Bob Iger äußert sich zu politischen Ambitionen und Zukunftsplänen

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Der ehemalige CEO und aktuelle Vorstandsvorsitzende und Vorsitzende des Verwaltungsrates der Walt Disney Company, Bob Iger, hat sich gegenüber Bloomberg ausführlich zu seinen Zukunftspläne geäußert.

Bob Iger würde eine Rolle in der Regierung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden in Betracht ziehen, wenn ihm ein passendes Amt angeboten werden würde.
Schon seit 2016 Jahren wurden Iger immer wieder Ambitionen auf eine Präsidentschaftskandidatur für die Demokratische Partei nachgesagt. Erneut befeuert wurden diese nach seiner überraschenden Rücktrittserklärung als CEO der Walt Disney Company im Februar, nach der Gerüchte aufgekommen waren, er hätte sich zu einer Last Minute Kandidatur und einem Einstieg in die bereits laufenden Vorwahlen der Demokraten entschieden.

Mit Ausbreitung der Corona Pandemie in den USA und der sich abzeichnenden Schwierigkeiten für Disney, entschied er aber sich wieder verstärkt in das Unternehmen einzubringen, um seinen Nachfolger Bob Chapek zu unterstützen, in einer der wahrscheinlich schwersten Krisen des Unternehmens.

Auch wenn es auch abseits der Krise sehr unwahrscheinlich war, dass Iger noch in das Rennen um die Präsidentschaft eingestiegen wäre, so hat er nun bestätigt, dass ihm politische Ambitionen nicht fremd sind und er tatsächlich seit 2016 seine Möglichkeiten für eine Präsidentschaftskandidatur geprüft hat.

"Auf irgendeine Weise etwas zurückzugeben - unserem Land auf irgendeine Weise zu dienen - ist sicherlich etwas, das ich ernsthaft in Erwägung ziehen würde", sagte Iger in einem Interview mit David Rubenstein bei Bloomberg TV. "Aber viel würde davon abhängen, was es ist, was ich tun könnte, was die Gelegenheit waee und ob ich denke, es wäre etwas, das mich sowohl anregen würde als auch etwas, worin ich gut wäre".

Iger zog eine Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten in Erwägung, ließ diese Pläne aber letztlich fallen und konzentrierte sich auf die größte Akquisition, die Disney je getätigt hat - den Kauf von großen Teilen von 21st Century Fox im Wert von 71 Milliarden Dollar -, einem Deal, den das Unternehmen im vergangenen Jahr abgeschlossen hat.

"Man zieht es nicht in Betracht, für das Präsidentenamt zu kandidieren, ohne ein wahrer Idealist zu sein", sagte Iger. "Man braucht eine Menge Idealismus, um die emotionale Energie und wahrscheinlich auch die physische Energie zu mobilisieren, um so etwas zu tun, um überhaupt zu glauben, dass es möglich ist", sagte Iger, "aber irgendwann setzt auch der Realismus ein, das muss er auch."

"Ich habe ernsthaft darüber nachgedacht", sagte Iger. "Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich so weit gekommen wäre, dass ich wirklich in das Rennen eingestiegen wäre. Ich begann mehr und mehr darüber nachzudenken, wie schwierig der Weg in der Demokratischen Partei für einen Geschäftsmann sein könnte, die Nominierung tatsächlich zu erringen."

Auch abseits der Politik macht sich Iger aber Gedanken um seine berufliche Zukunft, wenn er wie geplant, die Walt Disney Company im Dezember 2021 komplett verlassen wird.
Seinen Ruhestand plant er hingegen noch nicht, obwohl er zu diesem Zeitpunkt bereits fast 71 Jahre alt sein wird.

Iger sagte, einige Private Equity Firmen hätten ihre Fühler nach ihm ausgestreckt.
"Ich habe noch keine Entscheidungen darüber getroffen, was ich als nächstes tun werde", sagte er. "Es gibt eine ganze Welt da draußen, und ich habe immer noch eine Menge Energie und eine riesige Menge an Neugierde".
 

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