Pariser Disneyland trotz Besucherrekord tiefer im Minus

Info 
Tron MOTL
"Das Pariser Disneyland hat im vergangenen Jahr einen neuen Besucherrekord aufgestellt und trotzdem einen massiven Verlust verbucht. Der Nettoverlust der Betreibergesellschaft Euro Disney wuchs im Geschäftsjahr 2008/2009 von 2,8 Millionen auf 55,5 Millionen Euro an, wie das Unternehmen mitteilte."

Hier der ganze Artikel.
 
Mummelchen findet sich ohne Parkplan zurecht
Vielleicht sollten die mal darüber nachdenken die Preise ein wenig zu senken und attraktive Angebote, auch für andere Länder als Spanien und GB, anzubieten. Dann würden sicher mehr LEute dorthin fahren und die Zahlen würden sicher ansteigen.
Aber es sind einfach unglaublich viele Leute abgeschreckt, durch die hohen Preise......gerade in der momentanen wirtschaftlichen Situation.
 
M
Mattis Guest
Vielleicht sollten die mal darüber nachdenken die Preise ein wenig zu senken und attraktive Angebote, auch für andere Länder als Spanien und GB, anzubieten. Dann würden sicher mehr LEute dorthin fahren und die Zahlen würden sicher ansteigen.
Aber es sind einfach unglaublich viele Leute abgeschreckt, durch die hohen Preise......gerade in der momentanen wirtschaftlichen Situation.
Jepp - meine VOLLE Zustimmung! Das Disneyland wird in anderen Längern "verramscht" und z. B. in Deutschland oder Österreich muss man die regulären Preise zahlen.
Ich bleibe dabei - ein einheitliches Preiskonzept und Sonderangebote (für alle Länder gleich) dieses gut bewerben und dann plöppt das...

Sehen wir uns nur als Beispiel die Weihnachtsseite an - Sonderangebote und wieder nur spezielle Länder!!!

Zu den Preisen im Park möchte ich mich lieber nicht auslassen - da stimmt das Preis-Leistungsverhältnis in keinen Fall (siehe z. B. Silvester)
 
Weirdscha steigt in manche Attraktion mit ein
Es ist aber irgendwie trotzdem merkwürdig, das trotz der Preise die Besucherzahlen steigen. Und steigende Besucherzahlen heißt für mich mehr Kohle. Also ist schon merkwürdig, wo das Geld hin ist, wie thorroth oben schon sagt.
 
Timm Main Street Emporium Imagineer
Teammitglied
Überlegt mal, was das DLP auch 2008/2009 an Ausgaben für neue Attraktionen getätigt hat...Da ist es doch verständlich!
 
Flounder Papa Fisch
Teammitglied
Überlegt mal, was das DLP auch 2008/2009 an Ausgaben für neue Attraktionen getätigt hat...Da ist es doch verständlich!
Was denn genau? Eine Halle wurde umgebaut ... eine Parade eingeflogen aus den USA. Es wurden kostspielige Shows abgesetzt und durch "billige" ersetzt. Der Partyzug wurde neu gestrichen. Da war doch nichts innovatives oder kostspieliges dabei.

Nee, mir leuchtet das ehrlich gesagt nicht ein. :-*

Cheers,
Flounder
 
Timm Main Street Emporium Imagineer
Teammitglied
2008 sind doch Crush's Coaster, Cars, Playhouse Disney, Stitch Live & der Tower hinzukommen, oder nicht? Desweiteren begannen ja nun auch die Bauarbeiten am Toy Story Land...
 
D
Disneyfan92 Guest
Um zu wissen warum das DLRP trotz 15 Millionen Besucher über 55 Millionen Minus macht, muß man wissen woher stammen die Besucher und welches Ticket verwenden sie.

Meine Theorie dazu:

Der überwiegende Teil der Besucher wohnt in einen Umkreis von 200 Km vom Park.
Als Ticket werden sie wohl einen Francilien haben. Preis 99 €.
Umsatz im Park: Fast 0 weil alles von daheim mitgebracht wird.

Die Hotelauslastung von über 75% in diesen Zeiten ist für Disney bestimmt in Ordung. Daher glaube ich auch nicht, daß es Angebote für uns geben wird. Leider.
Da aber Spanier und Engländer trotz Megaangebote ausbleiben sollte Disney seine Strategie mal über denken.

So, wenn viele Franzosen mit dem Francilien kommen, wo der Pass 99 € kostet und kein Geld im Park lassen ist das schlecht. Denn was bringen viele Besucher, die kein Umsatz bringen und auch keinen Eintritt mehr zahlen???

Ein Tag kostet 52 €, 2 Tage Hopper 111 €, 3 Tage Hopper 138 €.
Jahreskarten: Francilien: 99 €, Fantasy 129 €, Dream 189 €.

So. Jetzt mache ich mich unbeliebt. Leider.

Wie will ein Unternehmen Gewinn machen, wenn es einen Fantasy oder Francilien billiger verkauft als einen 3 Tages Pass. Wenn ich in der Nähe wohne interessieren mich keine Speertage. Da fahr ich passend hin und mit dem Fantasy gibt es sogar noch Rabatte.

In meinen Augen gibt es nur 2 Möglichkeiten.

a. Die Jahreskarten müssten deutlich teurer werden um Gewinn zu machen.
b. Es müßte wie früher wieder verboten werden Essen mit in den Park zu nehmen.

Sollte man die Jahreskarten teurer machen, sollte man im Ausgleich die normalen Pässe günstiger machen. Das Konzept ging schon mal auf.

Bei meinen ersten Besuch 1993 kostet ein Tag 75 DM ein paar Jahre später noch 50 DM.
Die Besucher zahlen stiegen. Da auch die Essenspreise angepasst wurden, stieg auch der Verkauf und mitbringen war ja verboten.

1995/96 müßte dann Disney in Paris Gewinn gemacht haben auch Dank des Space Mountains.

Eine kleine Anmerkung noch: Die Zinslast des DLRP wird auch noch enorm sein.

Mfg.

Disneyfan92
 
Stephie Königin der Frösche
Teammitglied
Das Thema hatten wir doch schon vor einem halben Jahr an einer anderen Stelle...

Die Betriebseinnahmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2009 auf 1230,6 Millionen Euro. Die Kosten und Ausgaben sind mit 1204,2 Millionen niedriger, was eine Umsatzrendite von 26,4 Millionen Euro ausmacht.

Vergleicht man mit dem Vorjahr, dann ist selbstverständlich ein Einbruch in den Einnahmen zu erkennen, schließlich hat die Weltwirtschaftskrise Jeden betroffen.
Laut Geschäftsbericht haben die Gäste im Durchschnitt 5% weniger ausgegeben, als im Vorjahr. Wenn also der Durchschnittsbesucher 2008 50€ für Essen und Souvenirs ausgegeben hat, so hat er 2009 nur noch 47,50€ ausgegeben. Auf den ersten Blick mag das ja recht wenig erscheinen. Bedenkt man aber, dass Millionen Besucher bei den Ausgaben sparen, dann greift das Sprichwort: "Kleinvieh macht auch Mist."

Die Hotelauslastung ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % gefallen, was unter anderem mit weniger Gästen aus Spanien und mit niedrigerer "business group activity" begründet wird. Ist ja eigentlich auch klar, wenn eine Firma pleite ist wird sie wohl kaum eine Konferenz im DLRP veranstalten.
Und mal abgesehn davon, dass insgesamt weniger Zimmer belegt waren, sanken auch noch die Durchschnittsausgaben pro Zimmer um 5%.

Und jetzt kommt ein sehr interessanter Punkt:
Die Einnahmen durch Immobilien sind im Vergleich zum Vorjahr um 23,1 Millionen Euro gesunken!
Welche Immobilien? Die Euro Disney SCA besitzt einen Großteil der Immobilien im Val d´Europe bzw. verpachtet das Land dort. Im letzten Geschäftsjahr wurde ein großes Grundstück verkauft, was die Immobilieneinnahmen 2008 ansteigen liess. Allerdings entfielen dadurch im Geschäftsjahr 2009 natürlich die entsprechenden Pachteinnahmen.


Wenn man sich jetzt den Cash Flow anschaut, dann wird es in meinen Augen erst richtig interessant.
Die Euro Disney SCA musste im Geschäftsjahr Kredite in Höhe von 86 Millionen Euro abbezahlen. Diese Kredite stammen zum Teil noch aus der Bauphase des Disneyland Resorts und müssen eben früher oder später aufgrund der Vereinbarungen mit den Banken zurückgezahlt werden.
Den Schuldenberg weiter anwachsen liessen außerdem Lizenzzahlungen und Management Gebühren an die Walt Disney Company in Höhe von 25 Millionen Euro und Zinszahlungen in Höhe von 15,1 Millionen Euro an die Caisse des dépôts et consignations.

Im Geschäftsjahr 2010 ist eine Kreditrückzahlung in Höhe von 89,9 Millionen Euro fällig.

Selbstverständlich sind 63 Millionen Euro Verlust eine Menge Geld, doch wenn ich mir so anschaue mit was für Summen hier jongliert wird, dann relativiert sich das Ganze in meinen Augen.

Fakt ist, dass das Resort genug Geld einnimmt, um die laufenden Kosten der beiden Parks und den dazugehörigen Hotels zu decken und um weitere Investitionen tätigen zu können (Toystoryland). Allerdings reichen die Einnahmen momentan nicht aus, um die teilweise 20 Jahre alten Kredite erfolgreich zu tilgen, daher die Verluste.


Ich gebe Disneyfan92 Recht, wenn er behauptet, dass niedrigere Eintrittspreise zwar mehr Leute in die Parks locken, aber die generellen Einnahmen nicht ansteigen lassen.
Im Geschäftsbericht heisst es ja selber
This lower spending was driven by additional promotional offers, which reduced average admission prices, and a higher proportion of our guests visiting from markets close to Paris. These guests generally spend less on merchandise.
Ich denke, dass die Euro Disney SCA sich durchaus bewußt ist, dass man langfristig gesehen mehr Leute von weiter weg ins Resort locken muss, da bei den Tagesgästen aus der näheren Umgebung nicht viel zu holen ist. Inwieweit sich das mit irgendwelchen Angeboten verwirklichen lässt sehe ich allerdings kritisch.
Geschäftsbericht schrieb:
The decrease in average spending per room principally reflected more promotional offers and lower spending on merchandise.
Soll heissen, dass die Durchschnittsausgaben pro Zimmer gerade durch Angebote im Geschäftsjahr 2009 gesunken sind.

Noch ein Nachtrag:
Die Angebote für GB und Spanien haben ja offensichtlich alle nicht gefruchtet, sonst würde die Euro Disney SCA sich ja nicht über die wegbleibenden Briten und Spanier "ärgern".
 
stitch76 steigt in manche Attraktion mit ein
Das die Jahrespässe teurer werden müssen sehe ich nicht so, denn 1. ist es in anderen Freizeitparks ähnlich mit dem Verhältnis Preis Jahreskarte zu Preis Tagesticket und 2. denke ich, dass die Preiserhöhung eher ein Tropfen auf den heissen Stein wäre, denn soviel teurer kann man sie jetzt auch nicht machen, also denke ich das da nicht soviel dabei rauskommen kann.

Deswegen schließe ich mich den Vorschreibern an und bin auch der Meinung, dass atraktivere Angebote sinnvoll wären.

Eine Senkung der Pauschal- und Übernachtunspreise wäre mal ein Anfang.
 
Weirdscha steigt in manche Attraktion mit ein
Ich denke auch ein erneutes Verbot von Essen und Trinken wäre auch nicht schlecht. Wenn ich ganz ehrlich bin hab ich eh kein Bock das immer alles mitzuschleppen. Mir tun die Füsse abends auch so schon genug weh ;)
 
deepie steigt in manche Attraktion mit ein
Ich denke auch ein erneutes Verbot von Essen und Trinken wäre auch nicht schlecht. Wenn ich ganz ehrlich bin hab ich eh kein Bock das immer alles mitzuschleppen. Mir tun die Füsse abends auch so schon genug weh ;)
Das sehe ich kritisch. Wie schon mal bemerkt, sind nicht alle Besucher super reich, und manche müssen sich den Aufenthalt wirklich ansparen. Glücklich wer aufs Geld nicht so schauen muss. Aber gerade die Ersteren, nehmen wir eine Familie mit zwei Kindern, da wird das Essen und Trinken richtig teuer, und ggf. nicht mehr finanzierbar.
Dazu kommt m.E. noch das Verhältnis Qualität und Preis der angebotenen Verpflegung.

deepie
...der Lotto spielen müsste, um gewinnen zu können...
 
Mave110 First Main Street Emporium Specialist
wie oben schon gesagt, man kann halt jeden euro nur einmal ausgeben. und wenn man an der preisspirale dreht, wird halt irgendwo gspart!

außderm glaube ich auch, dass sehr viele tagesgäste den park besuchen. wenn ich mir mein freizeitparkverhalten hier in der ecke so anschaue, dann gehe ich auch in kein restaurant, wenn ich nur einen tag in einen park fahre. dann werden ein paar pommes auf der hand gegessen, und das wars. man möchte ja schließlich auch was erleben an so einem tag. und an "schnellen essensmöglichkeiten" wurde ja auch immer mehr gespart...
 
Weirdscha steigt in manche Attraktion mit ein
So oder so. Es ist ein Teufelskreis, gerecht machen kann man es keinem. Vielleicht würde eine Preisanpassung der Preise und ein gleichzeitiges Verbot, Verpflegung mitzubringen viel ausmachen. Günstig ist es da auf keinen Fall. Aber wie Mave schon sagte, bei meinem letzten Besuch hab ich auch die schnellen Essensmöglichkeiten vermisst. Die wären eine gute Möglichkeit ne schnelle Mark zu machen.
 
stitch76 steigt in manche Attraktion mit ein
Das mit dem Verbot für Essen mit in den Park nehmen finde ich auch eher schlecht.

Wir haben drei Kinder, gehen also immer zu fünft in den Park, da wäre das dann schnell nicht mehr finanzierbar.

Da der Park ja -nehme ich jetzt einfach mal an- hauptsächlich von Familien mit Kindern besucht wird, würde das meiner Meinung nach eher bewirken, dass noch mehr Besucher ausbleiben

Obwohl wir unser Essen immer mit in den Park nehmen, gehen wir bei vier Tagen auch immer an zwei Tagen im Park oder in den Hotels essen. Dann aber meistens Buffett, was bei fünf Personen auch nicht gerade günstig ist. Lassen halt dann dort lieber etwas mehr Geld, bevor wir zwei Mal am Tag Fastfood zu uns nehmen.

Denke das gibt sich dann nicht viel, aber schmeckt besser *gg*.
 
deepie steigt in manche Attraktion mit ein
...Obwohl wir unser Essen immer mit in den Park nehmen, gehen wir bei vier Tagen auch immer an zwei Tagen im Park oder in den Hotels essen...
So ähnlich halten wir es auch. Während des Tages haben wir meist etwas dabei, einmal am Tag gehen wir dann auch essen.
Das Essen und Trinken nur bei Disney käme uns zu teuer.

deepie
...der lieber 4 Liter mit sich rumschleppt...
 
Weirdscha steigt in manche Attraktion mit ein
Okay, ich bin noch kinderlos und kann mir wahrscheinlich auch schlecht die zusätzlichen Kosten ausrechnen und geh so schön blauäugig dran. :)
 
T
Trieli Guest
Das sehe ich kritisch. Wie schon mal bemerkt, sind nicht alle Besucher super reich, und manche müssen sich den Aufenthalt wirklich ansparen. Glücklich wer aufs Geld nicht so schauen muss. Aber gerade die Ersteren, nehmen wir eine Familie mit zwei Kindern, da wird das Essen und Trinken richtig teuer, und ggf. nicht mehr finanzierbar.
Dazu kommt m.E. noch das Verhältnis Qualität und Preis der angebotenen Verpflegung.

deepie
...der Lotto spielen müsste, um gewinnen zu können...
Na, aber für Leute die nicht im Park essen wollen gibt und gab es ja immer schon die Picknick-Area. Und wenn man den Tag gut plant und nicht, wie ich, unkontrolliert futtert, der kann einen Besuch dort auch gut mit einbauen.

Ansonsten denke ich wie Stephie, dass man die Gesamtumstände betrachten muß und nicht nur die Endzahlen. Ausserdem ist es in Frankreich wie in Deutschland. Viel Verlust, große Steuerersparnis. Ist also für solche Konzerne auch immer ein Rechenexempel. Oft werden solche Kreditrückzahlungen dann auch in umsatzstarke Jahre geschoben um auf der Steuerseite mehr einsparen zu können.
 

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