter genau verbirgt (ich weiß es schon, konnte mir aber noch kein Bild machen), kann ich mir auch noch keine Meinung bilden. Das verschiebe ich erstmal auf später.




Flounder zieht es nämlich zunächst nach rechts, den Sunset Boulevard hinunter, wo er sich Fast Pässe für die beiden Attraktionen holen möchte, die er am heutigen Tag leider ohne mich wird fahren müssen: den Tower of Terror und den Rock`n Roller Coaster. Warum ich definitiv NIEMALS wieder in den Aufzug des Hollywood Tower Hotels steige, dürfte den meisten hier bekannt sein ;), beim RRC setzt mir der Abschuss am Anfang immer ziemlich zu, aber es ist nicht auszuschließen, dass ich irgendwann doch noch mal eine Fahrt wage.




Neben ein paar Ständen für den kleinen Hunger zwischendurch und einigen Geschäften gibt es in diesem Teil des Parks zur Zeit nicht viel zu sehen (zu bestimmten Zeiten gibt es noch die Beauty and the Beast Show und abends Fantasmic!), und so wagen wir nun den Blick hinter den Hut. Ich kann euch verstehen, Gegner des blauen Ungetüms! Das dahinter liegende Chinese Theater ist ein wirklich schönes Gebäude und abgesehen davon, dass durch den Hut die ganze Sicht darauf verbaut wird, scheint er es regelrecht zu erdrücken.

Zwischen Hut und Theater ist irgendwie viel zu wenig Platz, aber die Meisten wissen ja selbst, was ich meine. Andererseits… wäre das Theater nicht da, wo es ist, fände ich den Hut ganz prima. Durch ihn hat der Park wenigstens ein richtiges Wahrzeichen, so wie die drei anderen auch. Schade nur, dass sich seine tatsächliche Funktion auch schon darauf beschränkt.




Da ist das, was wir in eben jenem Theater dahinter vorfinden, schon wesentlich interessanter. The Great Movie Ride, eine schöne Fahrt durch die Welt des Films. Schon der prunkvolle Wartebereich mit Originalstücken und Repliken aus Filmen wie Mary Poppins, Shakespeare in Love oder Narnia kommt im kitschig-schönen Look daher und gefällt mir ausgesprochen gut. Als Pre-Show erwartet uns ein Zusammenschnitt aus allen möglichen Klassikern der Filmgeschichte, und dann geht es los. Vor einer Kulisse der Hollywood Hills besteigen wir recht geräumige Wagen, in denen ich weiß nicht wie viele Personen Platz finden. Vorne in jedem Fahrzeug steht ein CM, der die einzelnen Szenarien, die wir gleich erkunden werden, kommentiert und hier und da ein Witzchen macht. Die Einfahrt zu der Filmwelt erinnert an den bunt beleuchteten Eingang eines Kinos aus den 30er/40er Jahren.




Dahinter erwarten uns zunächst Szenen aus Footlight Parade, Singin’ in the Rain und Mary Poppins. Der nächste Fim, dem hier Tribut gezollt wird, ist The Public Enemy, ein Gangsterfilm, der in den 20er Jahren spielt.

Sitzt man im hinteren von zwei Wagen die zusammen losgefahren sind, so hält man in dieser Szene an, während der vordere Wagen bereits zur nächsten weiterfährt.

Zur Linken erscheint plötzlich auf einer Treppe ein Gangster oder eine Gangsterin (wie heißt ein weiblicher Gangster?), will sagen ein echter Schauspieler, der dann in eine Schießerei verwickelt wird und den Wagen, in dem die Besucher sitzen, zur Flucht nutzt, nachdem er den CM „hinausgebeten“ hat
Mit dem Gangster (in unserem Fall ist es eine Frau) als Reiseleitung, durchquert man nun den Wilden Westen, wo schon Clint Eastwood und John Wayne bereit stehen, anschließend das unheimlich beleuchtete Raumschiff aus „Alien“, wo einem das fiese, außerirdische Wesen sogar auf den Kopf zu fallen droht und findet sich alsdann in einem ägyptischen Tempel aus Indiana Jones wieder. Dort verlässt unser Gangster den Wagen, um trotz aller Todeswarnungen einen riesigen Rubin zu stehlen, der hoch oben auf einem Altar thront, der von einer verhüllten Gestalt bewacht wird. Doch natürlich kommt es, wie es kommen muss… der Gangster berührt den Stein, es gibt eine Explosion, Rauch und zurück bleibt ein Skelett mit Gangsterhut und ein paar Fetzen im Nadelstreifenlook.

Die verhüllte Gestalt erweist sich als unser CM, der jetzt wieder die Reiseleitung übernimmt. Mit ihm entdecken wir nun noch Ausschnitte aus Tarzan, Casablanca, Fantasia und schließlich aus dem Wizard of Oz, wo der Wagen noch einmal stoppt.

Den Abschluss der Fahrt bildet ein weiterer Zusammenschnitt berühmter Szenen der Filmgeschichte, der wirklich sehr schön gemacht ist.

Insgesamt eine sehr gelungene Fahrt, herrlich detailreich und vielleicht deshalb mit recht hohem Unterhaltungsfaktor, weil man so Manches, was man dort zu sehen bekommt, schon in der zweidimensionalen Version kennt.

Von hier aus zieht es uns zu den Streets of America (sind die hier nicht eigentlich sowieso überall?). Nach einem kurzen Bummel durch New York landen wir auf einem Platz mit einem wirklich interessanten Brunnen vor den Kulissen eines ziemlich verrückt erscheinenden Viertels irgendeiner amerikanischen Großstadt.

Auf dem Brunnen dreht sich eine weltberühmte Figur, die Statue of Liberty, allerdings sieht sie irgendwie verändert aus. Ich fühle mich entfernt an Miss Piggy erinnert. Das mag unter Anderem auch daran liegen, dass wir genau vor einem Kino stehen, in dem ein Film namens Muppets 3-D gezeigt wird. Also nichts wie hinein. Das wollen wir doch nicht verpassen. Inbesondere unser Fisch ist nämlich ein Fan der Muppetshow und wie ich aus erster Hand weiß, auch dieses Films.




Ich selbst fand die bunten Figuren als Kind eigentlich immer doof, aber vielleicht ändert sich das ja heute.




Der Raum, in dem die Pre-Show stattfindet gefällt mir jedenfalls schon mal sehr gut. Es gibt unzählige Details zu entdecken, über die man auch dann schmunzeln kann, wenn man mit den Figuren nur leidlich vertraut ist. Auch das Filmchen, das gezeigt wird, entlockt mir mehr als nur ein Grinsen. Na, das fängt doch schon vielversprechend an. Praktisch ist auf jeden Fall, dass man vorab schon ein bisschen über die Charaktere erfährt, die man anschließend im Film sieht.

Und der ist dann auch tatsächlich prima. Schöne Gags, nette 3-D-Effekte (wenngleich auch hier nicht wirklich neu) und auch das, was um einen herum im Theater passiert ist gut gemacht.

Gefällt mir und steht meiner Meinung nach Mickey’s Philharmagic in Nichts nach, auch wenn das Thema natürlich ein völlig anderes ist. So mag auch ich die Muppets.

Für Flounder ist es jetzt an der Zeit, seine Fast Pässe einzusetzen und so wechseln wir wieder zum gegenüber liegenden Ende des Parks, wo das Fischlein zunächst die Limo zum Aerosmith-Konzert besteigt und sich dann mal wieder 13 Stockwerke in die Tiefe fallen bzw. ziehen lässt.

Doch wie das so ist, soll er euch lieber selbst erzählen. Ich gehe derweil shoppen und kaufe mir ein Mickey-T-Shirt ;)

Nun, dann laßt mich von meinem kurzen Ausflug berichten.

Auf dem Weg zurück zum Sunset Boulevard laufen uns noch ein paar schöne Details vor die Kamera, die wir für die Ewigkeit festhalten. Doch dann trennen sich auch unsere Wege. Meiner führt mich ins schöne Kalifornien.








Nach ein paar Schritten erreiche ich den Eingang zum Rock’n Roller Coaster und gehe gleich durch den Fastpass-Eingang hinein. Ich erfahre in der Pre-Show, dass wir uns auf den Weg zu einem Konzert von Aerosmith machen werden, und dass dafür eine extra lange Stretchlimo geordert wurde, da es ja doch eine erhebliche Menge an Mitfahrern gibt. Also raus auf die Straße und auf den Wagen gewartet. Da kommt er auch schon um die Ecke und lädt uns ein. Ein paar Meter nach Beginn der Fahrt halten wir aber schon wieder an. Was passiert nun? Auf einmal gibt der Fahrer Vollgas und mit einer unglaublichen Geschwindigkeit geht es ab in die Straßen von Los Angeles – man könnte das Gefühl haben, wir hätten Zeitdruck. So passieren wir diverse Straßenschilder, fallen fast aus dem Wagen und werden während der Fahrt von der Musik von Aerosmith begleitet – bis wir mehr oder weniger erleichtert unser Ziel rechtzeitig erreicht haben.

Für Paris-Kenner dieser Fahrt sei gesagt, dass die Unterschiede im Eingangsbereich (von der Optik einmal abgesehen) in Teppichen auf dem Fußboden und einer anderen Pre-Show liegen. Das Themeing vor dem Einstieg ist auch etwas ausgereifter und wirkt authentischer zum tatsächlichen Thema, also hier die Straßen von Los Angeles. Die Fahrt selbst ist absolut identisch, aber die wirklich gute Lasershow in Paris wird hier durch viel Schwarzlicht und Straßenschilder aus LA ersetzt, was mir persönlich ein wenig besser gefällt. Der Gesamteindruck ist, auch gerade durch das Äußere der Fahrt, um einiges höher anzusiedeln.




Nach diesem Ausflug an die amerikanische Westküste bleibe ich doch gleich dort und gehe ein paar Meter weiter nach Hollywood. Dort erwartet mich ein altes amerikanisches Hotel. Dies dürfte den meisten Lesern wohl bekannt sein, so dass ich mich hier darauf beschränke zu sagen, dass mir die Fahrt einmal mehr unglaublich viel Vergnügen bereitet hat, und mir der 5th Dimension Room in den anderen Versionen des Turms einfach fehlt. Auch die Details sind hier einfach schöner und der Turm als solches wirkt wesentlich größer, bedrohlicher und ist einfach perfekt(er) angelegt. Es bleibt weiterhin eine meine Lieblingsattraktionen, deren Schwester-Gebäude in Paris und Anaheim vor allem durch die Fassade Minuspunkte machen – was aber nicht heißt, dass sie schlecht sind – ganz im Gegenteil ;)

Hier noch ein paar fotografische Eindrücke aus dem Eingangsbereich und ein mißlungenes Foto aus dem Turm hinaus. Aber wenigstens den Earfell Tower kann man erkennen ... und wann sieht man schon einmal die Rückseite der Schrift des Turms?







Auf dem Weg nach draußen komme ich unweigerlich durch den an das Hotel angeschlossenen Laden, schaue mich aber nur schnell um, da ich die Absicht habe, diese Attraktion in den nächsten Tagen noch einmal zu besuchen. Ein Blick zurück zum Ausgang und meine Exkursion nach Kalifornien ist auch schon wieder vorbei.




Nach 30 Minuten habe ich diese beiden Attraktionen abgehakt und begebe mich zum vereinbarten Treffpunkt mit dem Vögelchen, das nun weiter von seinen Erlebnissen berichtet.





Doch auch für mich gibt es noch so Einiges zu sehen, und so wagen wir jetzt einen Sprung auf die Bühne. Und zwar auf die der Indiana Jones Stunt Show. Irgendwie sieht dieses Set aber doch ein bisschen gefährlich aus und so mischen wir uns doch lieber unter die Besucher im Zuschauerraum.

Auch diese Show hatte ich vorher schon ein paar Mal auf diversen DVDs gesehen, zumindest glaubte ich das bis jetzt, doch ich werde schnell eines Besseren belehrt. Was ich bislang kannte, war nur der erste Teil der Aufführung, in der Indy versucht, die kleine Statue in seinen Besitz zu bringen und dann fast von der riesigen vermeintlichen Steinkugel zermalmt wird. Der Kampf auf dem Marktplatz mit den vermummten Widersachern und mit den deutschen „Soldaten“ rund um das Flugzeug, war komplett neu.

Obwohl ich eigentlich kein Fan von Stunt Shows bin und Unterhaltung dieser Art immer als ziemlich dümmlich empfinde (das gilt übrigens nicht zwingend auch für die Fans dieser Shows ;) ) mag ich doch die Indy-Filme und hatte daher durchaus meinen Spaß. Doch meine Lieblingsattraktion wird es wohl doch nicht werden.




Der klare Verlierer unter Allem, was World Disney World unserer Meinung nach zu bieten hat, erwartet uns jedoch jetzt. Sounds Dangerous! Hört sich ja eigentlich interssant an, könnte aber kaum schlechter und langweiliger sein. Es wird ein ganz besonders Klangerlebnis versprochen, teilweise in völliger Dunkelheit. Geboten werden ein paar Kopfhörer aus Omas Zeiten mit Nullachtfünfzehn-Klang und eine wirklich hahnebüchene Geschichte. Flounder schläft sogar fast ein und wirklich weit bin ich selbst auch nicht mehr vom Traumland entfernt.

Doch es soll ja durchaus Leute geben, die diese Attraktion ganz prima finden. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.




Apropos Geschmack... ich hab allmählich Hunger. Und das nicht zu knapp. Zwar hab ich schon ein wenig Obst und zwei kleine Müsliriegel verdrückt, die ich mir morgens vor der Abfahrt in den Park noch schnell bei Publix besorgt hatte, doch allzu lange hält das auch nicht vor.

Wir entscheiden uns für ein Mahl, wie es echten Stars gebührt, und nehmen im Backlot Express ein Sandwich mit gegrilltem Gemüse, serviert mit Black Bean Salad (Vogel) und ein Turkey-Sandwich, natürlich mal wieder mit viiiiel zusätzlicher Soße (Fisch) zu uns. Beides ist sehr lecker und Ersteres ist für Vegetarier absolut zu empfehlen. Anderenorts haben die es nämlich wirklich schwer in den Studios.






Und damit ist auch wieder ein halber Tag Geschichte. Wir hoffen, Ihr hattet Freude daran und melden uns in Kürze mit der Fortsetzung!

Grüße von den tierischen Berichterstattern :)
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
So, jetzt haben wir uns wahrlich mehr als genug Zeit gelassen mit unserem leckeren Mittagessen und wollen doch mal sehen, was es hier heute noch so alles für uns zu tun gibt.

Doch vorab noch ein paar Bilder, die auf dem Weg zu unserer nächsten Attraktionen gemacht werden (wir begegnen bekannten Gesichtern aus dem Krieg der Sterne und Jung-Jedis, interessanten Balkonen in den Streets of America, einem Schneemann bei 25°C im Schatten sowie noch einmal den Straßen von San Francisco und einem schönen Blick durch Manhatten.








Oh ja, mal wieder was, was ich schön mit Paris vergleichen kann: die Backlot Tour. Ich habe ja schon von Flounder gehört, dass sie im vergleich zu der Ursprungsversion leider stark abgebaut hat, da man Platz für den Bau der Stunt Show „Lights! Motors! Action!“ brauchte. Aber ich bin doch neugierig, wo es denn Parallelen zu der Studio Tram Tour in Paris gibt (oder auch Unterschiede).

Die Wartezeit kommt mir verhältnismäßig lang vor (obwohl es letztendlich nicht mehr als 20 Minuten sind). Der Film in der Pre-Show ist jetzt nicht sooo spannend und die Wartehalle ist auch nicht der Burner, aber was soll’s. Leute Gucken kann auch durchaus spaßig sein ;)

Doch irgendwann geht’s dann doch los mit der Show und damit wären wir auch schon beim Ersten großen Unterschied. Man setzt sich nicht gleich in die Bahn, die einen übers Gelände chauffiert, sondern steht auf einer Art kleinen Tribüne von der aus man auf ein (noch friedliches) Kriegs-Szenario à la Pearl Harbor, mit Schiff und Kontrollhütte vor tropischer Kulisse, blickt.

Aus dem Publikum werden 3 Akteure ausgewählt, die zunächst in Ganzkörper-Regenanzüge gepackt werden und alsdann auch erfahren, warum. Am Set wird ein Luftangriff auf das Schiff gedreht, bei dem es wassertechnisch ziemlich hoch her geht. Unverhüllt wären die Drei nach ihrem Einsatz mehr als nur geduscht.

Die kleine Show ist ein netter Einstieg in die Tour und kommt natürlich bei den Zuschauern prima an. Ist ja eigentlich immer so, wenn „Amateure“ mitmachen dürfen.




Im Anschluss durchquert man eine Requisitenhalle, an deren Ausgang dann die Bahn wartet. Hier gäbe es eine Menge zu sehen, doch leider fehlt die Zeit, um auf Entdeckungstour zu gehen, denn der Catastrophe Canyon wartet nicht (warum eigentlich nicht? Hat der noch was vor?). Leider sind auch nur ein paar einzelne Stücke beschriftet. Lediglich aus dem Film „20,000 Leagues under the Sea“ entdecken wir im Vorrüberhuschen ein paar kleine Stücke.

Jetzt geht es ähnlich weiter, wie man es auch aus dem DLRP kennt. Zunächst gibt es etliche Stücke aus der Disneywelt zu bestaunen, einen der echten Herbies z.B. und auch Walt Disneys Privatflugzeug. Ich fand’s ganz komisch, das zu sehen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er höchstpersönlich gleich aus dem Fenster winkt. Gruselig…

Es folgt die (zu Paris absolut identische) Fahrt durch den Catastrophe Canyon, und dann gibt es auch hier Einblicke in die Kostümschneiderei, wo, anders als in Paris, auch richtig gearbeitet wird. Überall wuseln Leute rum und es werden tatsächlich Kostüme genäht. Vielleicht sieht es auch nur so aus, aber es passiert jedenfalls irgendwas.

Tja, und das war es dann auch schon im Großen und Ganzen. Den Teil mit dem Feuer speienden Drachen im verwüsteten London gibt es hier nicht, aber dafür ja die Show zu Anfang, die allerdings auch wesentlich interessanter ist, wie ich finde.

Mir hat’s ganz gut gefallen, auch wenn’s Fischlein sich ein weiters Mal beschwert, dass die Tour so arg gekürzt wurde. Kann ich nichts zu sagen… so wie’s ist, find ich’s in Ordnung.

Nach soviel Show wird es jetzt mal wieder Zeit für einen ganz normalen Ride. Auf dem Weg dahin geht es noch einmal durch die Streets of America, wo wir u.a. Kim Possible über den Weg laufen und eine Runde mit der Metro durch New York drehen wollen. Aber leider erweist sich die Station nur als Prototyp ;)






Von eben jenen normalen Rides gibt es hier in den Studios zwar nicht allzu viele, aber einer bleibt doch noch, auf dem mir nicht schlecht wird oder ich sonst wie Zustände kriege. Und das ist Star Tours. Allen bekannt, also kann ich mir große Beschreibungen ja sparen.




Schön an der amerikanischen Version ist jedoch, dass ich endlich mal verstehe, was unser kleiner elektronischer Freund Rex, der vorne links im Starspeeder seinen Platz hat, so alles erzählt. So macht der Film wenigstens mal Sinn ;)

Die übrige Zeit in den Studios steht dann wieder ganz im Zeichen der Show.

Wir beginnen die „Stage Tour“ mit “Beauty and the Beast - Live on Stage”. Daran gefällt mir eigentlich die Pre-Show sogar noch am besten. Vier CMs in kurzer Hose und schwarzem Poloshirt, die scheinbar nur mal eben für einen kurzen Soundcheck über die Bühne huschen, legen im Endeffekt eine klasse A-Capella-Show mit Slapstickeinlagen hin und besingen auch noch ein Geburtstagskind auf der Bühne. Sehr schön und sorgt für Stimmung.

Den Part mit dem Geburtstagsständchen könnt Ihr Euch über Flounder’s YouTube Account zu Gemüte führen – klickt einfach hier -> [ame="http://uk.youtube.com/watch?v=M_n3DoXW4p0"]Four for a Dollar – When You Wish Upon A Star[/ame].

Die eigentliche Show zeigt in einer kurzen Version die bekannte Geschichte rund um Belle, Gaston und das Biest. Mit dem gleichnamigen Musical kann man es natürlich qualitativ nicht mal ansatzweise vergleichen, aber das ist ja auch nicht der Anspruch. Schön gemacht ist die Aufführung allemal, auch wenn das ein oder andere Kostüm für meinen Geschmack etwas weniger neonfarben hätte ausfallen dürfen ;) Ein kunterbuntes Spektakel mit der bekannt schönen Musik und besonders für Kinder prima. Verpassen sollte man es auf keinen Fall.




Bis zum Beginn der nächsten Vorstellung von „Voyage of The Little Mermaid“ haben wir noch ein wenig Zeit und wollen auf einen Sprung bei „One Man’s Dream“ vorbeischauen – vorher kreuzen wir aber noch den Platz vor dem berühmt berüchtigten Hut, auf dem wir den unten zu sehenden Kameramann auf digitalen Film bannen. Wen soll der eigentlich darstellen? Wir heben uns die Antwort zu dieser Frage für zuhause auf ;)




Bei One Man’s Dream handelt es sich über eine sehr liebevoll gestaltete Ausstellung über das Leben und Werk Walt Disneys, von seiner Geburt in Chicago über die ersten Filme, die Eröffnung Disneylands in Anaheim bis hin zu den heutigen Filmen und Parks, die in seinem Namen entstanden sind.




Unverzichtbar für alle Disneyfans und solche, die es werden wollen.

Bei unserem zweiten Besuch der Studios ist auch noch ein wenig mehr Zeit für diese „heiligen Hallen“ eingeplant, doch jetzt wird es Zeit, dass Flounder sich in sein Element begibt und endlich seine beste Freundin wieder sieht. (Ist sie das eigentlich auch nach der Namenszensur noch? ;) )

Die Party unter dem Meer ist eine Mischung aus Schwarzlichtshow (ähnlich wie Animagique) und Musical mit schönen Effekten im ganzen Theater. Eine sehr gelungene Mischung, die die bekannte Geschichte der kleinen Meerjungfrau zu einem Erlebnis für Groß und Klein werden lässt.




Wann auch immer sich die Gelegenheit noch mal ergibt, werde ich mir diese Show sicher ein weiteres Mal ansehen, weil es so viele kleine Details gibt, die man beim Ersten mal gar nicht alle erfassen kann.

Wir gehen ein paar Schritte weiter und halten für die Nachwelt noch ein paar Szenen fest.






Nachdem wir Arielle wieder den Rücken gekehrt haben, stellen wir überrascht fest, dass es inzwischen schon recht dunkel geworden ist und es höchste Zeit wird, uns noch einen Platz bei Fantasmic! zu sichern. Hoffentlich kommen wir überhaupt noch in die Arena. Im schlimmsten Fall haben wir ja in ein paar Tagen noch eine Reservierung für die Fantasmic! Dining Experience und damit einen sicheren Platz, aber wir wollen doch keine Gelegenheit auslassen. Also nichts wie hin und… wir haben Glück. Rechts des Mittelrangs ergattern wir noch zwei durchaus akzeptable Plätze und sind beide schon ganz gespannt, wie es uns gefallen wird.




Die ganze Show ist eine Mischung aus Freilufttheater, Kino und Feuerwerk. Eine sehr interessante Mischung, da alles zugleich auf einer Bühne und auf einem kleinen See davor stattfindet. Hauptperson ist Mickey in der Gestalt des Zauberlehrlings aus Fantasia, der die Zuschauer mal wieder in die Welt der Disneyfilme entführt, egal ob in kleinen Szenen auf der Bühne, auf Booten auf dem See oder in Filmen, die auf riesige Wasserfächer projiziert werden. Natürlich darf auch der Kampf zwischen Gut und Böse nicht fehlen.

Ihr dürft raten, wer am Ende die Oberhand behält ;) Insgesamt kann ich mich nach der Show nur noch an Einzelheiten erinnern, aber nicht wirklich die Geschichte nachvollziehen. Ich fand es sehr verwirrend, zu durcheinander und zu laut. Insgesamt waren mir auch die Film-auf-Wasser-Sequenzen zu lang, aber dennoch war es eine schöne Abwechslung, zu den bisher hier gesehenen Darbietungen. Ich kann nachvollziehen, dass viele Besucher Fantasmic! zu ihrem Favoriten unter den Abendshows machen, aber meinen (und auch Flounders) Geschmack hat es nicht so ganz getroffen. Wir halten uns da lieber an Wishes und natürlich Illuminations.

Wir entschließen uns dann auch kurzerhand, die Reservierung für die Dining Experience zu canceln, denn Geld in einem Restaurant auszugeben, in dem wir eigentlich gar nicht essen würden, nur um gute Plätze für Fantasmic! zu bekommen, erscheint uns nach dem heutigen Abend nicht so sinnig.

Tja, die Studios sind jetzt geschlossen aber der Abend ist noch jung. Was also tun? Da kommt uns doch spontan eine Idee… AUF NACH EPCOT!

Ein letzter Blick zurück ...




Mit dem Auto ist das flott erledigt, da ja das Umsteigen am Ticket and Transportation wegfällt. Wir parken zu dieser Zeit ohne Anweiser gleich in allererster Reihe vor dem Park, und so haben wir noch genug Zeit, eine weitere Runde im Spaceship Earth zu drehen und eine neue Alternative unserer Zukunft zu basteln.

Und dann… wie sollte es anders sein… Illuminations!!! Besser kann der Abend doch wieder mal nicht enden. Von einem lauschigen Plätzchen irgendwo zwischen Deutschland und Italien (ist da nicht normalerweise die Schweiz?), erleben wir zum zweiten Mal die Geschichte unserer Welt und ich bin auch heute wieder vollkommen zufrieden.




Nach dem Feuerwerk schlendern wir in aller Seelenruhe von Italien bis nach Kanada an der Lagune entlang, ich freu mich über die vielen Lichter, die Abendstimmung, die brennenden Fackeln und hab vor lauter Glückseligkeit schon wieder Tränchen in den Augen.






Hier könnte ich bleiben…

Doch natürlich geht das nicht so einfach. Zumindest werde ich wohl so lange jeden Abend wieder ins Motel zurückkehren, bis ich jeden Disneypark wenigstens einmal gesehen habe und dann vielleicht endgültig Quartier auf dem Sofa des 60er Jahre Wohnzimmers im Spaceship Earth beziehen, wo ich mir Tag und Nacht die Mondlandung anschauen kann.




Doch wer weiß… vielleicht findet sich ja noch was Besseres. Morgen werden wir sehen, welch kuschelige Ecken das Animal Kingdom so bereithält. Ein weiches Bettchen im Schnee des Mount Everest ist sicher auch nicht zu verachten.

Also - ab ins Bettchen und auf den morgigen Tag gefreut :)

Kolibri und Flounder grüßen herzlichst :)
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Aloha ...

hier ist noch was offen ;) Da der Reisebericht leider aus dem Archiv des alten Forums entfernt wurde, hat es ein wenig gedauert, ihn wieder "zusammenzupappen". Jetzt gibt es ihn (erstmal) nicht mehr häppchenweise (nur das, was schon oben zu lesen ist), sondern gleich in Gänze. Allerdings braucht der eine oder andere vielleicht ein wenig Geduld ... denn der Bericht ist nunmehr auf eine einzige Webseite verteilt - mit allen Fotos.

Ich werde es bei Zeiten noch einmal etwas auflockern ... aber wer Spaß und Lust hat, unseren alten Bericht aus dem Jahr 2008 zu lesen, der kann es jetzt hier tun :mw

Viel Spaß!

Cheers,
Flounder
 
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