Disney Magic 17.08 - 28.08.22 Nordeuropa

katl82 steigt in manche Attraktion mit ein
Hallo Zusammen,

als langjährig partizipierende Leserin wollte ich mich jetzt dann auch mal einbringen. Ich schreibe euch heute aus Kopenhagen, einen Tag vor der Einschiffung. Wir (Katrin 40, Jürgen 41, Benedikt 11 & Theresa 5) haben bereits ein wenig Erfahrung auf deutschen Schiffen, das Abenteuer DCL ist aber völliges Neuland für uns.

Wir sind gestern, am 15.08 mit dem Zug aus Bayern angereist (sehr komfortabel, Bamberg - Hamburg / Hamburg - Kopenhagen in 10.00 Stunden, mit einem Mal umsteigen) und übernachten jetzt zwei Tage im A&O Hostel Norrebro bevor wir an Bord gehen. Das Hostel ist für Kopenhagener Verhältnisse zwar halbwegs bezahlbar, aber das Erlebnis ist auch dementsprechen, Das Hostel selbst würden wir nicht wirklich weiterempfehlen, die Lage ist jedoch perfekt. Man läuft etwa 5 Minuten bis zur U-Bahn und es sind einige Dönerbuden, “Spätis“ etc. auf dem Weg. Bis zur Stadtmitte sind es etwa 6 Stationen (ca. 10 Minuten), die passende U-Bahn kommt tagsüber im 3-Minuten-Takt.

Gestern nach der Anreise waren wir ziemlich platt. Wir sind zuerst aufs Hotelzimmer und haben dann über „Testifly“ unsere videogestützten Coronatests durchgeführt. (Pro Test 10,- , App und gutes Internet erforderlich) Die Zertifikate hatten wir innerhalb kürzester Zeit, diese mussten wir dann beim DCL Kooperationspartner Prenetics (der auch die benötigten Impfzertifikate verwaltet) als PDF/JPG hochladen. Da nach Acht wohl auch in England niemand mehr arbeitet, mussten wir bis heute Mittag zittern bis die Tests anerkannt wurden, aber um 13.30 Uhr war dann auch der letzte Test auf dem Status „clear to sail“.

Heute haben wir ein nettes Touri-Sightseeingprogramm in Kopenhagen abgearbeitet und sind jetzt ziemlich fertig in unseren (unbequemen) Hotelbetten gelandet. Morgen geht es nach dem Frühstück dann ziemlich direkt Richtung Hafen, da wir eine PAT (port arrival time) um 12.15 haben. Da die Magic nicht am stadtnahen Kai festmacht, sondern am Oceankai ist der Transfer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wohl ein klein wenig aufwendiger. Ob das alles so klappt wie geplant, werde ich (hoffentlich) morgen berichten. (Oder wenn ich wieder Internet und Zeit habe 😊)

Ich freue mich sehr, wenn uns ein paar von euch auf unserer Reise begleiten. Da ich noch nie einen Reisebericht geschrieben habe, kommentiert gerne was euch interessiert oder auch was völlig uninteressant ist.

Bis bald,
Katrin
 
kruemelzebra hat seit Jahren ne Jahreskarte fürs MSE
Wünsche euch auch eine schöne Reise! Und freue mich sehr über einen DCL-Bericht 😍 Bin schon sehr gespannt, was vor allem eure Kiddies sagen werden…
 
DigitalOlli kennt diverse Charaktere beim Namen
Wünsch euch auch eine schöne Reise.

DCL in Europa würde uns auch mal reizen, leider ziehen die gerade nochmal die Preise an
 
Peffi macht ein Foto vom Schloß
Super, vielen Dank, dass du uns mitnimmst! :love: Ich wünsche euch eine wundervolle Reise!

DCL Europa wäre auch etwas für uns, bleibt aber wohl erst mal ein Traum in Anbetracht der Preise...

Freue mich über das eine oder andere Bild. Und falls ihr Ausflüge über DCL macht, berichte gerne, wie euch diese gefallen haben. Da es eure erste Disney-Cruise ist, bin ich super gespannt über euer Fazit!

Gute Erholung und viel Spaß mit Captain Mickey! :mw
 
little_i findet sich ohne Parkplan zurecht
Auch von mir liebste Grüße. Ich wünsche euch ne tolle Cruise und bin sehr auf eure Erlebnisse gespannt.
 
Merida1 schlendert die Mainstreet entlang
Da ihr in der Nähe der U-Bahn übernachtet, solltet ihr relativ problemlos zum Hafen gekommen sein. Etwas knifflig ist es dann die Bushaltestelle zu finden. Zumindest im Frühjahr war der Weg nicht ausgeschildert.

Ich wünsche euch viel Spaß!
 
katl82 steigt in manche Attraktion mit ein
Die Fortsetzung hat jetzt doch ein paar Tage gedauert, aber heute Abend habe ich noch etwas Zeit und hoffentlich Internet.

Am 17.08 ging es nach dem Frühstück mit der U-Bahn zunächst einmal zum Orientkai, dort stand um die Ecke (Richtung internationale Schule) bereits ein Shuttle zum Orientkai bereit (evtl. auch andersrum). Angeblich kann man ab der U-Bahn auch laufen, die Fahrtstrecke war dafür aber ziemlich lang. Obwohl wir einiges vor unserer Port Arrival Time ankamen, konnten wir den gesamten Check-In-Prozess bereits durchlaufen und wurden dann in einen Wartebereich gebeten. Unsere Gruppe (12) wurde bereits 20 Minuten vor PAT aufgerufen, so dass wir nach dem obligatorischen Einschiffungsfoto schon um kurz vor 12 auf dem Schiff waren.

Wir gingen zunächst ins Cabanas um noch relativ ruhig zu Mittag zu essen und erstmal ein wenig anzukommen. Danach schlüpften die Kinder und ich in unsere Badesachen und genossen das traumhafte Wetter im Pool. Umziehen ging leider nur in den Toiletten, da es nirgends Umkleiden und leider auch keine Bademäntel auf den Kabinen gibt. Unsere Kabine (Innenkabine 2639, aft) war schon gegen halb zwei fertig. Dies nutzten wir nach dem Schwimmen, um erstmal in aller Ruhe auszupacken (ich), zu chillen (er, aber er darf auch nicht mit auspacken) und sämtliche Möglichkeiten des Bordfernsehens auszuloten (die Kids). Letzteres funktioniert leider nur ziemlich zickig, aber wenn es läuft, gibt es eine wirklich tolle Auswahl an Disneyfilmen, -serien und ich glaube auch einigen Fernsehprogrammen.

Danach sind wir noch übers Schiff geschlendert, haben das Open House im Kids Club und im Spa genutzt um uns umzusehen. Im Spa haben wir an einem „Raffle“ teilgenommen, bei dem ich auch tatsächlich „gewonnen“ habe. Nach genauerem Betrachten war der gewonnene 50$ Gutschein jedoch nur auf Signature Behandlungen anwendbar, von denen die billigste um die 200$ (+18% gratitude) kostet. Letztlich haben wir den Voucher dann weiterverschenkt.

Dann war es auch schon bald Zeit fürs Abendessen. Das funktioniert völlig anders, als wir es von anderen Schiffen kannten. Man bekommt bei der Buchung eine feste Zeit (Main or Second Dining), eine gewisse Reihenfolge, in der man die drei Hauptrestaurants besucht und eine feste Tischnummer (die in allen Restaurants gleich ist) zugeteilt. Die zuständigen Kellner rotieren dabei jeden Abend mit. Wir waren am ersten Abend für das Main Dining um 18.00 Uhr in Rapunzels gelistet. Dort wurden wir gleich von unserem Kellnerteam in Empfang genommen, zu unserem Tisch Nummer 3 (für uns perfekt, da etwas ab vom Schuss und am Fenster) geleitet und nach Nahrungsmittelunverträglich-keiten etc. befragt. Das Menü gibt es (aktuell?) nur per App und der Service war so zügig, dass wir nur wenig Zeit hatten uns erstmal in Ruhe alles anzusehen und dann auch den Kindern noch alles zu übersetzen. Nach diesen kleinen Startschwierigkeiten hatten wir aber alle entschieden was wir essen und trinken wollten und gaben unsere Bestellung auf. Der Service ist wirklich extrem aufmerksam, für europäische Verhältnisse vielleicht sogar etwas zu viel (so wurden z.B. Theresas Chicken Tender vom Kellner geschnitten). Das Essen selbst war sehr lecker und besteht prinzipiell aus vier Gängen. Es gibt eine Auswahl an Vorspeisen , Suppe oder Salat, Hauptgang und Dessert. Man kann allerdings wild durcheinander bestellen, einen Gang mehrfach wählen, überspringen etc. Grundsätzlich wird allen sobald sie sitzen Eiswasser eingeschenkt, Soft Drinks sind kostenlos, Wein und Bier ziemlich teuer (das billigste Glas Wein, keine Ahnung welche Menge, aber weniger als unsere 0,2l ca. 8$ plus 18% gratitude).

Danach haben wir uns noch ein wenig weiter umgesehen, die Kinder gegen neun ins Bett gesteckt, und den Abend im O‘Gills Pub (welcher unser Lieblingsplatz werden sollte) ausklingen lassen.

Bis bald
Katrin
 
katl82 steigt in manche Attraktion mit ein
Da ihr in der Nähe der U-Bahn übernachtet, solltet ihr relativ problemlos zum Hafen gekommen sein. Etwas knifflig ist es dann die Bushaltestelle zu finden. Zumindest im Frühjahr war der Weg nicht ausgeschildert.

Ich wünsche euch viel Spaß!
Ja, du hast völlig Recht. Wir sind mehr oder minder auf gut Glück in die vermutete Richtung gelaufen und zum Glück stand grad ein Bus da. Ansonsten hätten wir die Haltestelle evtl. übersehen. Die Busfahrerin wusste auch den exakten Liegeplatz zu dem sie fahren sollte nicht genau, offensichtlich gibt es hier noch ein wenig Verbesserungsbedarf. 😋
 
katl82 steigt in manche Attraktion mit ein
Der 18.08. war unser erster Seetag, den wir größtenteils mit Essen, der Erkundung des Schiffs und Charakterfotos verbrachten. Tatsächlich ist das Programm an Seetagen erstmal ziemlich überwältigend, so dass wir aufpassen mussten nicht zu viel auf einmal zu wollen. Nach dem Frühstück im Cabanas trafen wir unter anderem Spiderman und Chip‘n Dale in sehr niedlichen Badesachen. Leider darf man die Charaktere immer noch nicht kuscheln, aber man darf sich zumindest wieder direkt daneben stellen. Es sind immer Schiffsfotografen da, aber die Crewmember fotografieren einen auch gerne mit den eigenen Kameras/Handys. Mittags waren wir im Rapunzels Royal Table Essen.

Danach war Jürgen mit Benedikt im Kino (Thor: Love and Thunder), das voll besetzt war und Theresa wollte den Kids Club testen. Ich war etwas aufgeregt wie das mit der Sprachbarriere klappen würde, da unsere Versuche ihr ein paar Wörter Englisch beizubringen grandios gescheitert sind. Da der Kids Club einen über die Disney Cruise App benachrichtigen kann, wenn das Kind abgeholt werden möchte, beschloss ich im Fitnessstudio vorbeizuschauen. Nach einer guten Stunde habe ich eine sichtlich zufriedene Tochter abgeholt, die wohl die ganze Zeit Findet Nemo angeschaut hat… Tatsächlich sind die Kids Clubs (es gibt zwei verschiedene, den Oceaneers Club und das Oceaneers Lab) voll mit Bildschirmen, IPads und Videospielen, was für uns erstmal ziemlich ungewöhnlich und wohl eher dem amerikanischen Markt angepasst ist.

Dann wäre es eigentlich auch schon Zeit gewesen sich schick zu machen, da „formal night“ als Dresscode auf dem Plan stand. Da unser Gepäck wegen des Rückflugs allerdings sehr begrenzt war, mussten Jeans und Hemd bzw. Bluse ausreichen. Lediglich Theresa schmiss sich stolz in ihr Ariellekostüm und wurde dann auch standesgemäß mit Applaus und „princess in the house“ im Lumiers begrüßt. Da das Verhältnis von Abendgarderobe zu Casual etwa 50/50 entsprach, fühlten wir uns glücklicherweise auch nicht underdressed. Sehr süß war es, einige Charaktere in ihren schicken Outfits zu sehen (sogar Pluto hatte ein Glitzerhalsband an). An diesem Abend fand auch das „Captain’s Welcome Reception“ statt, bei dem man im Atrium für Fotos mit Kapitän und Offizieren anstehen oder sich von den Shutters Fotographen in Szene setzen lassen konnte. Wesentlich spannender daran ist allerdings, dass es kostenlose alkoholische und antialkoholische Drinks gibt, was uns an diesem Abend den ein oder anderen Dollar gespart hat. Um 20.45 Uhr fand dann die erste große Show „Twice Charmed“ im Walt Disney Theatre statt. Die Kids waren leider zu platt und blieben freiwillig auf der Kabine, was besonders schade war, da die Qualität der Shows wirklich beeindruckend ist.
 
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Am 19.08. hatten wir unseren ersten Landtag in Alesund, Norwegen. Da unsere Liegezeit hier ziemlich knapp bemessen war (alle Mann an Bord um 14.15 Uhr), testeten wir das Frühstück auf der Kabine, um möglichst zügig vom Schiff zu kommen. Da wir keine Fans von organisierten Landgängen sind, zogen wir alleine los um die Stadt erkunden. Bei traumhaftem Sonnenschein und bis zu 18 Grad machten wir uns zuerst an den Aufstieg auf den Aksla. Nach 418 Stufen, die sogar Theresa ohne größere Dramen meisterte, erreichten wir eine Aussichtsplattform, die ab Mittags wohl bewirtschaftet und nicht frei zugänglich ist. Da hier auch einige Sightseeingtouren ankamen und für uns definitiv zu viel Trubel herrschte, beschlossen wir den Abstieg mit einer kleinen Wanderung zu verknüpfen und nahmen einen der vielen Wanderwege, die erst ein Stück von der Stadt wegführen und dann in einem großen Bogen zurückführen. Nach der aktuellen Dürre bei uns zu Hause, genossen wir das satte Grün und die vielen kleinen Rinnsale, die sich entlang der Wege schlängelten. Sogar unsere eher lauffaulen Kinder hatten viel Spaß. Zurück in der Stadt besuchten wir noch das einzige Haus, das wie durch ein Wunder von dem verheerenden Feuer Anfang des letzten Jahrhunderts verschont blieb. (Danach wurde die ganze Stadt im damals vorherrschenden Jugendstil wiederaufgebaut und sämtliche Holzbauten wurden verboten.) Im Anschluss schlenderten wir noch durch die Innenstadt zum Leuchtturm (welcher als Honeymoon Suite gebucht werden kann) um nach ca. 16.000 Schritten zurück zum Schiff (welches zum Glück sehr stadtnah lag) zu laufen.

Dort lief uns durch Zufall noch Pluto über den Weg, mit dem wir dann sogar noch Fotos machen konnten. Jürgen erwischte dann im fast leeren Kids Club, der gerade Open House hatte, noch Captain Marvel, Thor und den „Wer bin ich“ spielenden Spiderman. Abendessen hatten wir dann im letzten noch fehlendem Restaurant Animator‘s Palate. Leider war Theresa so müde, dass sie nicht mit zum Abendessen wollte. Sie hat sich dann mit einer Nudelsuppe vom Room Service und Micky Maus Cartoons in der Kabine gechillt. Benedikt, Jürgen und ich genossen ein (wieder einmal) hervorragendes Abendessen. Nach dem Hauptgang begann die Show, bei der die berühmtesten Animationsszenen auf Monitoren im ganzen Restaurant gezeigt wurden, gekrönt von einem Auftritt von Sorcerer Micky. Danach gingen Jürgen und ich noch in den O‘Gills Pub, welcher praktischerweise jeden Abend von 20.00 bis 21.00 HappyHour hatte. Wir sollten Stammgäste werden…
 
katl82 steigt in manche Attraktion mit ein
Der 20.08. war unser zweiter Seetag und bestand wiederum vor allem aus Essen, Charakterfotos, Fitness, Trivia, Kidsclub und Essen… An außergewöhnlichen Charakteren gab es Captain Hook & Mr. Smee. Vormittags fand noch ein „Royal Gathering“ statt, zu dem man sich einmal pro Cruise voranmelden kann. Hier trafen wir Rapunzel, Tiana, Mulan und Cinderella. Das Abendessen im Rapunzels war gewohnt lecker, dieses Mal fand allerdings noch Rapunzels Birthday Party statt, die besonders Theresa begeisterte. Danach kam die zweite Signature Show der Cruise, „Once upon a song“. In dieser Show werden einige der bekanntesten / berührendsten Disneysongs performt. Das Bühnenbild und die ganze Gestaltung der Show ist sehr detailverliebt und liebevoll. Danach schafften wir die Kids ins Bett und gingen noch auf einen Absacker ins O‘Gills. Nachts gegen zwei kamen plötzlich einige Nachrichten per Whatsapp in der Cruisegruppe, die mich weckten. Als ich ziemlich schlaftrunken irgendwas mit Aurora entziffern konnte machte ich mich unverzüglich auf den Weg auf Deck 10 und konnte tatsächlich ein Nordlicht sehen. Mit dem bloßen Auge war es nur ein heller Bogen, durch die Handylinse schimmerte er allerdings in wunderschönem Grün. (Ich versuche im Nachgang noch ein paar Fotos zu den Berichten hochzuladen.) Glücklicherweise wurden uns durch die Zeitumstellung nach Island zwei Stunden geschenkt (aufgeteilt auf zwei Tage), was den Schlafmangel etwas weniger dramatisch machte.
 
katl82 steigt in manche Attraktion mit ein
Der 21.08 sollte zum absoluten Highlight unserer Cruise werden. Wir kamen gegen 10.00 Uhr in Reykjavik an, durch einige Schwierigkeiten mit der Gangway konnten wir das Schiff aber erst gegen 10.30 Uhr verlassen. Da um diese Zeit Daisy‘s Delights öffnete, nahmen wir uns noch ein paar Sandwiches mit in den Rucksack, was bei den isländischen Preisen (ein Stück Kuchen 10,- €, eine Portion Fisch & Chips mit einem kleinen Bier 25,- €) sehr praktisch war. Ab dem Hafen wurde ein kostenloser Shuttle ins Zentrum angeboten. Da wir einen Mietwagen bei Europcar reserviert hatten musste wir allerdings ne gute halbe Stunde laufen. (Es gibt zwar hafennähere Verleiher, die hatten am Sonntag aber alle geschlossen.) Nachdem wir unseren Mietwagen endlich übernommen hatten und starten konnten war es bereits fast Mittags. Da der Stop in Reykjavik aber glücklicherweise ein Overnight war und es im Sommer erst sehr spät dunkel wird, war es zum Glück relativ egal wie lange wir für unsere Tour brauchen würden.

Wir hatten uns die klassische Golden Circle Tour ausgesucht und fuhren so zunächst zum Nationalpark Thingvellir. Hier waren wir ziemlich lange unterwegs, da sogar die Kinder völlig begeistert von der Gegend waren und freiwillig immer noch ein wenig mehr erkunden wollten. Bei traumhaftem Wetter steckten wir zum Abschluss noch die Füße in einen Gletscherfluss und bewunderten den Riss zwischen den Kontinentalplatten.

Dann machten wir einen kurzen Abstecher nach Laugarvatn, einem Thermalbad am See, dessen heiße Zuflüsse auch frei zugänglich sind. Ein ordentlicher Schwefelgeruch und eine abartige Anzahl Mücken kürzten unseren Aufenthalt allerdings ziemlich ab. Dennoch war es beeindruckend unterhalb eines schneebedeckten Berges in einen badewannenwarmen See zu fassen und die brodelnden Quellen zu sehen.

Unser nächster Stopp war DER Geysir. Mittlerweile spuckt der namensgebende Geysir jedoch nur noch selten, sein kleinerer Nachbar Strokkur bricht dafür alle 5 bis 10 Minuten aus. Wir hatten das Glück neben einigen kleineren zwei wirklich große Ausbrüche zu erleben. Diese Naturgewalten sind wahnsinnig beeindruckend. Danach ging es weiter zum Gulfoss, einem der berühmtesten Wasserfälle der Insel. Ein Regenbogen, der sich über den Fluss spannte, machte auch dieses Erlebnis absolut perfekt.

Da es mittlerweile schon relativ spät war, wollten wir eigentlich ziemlich direkt Richtung Reykjavik weiterfahren. Eine Jährlingsherde Islandpferde, die direkt am Gatter zur Straße hin stand, führte aber bald zum nächsten Halt. Da ich auch zu Hause auf einer Islandstute reite waren die vielen Ponies, die wir während der Tour sahen, natürlich ein absolutes Highlight. Auch die Kids konnten sich von den frechen Jungs nur schwer verabschieden.

Im Anschluss beschlossen wir noch eine letzte Unterbrechung beim Vulkan Kerid einzulegen. In dessen Vulkankrater hat sich ein wunderschöner See gebildet, zu dem man ziemlich einfach runterlaufen kann. Wir umrundeten ihn einmal und genossen noch ein paar Minuten die traumhafte Aussicht bevor wir uns endgültig auf den Weg zurück machten.

Da wir den Kids den Heimweg vom Autoverleih nicht mehr zumuten wollten und es mittlerweile auch schon fast halb zehn war, schmiss ich die Kinder und Jürgen am Hafen raus. Er ging mit ihnen dann noch ganz kurz was essen und nahm mir noch nen Teller auf die Kabine mit, während ich das Auto tankte und abgab. Da auch ich nach den knapp 20.000 Schritten nicht wirklich Lust zu laufen hatte, nahm ich einen E-Scooter und kam pünktlich zu einem perfekten Sonnenuntergang am Hafen an.
 
little_i findet sich ohne Parkplan zurecht
Auch wenn du noch nicht am Ende der Berichterstattung bist, möchte ich dir schon mal für die Eindrücken danken.
Freue mich schon auf die Fortsetzung 🤩🤩🤩
 
katl82 steigt in manche Attraktion mit ein
Am 22.08 hatten wir nur noch einen halben Tag in Reykjavik, da es bereits um 13.00 Uhr alle Mann an Bord hieß. Wir entschieden uns deshalb, den kostenlosen Shuttle in die Innenstadt zu nehmen und einfach ein wenig durch die Stadt zu schlendern. Keine Ahnung weshalb, aber ich hatte mir Reykjavik etwas anders vorgestellt, irgendwie „idyllischer“. Da kann die Stadt natürlich nix dafür. Tatsächlich besteht Reykjavik in den Außenbezirken aus eher hässlichen Hochhäusern und in der Innenstadt häufig aus Häusern aus Wellblech. Nach kurzem Nachdenken über die Holzknappheit der Insel erklärt sich auch dies. Nach anfänglichem „fremdeln“ fanden wir aber viele wunderschöne Ecken und auch einigen Platz für Subkultur. Im Gegensatz zu manch anderen nordischen Städten brauchten wir einfach ein bisschen mehr „Blick“ dafür. Nachdem wir einige sehr spezielle Museen entdeckten (Punkkultur in Island, Phallusmuseum…) und Theresa ihr „must have“ Souvenir (eine kleine Robbe für gschmeidige 25,- ) kaufte, sind wir dann auch relativ bald wieder zurück zum Schiff, um zu vermeiden die hungrigen Kinder für gefühlt 100,- in Reykjavik abfüttern zu müssen.

Mittags testeten wir dann den überragenden Kabinenservice und die Kids chillten sich mit Chicken Tenders, Nudelsuppe und Burger auf der Kabine. Danach ging Jürgen mit Bene ins Kino (ich glaube der neue Dr. Strange) und Theresa ging in den Kids Club. Ich selbst wagte mich bei ca. 14 Grad und Wind in den Pool im Erwachsenenbereich, der aber tatsächlich angenehm warm war. Nach dem Schwimmen flüchtete ich noch etwa 30 Minuten in den Hot Tub, was das rausgehen allerdings nicht angenehmer machte… Die Barkeeper der Poolbar (die nun in Winterjacken und Mützen gehüllt waren) boten mittlerweile mulled wine (Glühwein) für vertretbare 6,50 $ an, was mir das Aufwärmen etwas erleichterte. Abendessen war wieder im Animators Palate, welches wir nun zum ersten Mal zu viert genießen konnten. Theresa war völlig begeistert von den Animationsszenen, die während des Essens abgespielt werden. Auch unsere Kellner waren unglaublich freundlich und bemüht, so dass die Kids wirklich jedes Abendessen genossen. Danach beendeten wir den Abend recht bald, it einem Hörbuch auf der Kabine für die Kinder und ein paar Runden Backgammon im Irish Pub für uns.
 

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