Mit Honeymoonern nach WDW / 2. - 9.10.2010

WDW 
Brandis kennt diverse Charaktere beim Namen
Mitte September haben Freunde von uns geheiratet und als Hochzeitsgeschenk boten wir Ihnen an, sie für eine Woche nach WDW einzuladen und dabei die Unterkunftskosten zu übernehmen.

Im Februar begannen wir mit der Planung. Mein Partner und ich sind bei der Ferienplanung ziemlich frei, allerdings hatten wir nach einer grösseren Reise Anfang Jahr nicht mehr so viele Ferientage zur Verfügung, sodass wir uns mit unseren Freunden auf 1 Woche in WDW einigten. Der zukünftige Ehegatte hatte bezüglich der Ferien ebenfalls keine besonderen Einschränkungen, seine Partnerin arbeitet jedoch an einer Schule und muss sich deshalb an die Schulferien halten. Somit entschieden wir uns dann für die 1. Herbstferien-Woche vom 2. - 9. Oktober.

Unsere 1. Wahl bei der Unterkunft war eine 2 Bedroom Villa mit Savannah View in den Animal Kingdom Villas, Kidani Village. Diese waren leider alle ausgebucht, aber ich konnte dafür eine 2 Bedroom Villa in den Villas at Wilderness Lodge ergattern.

Die Flüge buchte ich bei US Air, die sind zusammen mit Delta meistens am günstigsten für Flüge ab Zürich. Den Mietwagen, einen Mini-Van für 7 Personen (in den meisten anderen Fahrzeugen wird es mit 4 grossen Koffern sonst etwas eng) buchte ich bei emietwagen.ch, hier habe ich ebenfalls meistens die günstigsten Angebote gefunden. Erstmal war nur eine Anzahlung fällig, erst 30 Tage vor Mietbeginn musste dann der Restbetrag bezahlt werden. Zu diesem Zeitounkt erfährt mann dann auch, bei welcher Mietwagen-Firma man das Auto abholen kann. Dieses Mal war es Dollar Rent-a-Car.

Nun begann das lange Warten!

10 Tage vor Abreise konnte ich bei Disney den Online Check-In vornehmen, damit kann man in der Regel im Hotel beim Einchecken etwas Zeit sparen, da alle Unterlagen bereits gedruckt sind und nur noch überreicht werden müssen. Bei der Buchung hatte ich schon angegeben, dass ein Honeymoon-Paar mit von der Partie sein würde und auch 2 Room Requests abgegeben: Nahe von den Fahrstühlen (damit man abends nicht mehr so weit zum Zimmer hat) und Pool-View (da ich nicht unbedingt ein Zimmer in Richtung Bushaltestelle haben wollte). 24h vor Abflug wurde dann auch noch der Check-In bei US Air erledigt. Wobei dort die Sitzplätze bereits bei der Buchung gewählt werden können, so dass es eigentlich nur noch um das Ausdrucken der Boardingpässe geht.

Lustigerweise hatten wir auf den Strecken Zürich - Philadelphia, Orlando - Philadelphia und Philadelphia - Zürich immer die gleichen Sitzplatznummern, nämlich 24 A+B und 25 A+B. Diese Plätze hätten wir auch auf der Strecke Philadelphia - Orlando haben können, aber da auf diesem Flug noch die ganze 6. Reihe frei war, wählte ich diese. Dann kommen wir in Orlando auch schneller aus dem Flugzeug.

Am Freitag abend wurde noch schnell gepackt, ist bei uns immer so, machen wir im letzten Moment. Dank Packing Cubes ging das aber sehr schnell und auch platzsparend. Da wir in der Villa Waschmaschine und Tumbler haben würden, mussten wir auch nicht Unterwäsche und Kleider für die ganze Woche einpacken, was den Koffer ebenfalls noch etwas leichter machte.

Tag 1, Sa. 2.10.2010:

Unser Flug nach Philadelphia war planmässig auf 10:23 angesetzt. Da wir die Ferien gemütlich angehen wollten, waren wir schon um kurz nach 7 am Flughafen, wo am Check-In Schalter nur 2 Leute vor uns warteten. Nach den üblichen Sicherheitsfragen waren die Koffer dann auch schon aufgegeben und wir begaben uns in den Passagierbereich, wo wir es uns in der Swiss Business-Lounge gemütlich machten (obwohl wir natürlich weder Swiss noch Business Class flogen, aber dank Mitgliedschaft bei Priority Pass kommt man an den meisten Flughäfen doch in diese Lounges). Klar, ein kleiner Luxus, aber man gönnt sich ja sonst nichts... :) In gediegen ruhiger Atmosphäre genossen wir Croissants, Fruchtsäfte, Latte Macchiatos, Tees usw. bevor wir uns dann etwa eine Stunde vor Abflug Richtung Terminal E und Sicherheitskontrolle aufmachten. Hier waren die Schlangen schon länger, aber nach ca. 15 min. waren wir da auch durch und konnten uns beim Gate dann gleich fürs Boarding anstellen.

Als wir im Flugzeug waren und uns einigermassen eingerichtet hatten, informierte uns der Pilot, dass sich unser Abflugfenster um ca. 45 min. verzögern würde und die geplante Ankunft in Philadelphia voraussichtlich 1 Stunde später als geplant sein würde. Naja, wir hatten zum Glück mehr als 2h zum Umsteigen und Philadelphia ist im Vergleich zu Atlanta bei der Immigration relativ schnell. Andererseits ist der Flughafen von Philly ziemlich weitläufig und es gibt kein Transportsystem wie in Atlanta, welches alle Terminals verbindet, so dass man zu Fuss ziemlich weite Strecken zurücklegen muss.

Der Flug war wohl ziemlich ereignislos, jedenfalls habe ich die meiste Zeit geschlafen. Wie bereits angekündigt, landeten wir ziemlich genau mit 1h Verspätung. Als wir in Philadelphia in die US Immigration Halle reinkamen, war ziemlich tote Hose da, recht viele Schalter mit Beamten besetzt, an den meisten Schaltern standen 1 oder 2 Personen an, bei manchen Schalter weiter hinten gab es gar keine Warteschlange. Mein Partner und das Honeymoon-Paar waren dann auch in 5 min. durch die Kontrolle durch, ich stellte mich blöderweise ausgerechnet bei dem Schalter an, wo es ein Problem gab. Nach ein paar Minuten wurde jedoch der Schalter daneben auch geöffnet und ich konnte dort hin. Insgesamt hatte ich vom Flugzeug durch die Immigration zur Gepäckausgabe nur etwa 15 min. benötigt, mein neuer Rekord für die Einreise in Amerika. Dadurch mussten wir dann aber natürlich auch etwas länger auf die Koffer warten als üblich. Nach weiteren 10 min. hatten wir die aber auch und konnten sie nach der Zollkontrolle auch gleich wieder abgeben. Danach durch eine Sicherheitskontrolle (rund 5 min. Wartezeit, auch OK) und danach im Sauseschritt von Terminal A ins Terminal C zu unserem Anschlussflug. Als wir beim Gate ankamen, begann gerade das Boarding und da wir in der 6. Reihe sassen durften wir auch gleich rein. Gutes Timing.

Wir landeten pünktlich in Orlando, unsere Koffer kamen so ziemlich also erste aufs Förderband bei der Gepäckausgabe und so waren wir dann relativ schnell im Parkhaus bei Dollar, um das Auto abzuholen. Da ich mich auf der Dollar-Website für deren Kundenprogramm Dollar Express angemeldet hatte, mussten wir nicht erst noch am regulären Schalter der Mietwagenfirma einchecken sondern ich musste im Parkhaus nur noch schnell die Membercard sowie meinen Fahrausweis vorzeigen, danach durften wir uns schon eines der Fahrzeuge aussuchen. Dabei wurde uns noch ein kostenloser Upgrade auf SUV angeboten, was ich dankend annahm.

Ungefähr 19:15 waren wir unterwegs in Richtung Walt Disney World, wo wir eine knappe halbe Stunde später bei der Wilderness Lodge vorfuhren. Eine Neuerung war, dass uns der Parkzettel, mit welchem man während des Aufenthalts kostenlos auf allen Parkplätzen der Themeparks parken kann, direkt beim Security Gate ausgehändigt wurde. Danach Auto ausladen, parken und Zimmerschlüssel an der Rezeption abholen. Das ging dank Online Check-In sehr schnell. Der Wunsch nach einem Zimmer nahe der Fahrstühle war erfüllt worden, die Poolview jedoch nicht, naja, immerhin etwas. Noch ein kurzer Abstecher, um den Owner's Locker abzuholen. Eine Firma in Orlando bietet diese Dienstleistung an, dass man sich als regelmässiger WDW-Besucher jeweils eine Kiste mit Sachen, welche man beim letzten Besuch dort gelassen hat, ins Hotel liefert, am Abreisetag wieder abholt und bis zum nächsten Besuch einlagert. Damit erspart man sich natürlich auch, Dinge, welche man regelmässig braucht, einpacken zu müssen.

Dann also auf zum Zimmer. Die DVC-Villas befinden sich in einem separaten Gebäude neben der Wilderness Lodge. Die beiden Gebäude sind durch einen überdachten Durchgang miteinander verbunden. Das Villas-Gebäude ist wie die Lodge selbst sehr rustikal dekoriert, strahlt aber im Gegensatz zur Lodge, wo ja alles ziemlich kollossal und pompös ist, eine familiäre und intime Atmosphäre aus. So richtig passend zum DVC-Slogan "Welcome Home".

Unser Zimmer bzw. die 2-Bedroom Villa befand sich im 4. Stock, wirklich fast um die Ecke von den Fahrstühlen. Als wir beim Zimmer ankamen, stand direkt vor der Türe seltsamerweise ein Housekeeping Wagen. Seltsam deshalb, da die ja meistens im Laufe des Nachmittags mit Putzen fertig sind und die Wagen dann verstaut werden. Naja, ich dachte mir nicht viel dabei und schob ihn zur Seite. Sehr schwer, die Dinger.

Als ich die Türe öffnete, sah ich, dass jemand am Tisch im Wohnzimmer sass und etwas ass. Zuerst dachte ich, dass wir ein bereits belegtes Zimmer zugewiesen bekommen hatten, dann aber bemerkte ich, dass es sich um eine Putzfrau handelte, welche anscheinend gerade Pause machte und ein Abendessen zu sich nahm. Ich war natürlich etwas überrascht und stand einfach mal doof in der Tür, aus Richtung Küche kam dann eine 2. Putzfrau und diese meinte bloss "Not clean". Ich nahm an, sie meinte die Wohnung und schloss die Türe wieder. Ich wies meine Begleiter an, es sich in der Eingangshalle der Villas vor dem Kamin gemütlich zu machen, während ich zur Reception im Hauptgebäude zurückkehrte. Ich sagte, dass die uns zugewiesene Villa noch gereinigt würde, was den CM am Empfang ebenfalls erstaunte. Er entschuldigte sich, verschwand kurz im Backoffice und als er zurückkam, meinte er, er würde uns eine andere Wohnung zuweisen. Als er im Computer meine Requests sah, sagte er, er hätte was mit Poolview, allerdings wäre es nicht direkt bei den Fahrstühlen. Ich war einverstanden und er druckte uns neue Schlüsselkarten aus. Dieses Mal war niemand in der Wohnung, als wir reinkamen und sie war auch in tadellosem Zustand.

Wir deponierten nur schnell das Gepäck und begaben uns dann fürs Abendessen zurück in die Lodge, wo ich im Whispering Canyon Cafe Plätze reserviert hatte. Nach dem langen Flug war es dort zwar etwas laut, aber netterweise wurden wir an einen Tisch etwas abseits des Trubels gesetzt. Da wir nicht allzu hungrig waren, bestellten wir nur Vorspeisen und waren damit mehr als genug gesättigt.

Bevor wir in die Villa zurückkehrten machten wir noch einen Abstecher zu den Pools und genossen den Ausblick vom Strand auf den Bay Lake. Für den nächsten Tag war der Besuch im Animal Kingdom geplant, welches von 9 bis 17 Uhr geöffnet sein würde. So konnten wir nach dem Parkbesuch noch etwas am Pool entspannen, bevor es dann wieder zum Abendessen ging.

Wir einigten uns, um 8 Uhr fürs Frühstück abfahrbereit zu sein und begaben uns dann ins Bett, nachdem ich den Wecker auf 7:15 gestellt hatte.

Fortsetzung folgt: Tag 2, Animal Kingdom
 
mecky hat seit Jahren ne Jahreskarte fürs MSE
cooollll......schöne fotos und guter bericht. dankööööö :D
 
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Tag 2, 3.10.2010: Animal Kingdom

So, nachdem die Vorgeschichte und Planung erzählt sind, sollte es nun weniger langatmig weitergehen. Auf die Beschreibung der Attraktionen werde ich weitgehend verzichten, schliesslich sollten diese hinreichend bekannt sein und beschränke mich mehr auf persönliche Eindrücke und Erlebnisse.

Wecker war auf 7 Uhr gestellt, allerdings bin ich schon um 6 aufgewacht und da ich mich nicht mehr müde fühlte, stand ich auf, duschte und gab mich dann einer meiner Lieblingsbeschäftigungen in WDW hin, ein Frühmorgen-Spaziergang durch die Hotel-Anlage, die Atmosphäre um diese Zeit ist einfach genial, wenn noch keine Gäste da sind und man höchstens ab und zu einen CM beim Putzen sieht. Im Roaring Fork hab ich meinen Refill Mug mit heissem Tee aufgefüllt, dann bin ich zurück zu den Villas geschlendert und habs mir mit dem Tee auf dem Balkon gemütlich gemacht und ein bisschen Mails gecheckt. Langsam kam in den beiden Schlafzimmern Leben auf und gegen 8 Uhr konnten wir zum Frühstück losfahren. Da heute Animal Kingdom auf dem Plan stand, entschieden wir uns für den Dennis am Irlo Bronson Highway, da es von dort nicht mehr weit war bis zum Park.

Unsere Reisebegleiter machten das erste Mal Bekanntschaft mit amerikanischen Klimaanlagen (bei uns im Zimmer ist sie auf 20 Grad eingestellt), wobei es dort wirklich extrem kalt war, was sogar die Kellnerin bestätigte. Aber sie sagte, dass sie die Temperatur leider nicht ändern können. Die Bedienkonsole für die Klimaanlange war tatsächlich abgeschlossen...

Kurz nach neun kamen wir auf dem AK Parkplatz an und es war noch nicht sehr voll. Wir setzten uns ins Tram, aber es gab ein Problem mit dem Mikrofon und der "Schaffner" konnte nicht mit dem Fahrer kommunizieren. Nachdem wir ein paar Min. gewartet hatten, entschieden wir uns, zu Fuss zum Parkeingang zu gehen. War dann auch wirklich schneller.

Die Wartezeiten bei den Rides waren nicht übermässig lange und auch sonst fühlte sich der Park nicht sehr voll an.

Höhepunkt der Safari waren die Warzenschweine, welche ich dieses Mal wirklich zum ersten Mal sah und dann hatten sie auch noch Junge, sehr niedlich!

Der Park schloss um 17 Uhr und zu der Zeit hatten wir auch alles gesehen was wir wollten, so dass wir gemütlich zum Ausgang schlenderten. Beim Ausgang gabs noch eine kleine Abschieds-Show mit Donald, Daisy, Minnie und Goofy. Keine Ahnung, wo Mickey steckte.

Abendessen war für 20:15 im Boma Buffet in der AKL reserviert, so hatten wir nun noch genügend Zeit, ein bisschen beim Pool der Villas at Wilderness Lodge auszuspannen.

Boma war wie immer sehr lecker und ich habe so ziemlich alle Sachen auf dem Buffet probiert. Das Angebot wechselt 3x die Woche, so dass man auch bei wiederholten Besuchen eigentlich immer wieder mal was neues dort finden sollte.

Danach gings zurück ins Hotel.

Fortsetzung folgt: Tag 3, Epcot
 
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Nachtrag 2. Tag

Etwas hab ich noch vergessen:

Ich hatte ja bei der Buchung schon erwähnt, dass wir Honeymooners dabei haben würden und mir einfach gedacht, dass sie beim Check-In allenfalls Anstecker dafür kriegen würden. Die Honeymoon Mouse-Ohren hatte ich ja bereits bei meinem letzten Besuch besorgt und in meiner Owner's Locker-Kiste deponiert.

Als wir am Abend des 2 Tages in die Wohnung zurück kamen, stand auf der Ablage beim Spiegel im Eingangsbereich eine Glückwunschkarte und auf dem Tischchen im Wohnzimmer war eine Pralinenschachtel, welche komplett aus Schokolade gefertigt war und auf dem Deckel das Logo der Wilderness Lodge hatte, gefüllt war sie mit diversen Pralinen.

Die Glückwunschkarte war von Mickey und seinen Freunden unterschrieben und enthielt ausserdem einen Fotopass, mit dem man einen Rabatt beim Kauf von Bildern bekam. Wie gross die Ermässigung war und ob sie nur auf ein Bild oder für sämtliche Photopass-Bilder galt, weiss ich allerdings nicht mehr.

Jedenfalls fand ich dies eine nette Aufmerksamkeit von Seiten der Hotelleitung, welche uns angenehm überraschte!
 
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Tag 3, 4.10.2010: Epcot

Auf allgemeinen Wunsch wurde die Weckzeit auf 7:30 verlegt, wobei ich darauf bestand, dass spätestens 8:10 zum Frühstück losgefahren wird. Heute frühstückten wir im IHOP an der South Apopka Vineland Road, da man von dort ziemlich schnell nach Epcot kommt.

Kurz nach 9 Uhr waren wir dann auf dem Parkplatz von Epcot und dank AAA Diamond Parking Pass konnten wir in der 2 Reihe parkieren, somit waren wir nicht auf das Tram angewiesen.

Nachdem wir durch die Ticketkontrolle waren, schickte ich meine Begleiter zur Guest Relations, um dort einen Übersetzung Kopfhörer für einen der Mitreisenden zu besorgen, welche kein Englisch versteht. In der Zwischenzeit besorgte ich Fastpässe für Soarin. (Zeitfenster 10:30 - 11:30) Standby Wartezeit bereits 40 min.

Danach traf ich unsere Gruppe beim Eingang von Spaceship Earth wieder, welches wir als erstes fuhren. Danach Test Track (20 min. Wartezeit), Mission Space, Green Team (was für ein Scheiss!!!): 5 min. und Ellen's Energy Adventure: ca. 10 min. (Vorfilm anschauen). Dort wählte ich natürlich genau den falschen Wagen, so dass wir zwar in der ersten Reihe, aber im hintersten Wagen sassen. Der Wagen links fährt als erster los...

Inzwischen wars schon etwas nach Mittag, aber da man die Fastpässe gleichentags auch nach der angegebenen Zeit verwenden kann, war das kein Problem. Danach wurden auch noch "Living with the Land" (5 min.) und der Film mit Timon und Pumbaa (5 min.) abgehakt.

Da das Selbstbedienungs-Restaurant im Land Pavillion eine recht vielfältige Speisekarte hat, entschieden wir uns, hier das Mittagessen einzunehmen. Anlässlich des Food & Wine Festivals gab es ausserdem 2 Spezial-Angebote, welche ich mir nicht entgehen lassen wollte:

Ein kleines Brötchen, mit einem Portobello Pilz und Balsamico Sauce belegt sowie kalter Glasnudelsalat mit kurz angebratenem Thunfisch. Sehr lecker.

Beim Innoventions-Breezeway entdeckte ich eine neue Musikgruppe. Wobei, vielleicht gibts die schon länger, jedenfalls kannte ich sie noch nicht. Ist wohl sowas wie die Nachfolger der Jammitors, nur dass sie statt Reinigungspersonal, welches auf Mülleimern usw. Musik macht, als Köche verkleidet waren und Kochutensilien als Musikinstrumente verwendeten. Wie sie hiessen, ist mir leider entfallen.

Nun gings weiter zum World Showcase. Im Gegensatz zu Future World war hier deutlich mehr los, wohl auch wegen des Food & Wine Festivals, da sich hier die meisten Angebote dafür befinden. Bei der Fiesta Tour in Mexico gabs keine Wartezeit, also gleich dort rein. 50 min. für die Fjordfahrt in Norwegen wollten wir uns allerdings nicht antun.

Da in etwa einer halben Stunde der letzte Auftritt des Tages der Voices of Liberty sein würde, würdigten wir China, Deutschland und Italien nur von der Promenade aus kurze Blicke und begaben uns direkt zum American Adventure. Die Voices waren wie immer sehr gut! Nach der Show hörten wir, dass in Japan gerade die Trommel-Show stattfand, welche wir auch noch genossen. Dann kaufte ich im kleinen Süssigkeiten-Laden gegenüber von Mitsukoshi eine Schachtel mit Reisteig-Süssigkeiten mit einer Melonen Füllung, sehr lecker.

In Marokko legten wir eine Tee-Pause ein, wobei dann auch gleich die japanischen Süssigkeiten verputzt wurden. Ich ging nochmals nach Japan zurück, um mir Kakigori (geraspeltes Eis) mit Regenbogen-Aroma zu holen. Bevor ich zurück nach Marokko ging, schaute ich Miyuki noch etwas bei ihrer Candy-Kunst zu. Schade, dass sie ihre Kunstwerke nicht mehr, wie früher, verschenkt. Man kann zwar noch mit ihr und den Zuckerfiguren für ein Foto posieren, muss sie danach aber wieder abgeben.

In Frankreich begann gerade Impressions de France, so schauten wir uns diesen Film auch gleich noch an. Als wir aus dem Film rauskamen, hatte es bei der französischen Bäckerei ausnahmsweise mal keine riesige Schlange und eigentlich kaufe ich mir dort immer gerne ein sehr leckeres Croissant, wie man sie sonst wirklich nur in Frankreich bekommt. Da es aber schon kurz vor unserer Essenzeit im Coral Reef Restaurant war, wollte ich mir den Appetit dafür nicht verderben.

In England gabs noch einen kurzen Besuch bei Carol Stein, der Pub Pianistin (Hat Lady) und dann mussten wir los Richtung Corall Reef Restaurant. Erfreulicherweise bekamen wir einen 4er Tisch direkt an einer der Aquariumscheiben zugewiesen und wurden regemässig von Mantarochen, Haien und Schildkröten besucht. Das Essen war sehr lecker, der Service leider etwas langsam, so dass wir auf die Nachspeise verzichten mussten, weil wir uns einen guten Platz für Illuminations sicher wollten.

In Kanada fanden wir was passendes, direkt am Zaun, von wo aus man den ganzen See gut überblicken konnte. Da es noch eine Stunde bis zum Beginn des Feuerwerks war, schichte ich die anderen noch in die "Oh Canada" 360 Grad Filmshow, während ich die Stellung hielt.

Nachdem wir das Feuerwerk genossen hatten und die Menschenmassen alle Richtung Ausgang strömten, machten wir es uns auf einer Bank bequem und schauten, wie die Leute in der Masse eingequetsch Richtung Ausgang geschoben wurden. Als dann praktisch niemand mehr vorbei kam, machten wir uns gemütlich auf zum Parkplatz, der inzwischen auch schon sehr leer war.

Nach rund 20 Minuten waren wie zurück in der Wilderness Lodge und konnten diesen Tag ebenfalls abschliessen.

Fortsetzung folgt: 4. Tag, Islands of Adventure mit The Wizarding World of Harry Potter
 
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Tag 4, 5.10.2010: Islands of Adventure

Heute wurden wir Disney abtrünnig und besuchten Islands of Adventure im Universal Resort.

Da wir eine etwas längere Anfahrt hatten als für die On-Site Parks und ich möglichst zu Öffnung des Parks da sein wollte, konnte ich für heute wieder die Aufstehzeit 7 Uhr durchsetzen. Spätestens 7:45 wollte ich abfahrbereit sein. Schlussendlich schafften wir es sogar noch ein paar Minuten früher.

Auf der I-4 gings nordwärts Richtung Universal, am Vorabend hatte ich bereits den dem Universal-Eingang nächstgelegenen IHOP rausgesucht und diesen steuerten wir an. Es handelte sich um ein kleineres, älteres Lokal, sehr gemütlich und nicht sehr voll. Zum Glück, denn wenn sie gut besetzt sind, kanns bei IHOP manchmal ziemlich lange dauern, bis man sein Essen bekommt.

Nachdem wir uns gestärkt hatten, warens keine 5 min. mehr zu Universal. Aus Bequemlichkeit liessen wir das Auto parkieren (Valet) das hatte zusätzlich den Vorteil, dass man sich bereits beim Eingang zum Citywalk (Universal's Version von Downtown Disney) befand. Doch auch von hier aus ist es noch ein ziemlicher Weg zu den Parkeingängen.

Der Park war bereits offen, da wir ein paar Min. nach 9 Uhr ankamen, aber von den Menschenmassen her sah es nicht allzu kritisch aus. Tickets hatte ich bereits im Voraus bestellt, so dass wir gleich durch die Drehkreuze konnten.

Den Port of Entry (IOA's Version der Mainstreet) durchquerten wir unbesehen, für Shopping war später noch Zeit. Bei der Lagune angekommen, erhaschten wir am Horizont einen ersten Blick auf Hogwarts. Da der Weg rechts um die Lagune herum etwas kürzer ist und die meisten Leute scheinbar den Parkbesuch linksherum angehen (wobei in IOA linksherum auch die spannendsten Attraktionen zuerst kommen) wandten wir uns nach rechts und durchquerten Seuss Landing und Lost Continent, die zu diesem Zeitpunkt noch völlig ausgestorben waren.

Je näher wir jedoch zur Wizarding World of Harry Potter kamen, desto wuseliger wurde es und Hoagsmead sah sehr überlaufen aus. Beim Hogwarts Express schossen wir ein erstes Photo, danach kämpften wir uns aber weiter durch die Massen zum neuen heiligen Gral dieses Parks, dem Ride "Harry Potter and the Forbidden Journey". Zur Sicherheit noch schnell am Eingang probesitzen, kein Problem und dann weiter. Erfreut stellten wir fest, dass die Wartezeit nur mit 20 min. angezeigt wurde. Also gleich weiter.

Der Beginn der Warteschlange ist in den Kellergewölben unter Hogwarts, entsprechend war es sehr dunkel hier. Wer an Nachtblindheit leidet, ist hier wohl auf Hilfe angewiesen. Nach wenigen Metern kam man aber schon wieder ans Tageslicht und ins Gewächshaus. Dieser Teil der Warteschlange besteht aus zwei Ebenen, bis zum oberen Teil konnten wir durchgehen, dann stiessen wir auf die ersten wartenden Leute. Doch auch hier war es nur eine direkte Reihe bis zum Eingang des Schlosses, wo gemäss Berichten, welche ich zuvor gelesen hatte, der interessante Teil des Wartebereichs beginnen sollte, mit den sprechenden Bildern usw.

Auch durch den übrigen Wartebereich wurden wir ziemlich direkt durchgeführt, um gewisse Räume richtig anschauen zu können, stellten wir uns teilweise auch auf die Seite und liessen Leute hinter uns durchgehen, da es fast zu schnell vorwärts ging, um alles aufzunehmen.

Im Schloss selbst kommt man zuerst durch eine Eingangshalle mit Statuen der Gründer von Hogwarts und einem Gerät, welches die Punkte der 4 Häuser anzeigt (in der Geschichte erhielten die Gruppen (Häuser) welchen die verschiedenen Schüler angehörten, jeweils Plus- oder Minuspunkte für gutes oder schlechtes Benehmen). Danach ein paar hohe Räume mit sprechenden und bewegten Bildern. Dieser Effekt war sehr gut gemacht, die Bilder sagen tatsächlich wie Ölgemälde aus. Dann folgten das Büro von Dumbledore sowie der Klassenraum für "Defense against dark arts" und dann der Zugang zum Gemeinschaftsraum von Gryffindor mit dem Bild der "Fetten Dame" am Eingang. Zum Schluss kam noch der "Sorting Hat", welcher letzte Sicherheitsanweisungen gab, bevor man dann auf den fliegenden Bänken Platz nehmen konnte. Für kleine Gegenstände gibt es übrigens in der Rückenlehne ein kleines Fach zum Verstauen, das habe ich jedoch erst bei der zweiten Fahrt entdeckt.

Den Ride selbst fand ich, sagen wir mal, interessant. Er ist ziemlich lange, technisch gut gemacht, aber die Übergänge zwischen den Realszenen und den Filmszenen waren etwas abrupt und ziemlich offensichtlich. Das Prinzip ist ähnlich wie bei Spiderman, doch dort fand ich die Übergänge zwischen echten Kulissen und Filmszenen nicht so krass. Das Fluggefühl, wenn man über Hogwarts fliegt, ist aber extrem cool, vergleichbar mit Soarin.

Insgesamt geht alles sehr schnell und beim ersten Mal hatte ich Mühe, der Storyline zu folgen und bei manchen Szenen erkannte ich nicht einmal, um was es da ging, z.B, gleich zu Beginn, wo man auf den Rücken gelegt wird und erstmal nur Mauern vorbeiflitzen sieht. Bei der zweiten Fahrt erkannte ich dann, dass dies der Flug durch die Kamine, ausgelöst durch das Flohpulver von Hermine, sein sollte.

Die Technik hinter dem Ride ist auf jeden Fall sehr clever gemacht und hat auch für zukünftige Attraktionen sicher noch ein grosses Potential und man muss schon sehr bewusst hinschauen, um etwas davon sehen zu können. Wie die langen Flugszenen gemacht werden, habe ich auch erst bei der zweiten Fahrt rausgekriegt. Sage dazu aber erstmal noch nicht, damit auch andere die Fahrt unbeweschwert geniessen können. Weiss man mal, wie es funktinoniert, fällt es einem nämlich immer wieder auf, auch wenn man es gar nicht will.

Meinen Mitreisenden war die Fahrt etwas zu intensiv, so dass wir für den Moment auf eine zweite Fahrt verzichteten. Beim Verlassen des Rides muss man durch einen Laden durch, Filch's Emporium, welcher extrem eng und extrem voll war, so dass man sich richtiggehend zum Ausgang durchkämpfen musste. Der Laden hätte sicher einige interessante HP Artikel gehabt, aber bei dem Gedränge wollten wir einfach nur noch raus. Leider sind die übrigen Läden im HP-Themenbereich (Ganze 3 oder 4 an der Zahl) noch kleiner und enger, werden aber von ebensovielen Leuten bestürmt, so dass wir von Shopping absahen und hofften, am Abend im Port of Entry allenfalls auch noch ein paar HP Sachen entdecken zu können.

Beim Rausgehen sahen wir, dass die Wartezeit für Forbidden Journey inzwischen auf 40 min. angestiegen war. Wir begaben uns zum Hogshead Pub, wo wir uns einen Becher Butterbeer und einen Becher Pumpkinjuice kauften und es uns dann auf der Terasse mit Sicht auf Hogwarts bequem machten. Das Butterbeer schmeckte echt lecker, mit dem Pumpkinjuice konnten wir allerdings weniger anfangen, es war ein bisschen wir übersüsster Karottensaft.

Während meine Freunde noch etwas pausierten, nahm ich die Gelegenheit war, mit dem ehemaligen Duelling Dragons (neu: Dragon Challenge) zu fahren (ca. 10 min. Wartezeit). Die Fahrt war noch so sanft, wie ich sie in Erinnerung hatte, sehr angenehm. Von Hulk, den ich später fuhr, konnte man das leider nicht mehr sagen, aber dazu später mehr.

Auf dem Weg zurück zu den anderen machte ich noch einen Abstecher in der Herrentoilette, wo man tatsächlich Moaning Myrtle jammern hören konnte.

Nun begaben wir uns Richtung Jurassic Park, welcher nach Hogsmeade völlig verlassen wirkte. Beim Riveradventure waren 10 min. Wartezeit angegeben, mehr als 5 warteten wir aber nicht, deshalb stellten wir uns nach der ersten Fahrt auch gleich nochmal an. Aufgrund einer kleinen Panne mussten wir dieses Mal etwas länger, aber auch nicht mehr als die angegebenen 10 min. warten.

Dann gings auch schon weiter zu Popeye's Save Haven, wo ich die Wasserfahrt Bluto's Bilge Barges als ziemlich lang und spassig in Erinnerung hatte. Lang war sie tatsächlich, spassig auch ziemlich, allerdings auch extrem nass. Hatte zwar einen Regenschutz an, aber war doch ziemlich durchtränkt. Handy blieb zum Glück trocken! Ohne Regenschutz hätte ich aber auch gleich ins Wasser springen können, hätte keinen Unterschied gemacht.

Nachdem wir nun sowieso schon recht feucht waren, fuhren wir auch gleich noch "Doodley Do-Rights Rip Saw Falls", welcher ein bisschen wie Splash Mountain ist, jedoch mit einer schnelleren Schussfahrt. Hier wurden wir aber zum Glück nicht mehr viel mehr nass. Trotzdem leisteten wir uns danach eine Runde im People Dryer, da es heute etwas bewölkt und dadurch etwas kühler war. Nicht wirklich kalt, aber mit nassen Kleidern dennoch unangenehm.

Nun gings noch weiter zum Spiderman Ride (keine Wartezeit) und Hulk, (den ich alleine fahren musste...) mit etwa 15 min. Wartezeit.

Somit waren wir eigentlich einmal komplett um den Park rum, aber die ersten 2 Länder hatten wir am Morgen ja noch ausgelassen. Also gleich weiter zu Cat in the Hat in Seuss Landing, welche vergleichbar ist mit dem Pooh-Ride im MK.

Inzwischen waren wir etwas hungrig und deshalb begaben wir uns nochmals nach Hogsmeade, da das 3 Broomsticks Restaurant, wo wir am morgen kurz reinschauten, interessant aussah und auch für alle von uns etwas essbares anzubieten schien.

Ich genehmigte mir, echt englisch, Fish and Chips und ein Butterbeer dazu, so langsam wurde ich süchtig nach dem Zeug. Der Fisch war sehr lecker und qualitativ einiges besser als der, den ich im Mai in Epcot im Rose & Crown Pub hatte. Zum Nachtisch gabs dann nochmals ein Butterbeer... :)

Danach besuchten wir noch die "Sinbads Eigth Voyager" Stunt Show, welche wir eher peinlich und kindisch fanden. Danach noch Poseidon's Fury, wo wir fast 30 min. warten mussten, nicht weil es sehr viele Leute hatte, aber da die Show nur alle 30 min. lief und wir die vorhergegende gerade verpasst hatten.

Und als Abschluss gabs dann noch eine Fahrt in den Seuss High-in-the-Sky Trolley, vergleichbar mit dem Peoplemover in Tomorrowland, aber um einiges kürzer, kaum hatte man es sich im Wagen bequem gemacht, war die Fahrt auch schon wieder zu Ende.

Auf dem Weg zum Parkausgang schauten wir noch in die Läden im Port of Entry rein, fanden aber nichts, dass wir unbedingt gebraucht hätten und so gingen wir von Souvenirs unbeschwert zurück Richtung Parking.

Beim Verlassen des Parks stellte ich fest, dass scheinbar viele Teenies den Park in kompletten Harry Potter Outfits (Schuluniformen, Umhänge etc.) besuchten, teilweise auch als Pärchen. Als wir am Morgen zum ersten Mal durch den Harry Potter Bereich gingen, dachte ich mir noch, wie viele Team Members (CM's bei Universal) scheinbar in diesem Bereich nur zur Steigerung der Atmosphäre eingesetzt wurden. Denn überall sah man Hogwartsschüler rumspazieren, welche scheinbar nichts zu tun hatten und ich wunderte mich, dass es anscheinden sogar Liebespaare hatte, welche Händchenhalten durch die Gegend hüpften und sich verliebt ansahen. Als ich beim zweiten Besuch am Nachmittag dann auf der Restaurant-Terasse welche sah, die rumknutschten, fand ich es dann schon etwas seltsam, aber dass es sich um Gäste handelt, realisierte ich erst beim Rausgehen. Die Kostüme sahen einfach zu perfekt aus. :)

Zurück im Hotel entspannten wir uns eine Weile am Pool, bevor wir in die Westside von Downtown Disney Abend essen gingen im House of Blues. Hier vermisste ich bereits schmerzlich, kein Butterbeer bestellen zu können... *grins*

Fortsetzung folgt: Tag 5, Magic Kingdom
 
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nach was schmeckt den diese butterbeer?
Ist noch schwierig zu beschreiben. Cremig, vanillig, aber doch auch etwas würzig und auch nicht allzu süss. Den "Schaum" würde ich als wenig steif geschlagene süsse Schlagsahne mit einem Hauch Marshmallow beschreiben.

Am leckersten ist es, wenn man versucht, immer ein bisschen von der Flüssigkeit und vom Schaum zusammen zu trinken.

Dieses Butterbeer-Rezept soll ziemlich nah ans Original rankommen:

http://www.chicaandjo.com/2010/08/12/butterbeer-recipe/

Ich hoffe, die entsprechenden Zutaten in den nächsten Tagen auch zu bekommen um zu schauen, ob es wirklich ähnlich schmeckt.
 
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Tag 5, 6.10.2010: Magic Kingdom

Da wir für den heute geplanten Besuch im Magic Kingdom mit dem Boot fahren wollten, entschieden wir uns, im Hotel zu frühstücken, um nicht viel Zeit mit Hin- und Herfahren zu verlieren.

Die Auswahl im Selbstbedienungs-Restaurant der Wilderness Lodge, Roaring Fork, ist leider nicht sehr berauschend, im Vergleich zu den Menükarten von Denny's und IHOP. Aber es war ja nur 1 Tag und morgen würde es wieder Schlemmermenü geben... :)

Die gemütliche Bootsfahrt zum Magic Kingdom war der passende Einstieg in diesen Tag. Der Bräutigam konnte heute endlich mal dazu überredet werden, die Bräutigam-Mickey Ohren zu tragen, wenn auch etwas widerwillig.

Etwas nach neun Uhr kamen wir am Parkeingang an, der Andrang hielt sich in Grenzen. Erstes Ziel war die Eisenbahn, da ich gute Erfahrung damit gemacht hatte, als erstes mit der Bahn ins Frontierland zu fahren und dort Splash und Big Thunder Mountain zu fahren, ohne lange Warteschlangen. Denn es dauert eine ziemliche Weile, bis die ersten Fussgänger in diesem Bereich auftauchen.

Tatsächlich waren beide Mountains Walk-Ons. Als nächstes begaben wir uns ins Adventureland, wo es auch bei den Piraten keine Wartezeit gab. Während der Anhang ein bisschen im Piratenladen shoppte, holte ich für alle FPs für die Jungle Cruise. Danach gings weiter mit dem Tiki Room, wo wir gerade hinzukamen, als sich die Türen für die nächste Show öffneten.

Da es noch ein paar Min. bis zur FP Zeit für die Jungle Cruise war, kauften wir uns Pineapple Floats und machten es uns neben den Flying Carpets gemütlich. Dann gings weiter mit Jungle Cruise (dank FP keine Wartezeit) und dann Country Bear Jamboree wo ebenfalls gerade eine Show startete und wir direkt reinlaufen konnten.

Zusammenfassung bis jetzt: 6 Attraktionen (7, wenn man die Zugfahrt dazu zählt), 0 min. Wartezeit. Nicht schlecht, der Tag fing gut an.

Leider war der Raddampfer nicht in Betrieb, eine gemütliche Fahrt um die Tom Saywer Island wäre nett gewesen. Bei der Hall of Presidents mussten wir etwa 5 min. warten, bis die nächste Show begann, beim Haunted Mansion gabs etwa 10 min. Wartezeit.

Im Harbor House genehmigten wir uns ein kleines Mittagessen. Tipp: in der oberen Etage ist praktisch nie was los, dort findet man eigentlich immer Platz, auch wenn unten alle Tische besetzt sind. Nach der Stärkung gings weiter ins Fantasyland, wo wir Philharmagic genossen und den Poohride, den ich hier in WDW zum ersten Mal machte. Mein Fazit: Kein Vergleich mit Tokyo, die dortige Version ist um Längen besser!

Nun folgte die Attraktion, bei der wir die längste Wartezeit des Tages, etwa 20 min., erlebten: Autopia :noidea: Der Bräutigam wollte halt unbedingt damit fahren. Naja, immerhin kann ich nun sagen, dass ich da auch mal drauf war. Been there, done that.

In Tomorrwland entspannten wir uns dann mit der obligatorischen Fahrt im Peoplemover und danach folgte der ebenfalls obligatorische Besuch im Carrousel of Progress.

Das Brautpaar hatte sich bis heute bis jetzt mit Shoppen zurückgehalten, deshalb mussten wir ihnen nun Shoppingzeit in der Main Street einräumen. Mein Freund besorgte sich ein Eis und ich kaufte mir eine Cinnamon Roll in der Bakery, wo wir es uns gemütlich machten, während die anderen beiden im Glasladen nebenan Grosseinkauf machten.

Als Abschluss schauten wir uns noch die Fahnenzeremonie an und fuhren danach noch eine Runde in der Monorail, damit wir das für diesen Aufenthalt auch mal noch gemacht hatten.

Im Contemporary stiegen wir aus und nahmen das kleine Boot zurück zur Wilderness Lodge, wo wir noch ein bisschen badeten, bevor wir später am Abend wieder mit dem Boot zurück zum Contemporary fuhren, wo wir eine Reservation zum Abendessen hatten, gerade richtig, um vor dem Essen noch Wishes von der Terasse aus schauen zu können.

Kurz vor 23:30 verliessen wir als letzte Gäste den California Grill und schafften es auf das letzte Boot zur Wilderness Lodge.

Fortsetzung folgt: Tag 6, Disney's Hollywood Studios
 
Brandis kennt diverse Charaktere beim Namen
Tag 6, 7.10.2010: Hollywood Studios

Für heute standen die Hollywood Studios auf dem Programm, mit Fantasmic als Tagesabschluss.

Same procedure as every day: 7:30 Aufstehen, kurz nach 8 Uhr zum Frühstück losfahren, heute gings wieder zum IHOP an der South Apopka Vineland Road, mit der Abkürzung durch den Backstage-Bereich.

Kurz nach 9 Uhr waren wir dann auch bei den Studios, wo der Parkplatz schon gut gefüllt war. Das Gewusel am Eingang liess auch nichts gutes erahnen und tatsächlich sollte der heutige Tag so ziemlich das Gegenteil von gestern (mit den praktisch nicht existenten Wartezeiten) sein. Bei der Infotafel bestätigte sich diese Befürchtung dann auch: ToT 60 min. / Studio Tram Tour 40 min. / Toy Story Mania 140 min!

Naja, ich vereinbarte mit den anderen einen Treffpunkt und lief los, um Fastpässe für Toy Story Mania zu besorgen, nur um festzustellen, dass knapp eine Stunde nach Parköffnung (und einer Parkschliessungszeit von 23 Uhr) bereits alle FPs für den Tag ausgegeben worden waren. Tja, unverrichteter Dinge zurück und erstmal bei einer der wenigen Attraktionen mit relativ kurzer Wartezeit anstehen: Great Movie Ride, 20 min. Das war OK. Da in Kürze die Indiana Jones Stund Show starten würde, setzten wir uns dort rein und hatten auch recht gute Plätze. Gleich im Anschluss gingen wir zur Auto-Stunt Show. Diese besuchte ich zum ersten Mal in Florida. Dabei stellte ich fest, dass die Unterschiede minim waren, abgesehen davon, dass die Tribüne vermutlich mehr als doppelt so gross wie in Paris ist. Die Show war gleich langatmig wie in Paris und ich döste zwischendurch immer mal wieder ein. Das einzige Element, das in Paris nur in den ersten paar Shows vorhanden war, war die Jetski Verfolgungs-Jagd, aber besser wurde die Show dadurch auch nicht. Die Pausen, um die einzelnen Szenen vorzubereiten, zogen sich einfach zu lange hin.

Am Ende der Show dauerte es dann auch sehr lange, bis man die Tribüne verlassen konnte. Trost war jedoch, dass man von zuoberst im Treppenhaus den ganzen Catastrophe Canyon mitsamt der Wassertanks überblicken konnte und mal eine ganz andere Perspektive darauf hatte. Nur schade, dass unsere Freunde so bereits sahen, was bei der Tour auf sie zukommen würde. Wir hätten sie gern damit überrascht. Aber schlussendlich machten wir die Tour dann sowieso nicht, weil die Wartezeit zu lange war. Nach der Stunt Show gingen wir zu Muppet Vision 3D, wo es überaschenderweise gar keine Schlange hatte und wir direkt in den Pre-Show Bereich gehen konnten und dort nur ein paar Minuten auf den Beginn der nächsten Show warten mussten. Seit der Umstellung auf Digital-Projektion früher dieses Jahr sieht dieser Film besser aus als je zuvor, hier wurde wirklich tolle Arbeit geleitet und der Unterschied ist deutlich sichtbar.

Da uns die Menschenmassen im Park langsam auf die Nerven gingen, entschieden wir uns, mit dem Boot von den Studios zum Beach Club zu fahren, und dort im Beaches & Cream ein Eis zu essen. Leider sass am Nebentisch ein kleines Kind, dass die ganze Zeit quengelte und zwischendurch wie eine Sirene losschrie. Da dies auch nicht sonderlich entspannend war, flüchteten wir uns zum Quiet Pool des Beach Clubs, wo wir es uns auf Liegestühlen bequem machten und die Beine ein bisschen in den Whirlpool hängen liessen. Das war nun wirklich erholsam und so verbrachten wir fast 2 Stunden hier, bevor wir in die Studios zurück mussten, um unsere Reservation im 50's Prime Time Cafe fürs Abendessen wahrzunehmen. In nur 5 min. waren wir beim International Gateway zu Epcot und der Bootsanlegestelle dort (die Lage des Beach Clubs ist wirklich genial), von wo wir zu den Studios zurückschipperten.

Auch im Restaurant war sehr viel los, so dass wir fast eine halbe Stunde warten mussten, bis wir einen Tisch bekamen und aufgrund eines Missverständnisses musste mein Freund dann auch noch recht lange auf seine Vorspeise warten, so dass wir die erste Showzeit für Fantasmic verpassten. Zum Glück wurde es an diesem Abend 2x gezeigt.

So hatten wir nach dem Essen noch Zeit, die Disney Animation Ausstellung anzuschauen, bevor wir uns etwa 45 min. vor Beginn der 2. Vorstellung in die Schlange für Fantasmic einreihten, welche zu diesem Zeitpunkt schon den halben Sunset Blvd. herunterreichte. Kurz nachdem wir da waren, begann sich die Schlange aber schon schnell vorwärts zu bewegen, da die Leute bis kurz vors Amphitheater vorgelassen wurden, während die Zuschauer der ersten Show aus der Arena herausströmten. Rund 15 min. später wurden wir dann ganz ins Theater reingelassen und wir bekamen recht gute Sitzplätze auf der linken Seite der Arena, aber ziemlich Mitte/Mitte zum linken Wasser-Screen. Der Vorteil der 2. Show ist, dass man nicht so lange im Theater warten muss, bis es losgeht, da man im Gegensatz zur 1. Show relativ kurz vor Beginn der Vorstellung eingelassen wird (bei der 1. Vorstellung wird man bereits eine Stunde vor Beginn eingelassen. So ging es dann auch bald los.

Am Ende der Vorstellung blieben wir einfach mal sitzen, da alle aus dem Theater rausdrängten und die ersten paar Minuten sowieso nichts vorwärts ging. Nachdem sich die Massen ein bisschen gelichtet hatten, machten wir noch einen Toiletten-Shop, wo es nun auch keine Wartezeiten mehr gab und konnten danach gemütlich aus den Studios herausspazieren und mit dem Tram zum Auto zurückfahren.

Da für morgen ein Entspannungstag in den Wasserparks geplant war, entschieden wir, mal richtig (jedenfalls bis etwa 8:30) auszuschlafen.

Fortsetzung folgt: 7. Tag: Typhoon Lagoon und Mall (Mis-)Adventure
 
Brandis kennt diverse Charaktere beim Namen
Tag 7, 8.10.1973: Typhoon Lagoon, Banking und Shopping

Heute wollten wir uns mal ein bisschen von den Strapazen der Parks der letzten Tage erholen. Deshalb schliefen wir erstmal aus, fuhren danach zum Denny's an der S. Apopka Vineland und nach dem Frühstück via den Hotel Plaza Blvd Richtung Downtown Disney und Typhoon Lagoon.

Da wir grad in der Gegend waren und ich das sowieso mal ausprobieren wollte, fuhren wir zum Drive-through Schalter der Suntrust Bank, wo ich ein paar Dollar auf mein US-Konto einzahlen wollte. Dazu musste man ein Einzahlungs-Formular ausfüllen, welches man vor dem Schalter aus einem kleinen Fach ziehen konnte. Beim Schalter selbst hat es einen Bildschirm, wo man erstmal nur sich selber sieht, sowie ein Kästchen mit einer Rohrpost Bombe drin. Auf Knopfdrück öffnete sich die Scheibe vor dem Kästchen, ich entnahm die Bombe, füllte mein Geld sowie das Einzahlungsformular ein, setzte die Bombe wieder ins Kästchen und drückte den "Send" Knopf. Nun wurde die Rohrpost ins Bankgebäude rübergeschickt und nach einem Moment erschien eine Dame auf dem Bildschirm, welche für die Einzahlung dankte und mir per Rohrpost einen Beleg zurückschickte. Kaum losgefahren fiel mir auf, dass ich jetzt in der Begeisterung, eine Rohrpost verwenden zu können, mein ganzes übrige Urlaubsgeld (naja, nur noch 1 Tag) eingezahlt hatte und machte deshalb eine Ehrenrunde ums Gebäude, um gleich noch beim Drive-Through Geldautomaten wieder etwas Geld beziehen zu können. Naja, wenigstens hab ich das nun auch mal gemacht. *grins*

Danach gings weiter zur Typhoon Lagoon. Der Parkplatz sah nicht sehr voll aus, wir parkten in der 3. Reihe. Die anderen hatten auf ihren Tickets die Water Park Fun & More Option, so dass sie direkt durch die Drehkreuze konnten, da ich den regulären Jahrespass hatte, musste ich selber einen Eintritt kaufen, wenigstens gabs einen Discount.

Vom Aussichtspunkt oberhalb des Shops sah der Park recht gut gefüllt aus, die meisten waren wohl von den Disney Hotels mit dem Bus zum Park gefahren. Jedenfalls sah es ziemlich schwierig aus, einen Schattenplatz zu finden. Kaum gedacht, fiel mir beim Schliessfach-Verleih eine Tafel auf "Private Cabanas available". Ich konnte mich erinnern, in den Foren schon mal davon gelesen zu haben, hatte es aber als sehr teuer in Erinnerung. Trotzdem erkundigte ich mich mal danach.

Der "Spass" kostet $140 und enthält folgendes:

- Privater, überdachter Strandbereich mit 6 gepolsterten Strandstühlen
- Unbegrenzt frische Tücher
- Eisbox mit Wasserflaschen
- Typhoon Lagoon Mugs welche den ganzen Tag kostenlos immer wieder aufgefüllt werden konnten
- Kleines Schliessfach direkt am Platz
- Cabana Betreuerin, welche einem frische Tücher, Getränke und sogar Speisen (kostenpflichtig) an den Platz bringt.

Da mein Freund nicht so der Freund wilder Rutschen ist, würde er ab und zu am Platz sein und einfach ein bisschen lesen oder so und weil ausserdem mein Geburtstag war, fand er, dass er uns dazu einladen würde.

Nachdem wir bezahlt hatten, erhielten wir Armbänder, welche uns als Cabana Mieter erkenntlich machten (pro Cabana sind max. 6 Personen zugelassen, das Band soll es wohl den Attendants erleichtern zu sehen, wer berechtigt ist, die Cabana zu nutzen) und per Funk wurde die für uns zuständige Betreuerin informiert, welche uns abholte und zur Cabana begleitete. Auf dem Weg erklärte sie ausserdem die Hauptattraktionen.

Unsere Cabana befand sich zusammen mit einer zweiten in einem sandigen Bereich in der Nähe eines kleineren Nebenbeckens des grossen Wellenpools. Auch zum Strömungsfluss und, auf der anderen Seite desselben, zur Schnorchel Lagune waren es nur wenige Schritte. In der Nähe gabs auch einen Snack Kiosk mit einer Getränke-Nachfüllstation.

In der Nähe der Cabana gab es auch eine Toilette, leider aber keine Umkleidekabine, so zogen wir uns halt im grossen Behinderten-WC dort um. Die Kleider deponierten wir in der Cabana, die Wertsachen schlossen wir im kleinen Schliessfach, welche sich ebenfalls in der Cabana befand, ein.

Cabana ist vielleicht ein zu grosses Wort, darunter stellt man sich in der Regel eine Strandhütte, also eher mit festen Seitenwänden vor. Hier handelt es sich aber nur um einen überdachten Strandplatz, welcher auf der Seite mit Stricken abgetrennt ist:

http://lh3.ggpht.com/_z2mbbyw4peM/TLHSxgXbK2I/AAAAAAAApvY/EWT1wwzNb4I/s400/IMG_0266.JPG

Trotzdem war es sehr gemütlich und auch praktisch.

Als erstes machten wir eine Runde im Strömungskanal, damit die Honeymooner sich ein bisschen einen Überblick über den Park verschaffen konnten. Danach schnorchelten wir durch die kalte Lagune mit den Fischen. Mein Freund machte es sich dann in der Cabana bequem, während ich mit den anderen beiden zu den "Wasserrutschen-Achterbahnen" Crusher n'Gusher ging. Obwohl der Strand recht gut gefüllt war, gab es bei den Rutschen selbst so gut wie keine Wartezeiten. Auf zwei der Rutschen kann man auf Dreier-Ringen runterfahren, was recht witzig war.

Danach probierten wir ein paar Rutschen am Berg oberhalb der Wellenlagune aus, bevor wir zur Cabana zurückgingen, um uns Mittagessen zu bestellen.

Die Bertreuerin nahm unsere Bestellungen auf und kam nach einer Weile mit allem zurück. Es gab vor allem diverse Sandwiches, Wraps und Salate. Da das Essen nicht in der Cabana-Miete inbegriffen ist, kam die Betreuerin später mit den Quittungen zum Abrechnen vorbei. Da sie sich sehr aufmerksam um uns kümmerte und es in Amerika für solche Dienstleistungen normalerweise üblich ist, Trinkgeld zu geben, wollten wir dies auch tun, aber sie sagte uns, dass sie kein Trinkgeld annehmen dürfe.

Am Nachmittag fuhren wir dann auch mal noch alle 4 zusammen die Familienrutsche in den grossen Reifen, welche man hier, im Gegensatz zur Familienrutsche im Blizzard Beach, selbst den Hügel hochtragen musste. Zum Glück gings nicht so hoch hinauf. Andererseits war der Rutschspass dann auch sehr kurz. Die Familienrutsche in Blizzard Beach macht definitiv viel mehr Spass!

Naja! Eigentlich hatten wir zuerst geplant, den halben Tag in Typhoon Lagoon und dann den Nachmittag in Blizzard Beach zu verbringen, um alle Rutschen und natürlich den einzigen Sessellift in Florida, ausprobieren zu können. Nachdem wir aber die Cabana gemietet hatten, hätte sich das nicht mehr gelohnt. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir dann vor allem im Wellenbad und ruhten uns zwischendurch wieder in der Cabana aus.

Typhoon Lagoon schloss um 17 Uhr, die Betreuerin sagte uns aber, dass wir uns nicht beeilen müssten, vor 18 Uhr würde man nicht aufgefordert zu gehen. So schauten wir zu, wie sich der Park langsam leerte und wir waren wohl so ziemlich die letzten Badegäste, welche sich Richtung Ausgang begaben. Deshalb konnten wir noch zuschauen, wie nach den Tagesgästen die Surfer in den Park kamen. Vor und nach den offiziellen Öffnungszeiten vermietet Disney den Wellenpool an Gruppen, welche dann dort Wellenreiten können. Dazu werden die Wellentanks, anders als tagsüber, wenn alle Tanks für die grossen Wellen gleichzeitig geleert werden, einer nach dem anderen geöffnet, um so eine Welle zu erzeugen, welche von der einen zur anderen Seite des Beckens läuft.

Da wir erst auf 20 Uhr Dinner-Reservation im Ohana hatten, wollte ich noch kurz in die Florida Mall fahren, um mir dort im Apple Store ein Apple TV zu kaufen, welches es in der Schweiz noch nicht gibt. Ich fragte die andern, ob sie mitkommen wollten oder lieber mit dem Bus ins Hotel zurückgehen würden. Es wurde einstimmig entschieden, mitzukommen, sie wollten auch mal ne amerikanische Mall sehen. Wir parkten bei einem Seiteneingang von Sears und betraten den Laden. Ich wusste, dass ich nur ein paar Min. brauchen würde, um mein Gerät zu besorgen, aber wir genug Zeit hatten, sagte ich, dass wir uns in einer halben Stunde wieder beim gleichen Eingang treffen würden.

Als ich nach 20 min. zurückkam, waren die Männer schon bereit, nur von der Frau fehlte noch jede Spur, naja, soweit keine Überraschung. Als sie nach 45 min. (grummel) aber immer noch nicht da war, wurde ihr Mann langsam nervös. Ich durchstreifte die ganze Damenabteilung von Sears. Dort war sie aber nicht zu finden. Mein Freund machte unterdessen eine Durchsage auf Deutsch(!) über die Warenhaus-Lautsprcher, da unsere Begleiterin kein Englisch spricht und ihren Namen von einer Amerikanerin ausgesprochen vermutlich auch nicht verstanden hätte. Half allerdings auch nicht. Blöderweise war diese Durchsage auch nur im Sears selbst zu hören, nicht in der ganzen Mall. Unterdessen machte ich mich auf, die umliegenden Läden zu erforschen, während ihr Mann aussen um die ganze Mall rumlaufen wollte.

Nach einer Weile schickte mein Freund eine SMS, dass sie gefunden worden sei. Also ging ich zum Treffpunkt bei Sears zurück. Ihr Freund fand sie bei einem anderen Ausgang auf der anderen Seite der Mall :) Schaufenster-bummelnd war sie aus Sears raus und in einen anderen grossen Laden rein und wusste dann nicht mehr, in welchem Laden sie zuerst war.

Inzwischen wars dann aber schon zu spät für die Reservation im Ohana, vor allem, da wir uns noch im Hotel was frisches anziehen wollten. Deshalb erkundigte ich mich bei Guest Services, wo wir sonst noch was zu essen kriegen würden. Zur Auswahl standen Roaring Fork in der Wilderness Lodge selbst, wo wir ja aber schon am ersten Abend gegessen hatten, The Wave im Contemporary, wo es aber nicht mehr möglich war, eine Reservation zu machen und es somit nicht garantiert war, dass wir einen Tisch bekommen würden oder im Trailsend Buffet im Camping Platz. Da wir dort noch nie waren, entschieden wir uns für letzteres. Konnten wir ausserdem schnell und bequem per Schiff erreichen.

Die Auswahl war nicht so toll, aber preislich wars OK und ich bekam als Geburtstagskind sogar noch einen kleinen Kuchen.

Das war dann auch der Ausklang unserer WDW-Ferien mit den Honeymoonern. Hatte es zwar mit Ohana etwas festlicher geplant, aber man muss es halt so nehmen wie es kommt.

Fortsetzung folgt: Abreisetag 8, Downtown Disney und Heimflug
 
Brandis kennt diverse Charaktere beim Namen
Tag 8, 9.10.2010: Downtown Disney und Heimreise

Heute standen wir zeitig auf, da wir gestern abend zu faul waren, noch zu packen. Zögert man ja auch gern auf den letzten Moment hinaus. Naja, es ging dann auch nicht sehr lange. Kurz nach 8 Uhr waren wir alle bereit und schleppten unsere Koffer zum Parkplatz. Ein letztes Mal fuhren wir durch den Backstage-Bereich zur South Apopka Vineland Road um uns zum Frückstück nochmals von Denny's bekochen zu lassen.

Danach gings über den Hotel Blvd nochmals zurück aufs Disney Gelände, um noch eine halbe Stunde in Downtown Disney zu shoppen. Um zu verhindern, dass es wieder Verzögerungen wie am vergangenen Abend im Einkaufszentrum gab, wurde der Ehemann dazu verknurrt, nicht von der Seite seiner Angetrauten zu weichen, bevor sie im World of Disney Shop verschwanden. Mein Freund und ich holten uns unterdessen bei Ghiradelli eine Büchse mit White Chocolate Mocca und den Rest der halben Stunde brachten wir im Basin Seifenshop rum.

Überpünktlich wartete unser Honeymoon-Paar bereits ein paar Minuten vor der vereinbarten Zeit am Treffpunkt, trotzdem hatten sie anscheinend genügend Zeit gehabt, noch was kaufen zu können.

Es folgte eine ereignislose Fahrt zum Flughafen, wo der Mietwagen schnell und schmerzlos abgegeben wurde. Danach musstenw wir unsere Koffer quer durch die ganze Check-In Halle schleppen, da US Air seine Schalter am äussersten Ende der Halle hatte.

Es standen nur wenige Leute vor uns in der Schlange und schnell hatten wir am Automaten eingecheckt und unsere Koffer abgegeben.

Bei der Sicherheitskontrolle wurde ich für eine Spezialkontrolle beim Sprengstoff-Schnüffelgerät ausgewählt, glücklicherweise hatte die Handcreme, welche ich bei Basin vorher noch ausprobierte klein Glyzerin drin, jedenfalls hat das Gerät keinen Alarm geschlagen, nachdem der Stofffetzen, mit dem meine Hände abgewischt worden waren, ins Gerät eingeführt worden war.

Die Flüge von Orlando nach Philadelphia und von dort weiter nach Zürich verliefen ereignislos und ich schlief die meiste Zeit durch.

Obwohl wir recht schnell von Bord gehen konnten und auch bei der Passkontrolle keine langen Wartezeiten waren, drehten unsere Koffer sich schon auf dem Band, als wir zum Baggage Claim kamen.

Unsere Begleiter waren etwas nervös wegen dem Zoll, obwohl sie alle Quittungen der Souvenirs, die sie kauften, aufbewahrt hatten und pro Person weniger als die Zollgrenze von Fr. 300.-- gekauft hatten. Beim grünen Zollausgang stand aber auch kein Zöllner und wir betraten unbehelligt den kalten und verregneten Schweizer Boden... Hier verabschiedeten wir uns voneinander, denn das Honeymoon Paar fuhr von hier mit dem Zug nach Hause nach Luzern, während mein Freund und ich mit der Strassenbahn bis fast vor unsere Haustüre fahren konnten.

Fazit dieser Reise: Hat alles sehr gut wie geplant geklappt, aber man darf nie eine kaufsüchtige Frau unbeaufsichtigt in einer amerikanischen Mall laufen lassen, wenn man seine Dinner Reservation nicht verpassen will... :)
 

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