cahaya
findet sich ohne Parkplan zurecht
So, da wären wir mal wieder am Beginn eines Reiseberichts. Ich weiß, London ist auch noch in der Mache, ich mache halt beides parallel, je nachdem wozu ich gerade Lust habe. Wird was dauern beides, weil die Zeit ziemlich rar ist im Moment. Wer also lieber alles am Stück liest, der muss sich noch was gedulden.
Fr 12.10.2018
Ich war krankgeschrieben, also war ich an diesem Morgen nicht arbeiten. Ruben hatte sich schon Urlaub genommen und so musste nur Josué in die Schule. Wie ihr ja schon hier mitbekommen habt, war unsere Anreise etwas abenteuerlich. Es fing damit an, dass ich hier las und dann auch in den Medien mitbekam, dass auf der Bahnstrecke zwischen Köln und Frankfurt ein ICE brannte und sie daher nicht befahrbar sei. Erstmal: Panik... wie kommen wir denn jetzt nach Frankfurt? Ich verfolgte die Nachrichten weiter und es fielen viele Züge aus, andere wurden über die alte Rheinstrecke umgeleitet. Unser reservierter Zug fiel aus, damit war auch unsere Platzreservierung weg. Letzten Endes beschlossen wir, so zügig wie möglich nach Köln Deutz und nicht Köln HBF zu fahren, weil wir ja ins Reisezentrum mussten und am HBF ist das auch ohne irgendwelche Störungen total überlaufen, wie es an dem Tag wohl ausgesehen hatte, wollte ich mir nicht vorstellen. Telefonisch war es bei der Bahn nicht zu klären.
Beim Online Check In bei American gab es dann das nächste Problem: Josués und meine Bordkarten wurden gedruckt, bei Ruben hieß es nur, er sei eingecheckt, müsse seine Bordkarte aber am Flughafen abholen. Die nächste Panik also, ich war mittlerweile schon mit den Nerven am Ende, zum Glück konntet ihr mich hier etwas beruhigen und erklärtet, dass das nur bedeutete, dass Ruben ein "SSS" auf der Bordkarte hat und gesondert kontrolliert wird. Okay, damit können wir leben.
Gesagt getan, Josué ging an dem Tag nicht in die OGS und kam mittags nach Hause. Wir machten uns dann bald auf den Weg Richtung Deutz. Wir haben ja bekanntlich kein Auto und sind mit der hiesigen Straßenbahn gefahren. D.h. wir wollten.... Normalerweise kommt diese alle 10 Minuten. Natürlich war irgendwas und die nächste kam in 15 Minuten. 2 Minuten bevor diese kam, fiel Ruben aus, dass er sein Portemonnaie zuhause hat liegen lassen.
Ich bin innerlich und äußerlich leicht ausgeflippt. Schnell besprochen, dass Josué und ich schon mal nach Deutz fahren und den Reisezentrumkram machen und er nachkommt. Josué und ich waren genau 1 Station gefahren, da klingelte mein Handy. Ruben war dran und sagte, er habe unseren Haustürschlüssel in einem der Koffer, den wir dabei haben. Dann endlich machten wir uns zu dritt auf den Weg mit der KVB zum Deutzer Bahnhof. Meine Nerven lagen mittlerweile vollends blank. Am Bahnhof bekamen wir unser Geld für die Sitzplatzreservierung wieder und uns wurde gesagt, dass wir einfach in irgendeinen Zug nach Frankfurt steigen können (wir hatten vorher eine Zugbindung). Okay, der fuhr auch direkt, der Bahnsteig war gerappelt voll, aber wir hatten endlich mal Glück im Unglück an diesem Tag und ich fand einen Platz für mich, Josué saß erst auf dem Teppich vor mir, was kein Problem war, denn wir saßen im zweiten ICE Zug ganz vorne, wo der Lokführer sitzt, da ist etwas mehr Platz. Ruben fand in einem anderen Abteil Platz und für unsere Koffer war auch noch Platz. Ein netter Mann suchte dann ebenfalls in einem anderen Abteil einen Platz und machte Josué seinen frei, sodass wir letzten Endes alle saßen. Statt 1 Stunde dauerte die Fahrt dann 3 Stunden, das war mir aber egal. Später kamen wir auch nicht an als geplant, da wir ja trotz aller Hindernisse und schusseligem Ehemann früh genug unterwegs waren. Der Zug hielt auch nicht zwischendrin, der erste Halt war Frankfurt Flughafen und da mussten wir ja raus. Wasser gab es unterwegs auch.
20181012_171218 by Nicole Cahaya, auf Flickr
20181012_171223 by Nicole Cahaya, auf FlickrIn Frankfurt sind wir gegen 19 Uhr angekommen. Wir wollten eigentlich den Shuttle nehmen, der kam und kam aber nicht. Ich finde diese Shuttlebusstation eh ein heilloses Chaos. Letzten Endes haben wir wieder ein Taxi genommen. Das erste Taxi hat sich geweigert uns mitzunehmen, weil die Fahrt zu kurz sei
. Der nächste Fahrer war aber sehr nett. Im Ibis Kelsterbach checkten wir zügig ein, das meiste hab ich vorher online gemacht und bezogen unser Zimmer 222. Nett und schlicht wie immer. Wir aßen dann noch ein paar Sandwiches aus der Hotelbar.
20181012_203746 by Nicole Cahaya, auf Flickr
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20181012_214823 by Nicole Cahaya, auf FlickrNach etwas Fernsehen sind wir zeitig ins Bett.
Dieser Shuttle brachte uns zum Flughafen und ein weiterer zu Terminal 2. Wir waren fröhlich um viertel nach 5 bei American Airlines, aber wer war nicht da? American Airlines. Es war noch gähnende Leere (4 Stunden vor Abflug). Die kamen erst gut 1 Stunde später
Das war letztes Jahr anders gewesen, da waren wir gegen 6 Uhr am Flughafen und sie waren schon offensichtlich eine Weile zugange. Erst kam auch nur genau 1 Mitarbeiter von AA. Der war gut gelaunt und irgendwann kam auch der Rest der Mannschaft. Wir landeten bei einer Dame, die uns lang und breit darauf hinwies, dass wir getrennt voneinander interviewt werden und Josué noch nicht interviewt werden muss. Okay. Ich wurde interviewt. Sehr sehr viel interviewt. Ich musste diverse unsinnige Fragen beantworten, was ich arbeite, wo genau ich arbeite, wie alt die Kinder sind, wie ich mit der Bahn zur Arbeitsstelle kommen und sowas. Offensichtlich war ich so überzeugend, dass sie dann vergaß Ruben zu interviewen. Ruben bekam dann auch seine Bordkarte mit den berühmten SSS und wir bekamen auch neue ausgedruckt mit unseren vollständigen Namen, ein Problem weniger. Mittlerweile war es kurz vor 7. In den Jahren davor haben wir es uns immer noch ne Stunde beim Mac Donalds Spielplatz gemütlich gemacht, das musste nun verkürzt werden. Wir aßen trockene nicht schmeckende Muffins, Josué tobte noch was rum.
Wieder wurde Ruben gefragt, ob mal sein Pass geklaut worden war 2013. War er aber nicht, nur steht das irgendwo da vermerkt, er wird jedenfalls immer gefragt. Bei der Sicherheitskontrolle war kaum was los. Ich hab die Hälfte meiner elektronischen Geräte vergessen rauszuholen, daher wurde mein Gepäck nochmal besonders gründlich auch auf Drogen und so kontrolliert und der Mensch dort war eher wenig freundlich. Sprich ICH musste zur Nachkontrolle, Ruben wurde wieder nicht gesondert kontrolliert
Dann sind wir zum Gate gegangen, wo Ruben endlich seine zweiminütige Extrabehandlung bekam (Schuhe ausziehen, kurz ins Handgepäck gucken, fertig). Es war also wirklich nullkommanull dramatisch mit den SSS auf der Bordkarte. Letzten Endes wurde ich wesentlich umfangreicher kontrolliert als er. Am Gate war noch ein wenig Zeit.





