40 Tage Best of the West: von Kanada über Hawaii nach Disneyland

gila kennt diverse Charaktere beim Namen
2018 hat unsere Planung begonnen - 2022 haben wir dann endlich 40 Urlaubstage an der Westküste verbracht. Natürlich nicht nur mit der Disney Cruise, zahlreiche Hotels, Apartments, Autos, Veranstaltungen und Flüge haben wir gebucht (y)
Die Planungsmappe war dicker als je zuvor und an Flexibilität haben wir uns - den Umständen entsprechend - selbst übertroffen :ROFLMAO:

So wie die Reise wird auch dieser Bericht nicht von heute auf morgen fertiggestellt werden - steigt ein, macht es euch gemütlich und dann geht es ab auf den Pazifik! :martini5:

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Es geht los! Wir können es eigentlich gar nicht glauben...

Die Emotionen sind ziemlich gedämpft dafür, dass es endlich auf die längste Reise unserer Urlaubskarriere geht. Auch an die Westküste von Nordamerika reisen wir das erste Mal.

Das Hauptziel ist Hawaii diesmal :smilie_water_013:. Diese Inselgruppe haben eigentlich schon seit "Magnum" im TV immer wieder mal angesehen, aber wegen der teuren, langen Anreise und der unstabilen Wetterverhältnisse dort immer wieder verworfen. Dass es im Paradies allerdings immer wieder mal regnen kann, haben wir inzwischen auch schon in der Karibik kennengelernt :regen:.

Mein Traumziel seit langer Zeit ist eigentlich eine Kreuzfahrt in die Südsee ab Tahiti mit der Aranui - bislang noch unbezahlbar. Aber dann las ich irgendwann vor Jahren, dass Disney Cruise auch Hawaii-Reisen macht hin und wieder. Hawaii ist ja vom Südsee-Traum nicht so weit entfernt und wir sind ohnehin Fans von Disney Cruises....also schnell mal im Auge behalten, wann sowas wieder stattfindet.
Inzwischen haben wir durch eine amerikanische Disney-Freundin auch das Resort Aulani oft empfohlen bekommen, Hawaii ist also definitiv eine Reise wert (natürlich auch ohne Disney :icon_rolleyes: )

Gerade, als ich schon gar nicht mehr darüber nachgedacht habe, kam die Ankündigung, dass es im April 2020 zwei Hawaii-Reisen geben würde. Eine von Vancouver, Kanada, nach Hawaii und eine zurück.
Kanada ist die "Schuld" der antiquierten US-Gesetzgebung, denn die erlaubt Personenschifffahrt von (US)A nach (US)B nur in Kombination mit dem Ausland (Start dort zum Beispiel).
Nach 2020 gab es für Alaska ein paar kleine Ausnahmen, aber im Grunde war klar, dass unsere Reise in Kanada starten muss, also gelten alle Einreisebestimmungen für Kanada und dann sofort für die USA (Hawaii) für uns.

Gebucht war dann im Herbst 2018 sehr schnell und flexibel: Als unser Buchungsfenster öffnete, waren nur noch Innenkabinen ohne fixe Zuteilung verfügbar. Nicht ideal für eine 9-tägige Reise über den Pazifik, aber Hauptsache dabei. Ein paar Monate vor Reisebeginn war dann die Restzahlung fällig und das war der Zeitpunkt, wo noch einige Passagiere storniert hatten - dadurch konnten wir auf eine Außenkabine umbuchen, die Welt war schön :muha:

Wir alle wissen, was dann kam ... bis auf Kosten für das Flug-Reisebüro und die Gebühren für ESTA haben wir wenigstens keinen direkten finanziellen Verlust erlitten - es gab sogar eine 30%ige Gutschrift auf unseren Cruise-Preis wenn wir nur umbuchen statt zu stornieren.

Und damit kommen wir zur aktuellen Reise. Bei dieser (Um)buchung hatten wir dann schon den Castaway-Club-Status (Cruise-Bonus-Programm) GOLD und durften somit früher buchen. Das hat uns diesmal immerhin eine Außenkabine ohne feste Zuteilung eingebracht. Nach den vielen Absagen der Reisen war die Reise gefragter denn je bei den einen Passagieren und unmöglich für viele andere. Am Ende fuhren aber doch viele der ursprünglich gebuchten Leute mit uns mit.

Hat uns die Seuche auch etwas Gutes gebracht? Wenn ja, dann war es auf jeden Fall ein Schiff für gut 2,5 Tausend Passagiere, das nur mit 1000 gefüllt war. Fast genausoviel Crew - ein unbezahlbares Erlebnis!

Die Reise wurde gegenüber 2020 auch leicht verändert, wir konnten diesmal Hilo auf Big Island, Hawaii, nicht anfahren, dafür ein Tag Honolulu mehr und ein zusätzlicher Tag auf Kauai. Man wird flexibel, am Ende zählt nur, dass man ankommt :top:

Dafür fallen 2022 die österr. Feiertage besser als 2020 und somit hätte es sich gar nicht ausgezahlt, die ursprünglichen 4,5 Wochen wegzufahren - besser ist es, eine Woche zusätzlich einzubauen :nick:jump
Dank anderer Absagen war auch das Geld dafür da, eine Woche auf Maui zu verbringen. Schon bei meinen Tagesplanungen habe ich festgestellt, dass ich in dem einen Tag auf Maui (Cruise) niemals all das sehen kann, was ich möchte - also kurzerhand eine Woche noch eingeschoben und den Urlaub beantragt :fon::e065:. Begeisterung auf der anderen Seite ist anders :muha:, aber immerhin kann die Firma froh sein, wenn man alle angesparten Urlaubstage aufbraucht :lach Nein, man muss schon sagen, dass es NICHT selbstverständlich ist, dass ein Unternehmen (bzw. 2 bei uns) seinem Mitarbeiter fast 6 Wochen Urlaub am Stück gewährt, gerade in turbulenten Zeiten. Also Daumen hoch :top: für die Unterstützung auch aller Kollegen in dieser Zeit.
 
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Die ganze Planung, alles Buchen hat ehrlicherweise nur wenig Freude bereitet. 2018/19 waren wir aufgeregt, begeistert und wollten alles sehen, alles perfekt vorbuchen. Gelesen, Videos angesehen - die Vorbereitung war eine Meisterleistung!
2021 habe ich dann versucht, alle Scherben davon wiederzuverwerten und zumindest einen Teil der Reise machen zu können. Viel Hoffnung hatten wir ja nicht, dass das Schiff überhaupt fahren würde. Berechtigterweise sind Schiffe die letzten Aufenthaltsorte, wo man während einer Pandemie sein möchte, Gefahren sind vielfältig. Kanada ist weitaus strenger in der Covid-Politik als die die USA, verschiedene Impfstandards, Tests, Zertifikate und vieles mehr.
Von Woche zu Woche haben wir uns weitergekämpft. Während wir ausloteten wie wahrscheinlich es ist, dass wir überhaupt in Kanada einreisen können, ob das Schiff überhaupt fährt - und vor allem: wie wahrscheinlich es ist, dass uns Hawaii einreisen lässt.
Eine Inselgruppe mitten im Pazifik mit eingeschränkten medizinischen Niederlassungen ist selbstverständlich nicht begeistert, viele Besucher aufzunehmen - geschweige denn von einem Kreuzfahrtschiff, devil himself ;-)

Kurz vor der Reise standen dann aber 2-3 Pläne :muha:
Alles so gut wie möglich stornierbar gebucht und mit vielen Alternativen, wie wir am Ende zumindest die Zeit auf Hawaii gut verbringen können, falls alles andere nicht klappt.

"Zwischendurch" kurz vor der Abreise haben wir ein Haus gekauft :jump:eek:. Das hat natürlich 200% unserer Energiereserven geschluckt :muha:
Ich kann sagen, viele Sachen kann man inzwischen auch per mail aus dem Ausland abwickeln :top:
Wir hatten schon lange gesucht - dass wir gerade zu dem Zeitpunkt fündig werden.... Aber absagen wollten wir die Reise - und vor allem das Haus - auch nicht - im Endeffekt ist es unsere letzte Erholung geworden vor einer langen, stressigen Zeit mit Renovierungen, Umzugsplanung uvm.
Dass ich heute endlich mal Zeit für den Bericht finde, passiert auch nur weil die Baustelle heute mal "Ruhe" gibt.

Und dass wir uns dann am 21. April 2022 tatsächlich in den öffentlichen Verkehrsmitteln am Weg zum Flughafen Wien Schwechat befanden, ist noch heute kaum zu glauben - aber ein Traum wurde wahr!
 
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Nachmittags startet unser Flugzeug nach Paris, wo wir übernachten werden und morgen geht es dann nach Vancouver, Kanada mit AirFrance in der Klasse PremiumEco.
Das beinhaltet bei AF den Sky Priority Zugang (wo vorhanden), 2er-Schalensitze in einer eigenen Kabine, besseres Essen.

Das Gepäck ist diesmal ein echtes Problem. Wegen der vielen Ziele und Aktivitäten sind unsere erlaubten 2x23 kg plus 2 Handgepäck pro Person bereits bei der Anreise ausgereizt. Wir haben zwar viele Geschenke eingepackt (für Insider: Fish Extender am Schiff), aber es ist zu "befürchten", dass wir genauso viel wieder zurück-geschenkt bekommen :p

Kurz vor der Anreise ist in Kanada die Pflicht zum Vorab-Testen gefallen und somit fliegen wir ganz entspannt los. Die neu eröffnete Lounge in Wien ist dank unserer Kreditkarte kostenlos und fast leer. So wie der Rest vom Flughafen auch. Keinerlei Schlangen irgendwo, alles entspannt. Auch der Flieger nach Paris nicht ausgebucht. AF ist pünktlich und unser Gepäck wird gleich durchgecheckt, sehen wir also in Vancouver erst wieder.
Wir haben erstmals Apple tags in die Koffer gegeben, so können wir am Handy verfolgen, dass sie mit uns mitgekommen sind :top:


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Wir sind mit HOP gut angekommen in Paris. Ursprünglich AF gebucht, ist es HOP geworden, nach Wikipedia eine Billig-Airline von KLM/AF. Deshalb wollte ich eigentlich noch vor dem Abflug umbuchen, um einer "richtigen" AF zu sitzen, aber die Zeiten waren besch***. Deshalb einfach mal - flexibel wie wir sind :p - mit einer neuen Airline geflogen. Ich habe keine Kritikpunkte, alles so, wie eine Kurzstrecke sein sollte. Das Masken-Tragen wurde kontrolliert und von fast allen auch eingehalten.

Wir sind extra am Vortag angereist, da auch in normalen Zeiten der Flughafen Paris ja zeitaufwändig ist. Nach Vancouver sind die Flüge eher selten von Wien aus, vor allem, wenn man PremiumEco fliegen will. Lufthansa mögen wir ja nicht so gerne, das wäre die Alternative gewesen. Oder BA, allerdings wollte ich das Risiko Brexit nicht eingehen und nicht noch ein weiteres nicht-EU-Land in meine Covid-restrictions-Planung aufnehmen... Die Frage war also: Früh morgens um 6 abfliegen nach Paris, dort 2 Stunden Zeit oder gemütlich nachmittags nach Paris und am nächsten Tag ausschlafen, frühstücken und dann zum Flug. Ob ich jetzt ein Hotel am Flughafen Wien zahle oder Paris ist ja auch egal.

Als alter Sparmeister habe ich dann das IBIS Style gebucht, direkt am Flughafen gelegen, außerhalb des Transitbereichs. Mit der Tram kommt man am Flughafen hervorragend weiter, die Anreise mit Handgepäck ist denkbar einfach. Am Flughafen Paris mit Maskenpflicht hat das nicht viele Personen interessiert, meine Nervosität steigt.... (Vor uns liegt ja noch ein Covid Test in 5 Tagen, der entscheidet, ob wir aufs Schiff dürfen!)
Am Flughafen gibt es den kleinen Marcs&Spencer Supermarkt und diverse Bäckerein, wo wir gutes Abendessen einkaufen. Gekühltes französisches Sprudelwasser ;-) und Käsebaguettes. Angekommen im gelobten Land des guten Essens - sogar in so einer Situation :top:

Sieht ja auch ganz nett aus, das IBIS Style, die Dekoration ist schon sehr speziell und Alien- und Star Wars Fans kommen voll auf ihre Kosten. Perfekter Einstieg zu einem Disney-Urlaub!
Und dann kommt das große ABER......

Die Fenster können wie bei vielen Flughafenhotels nicht geöffnet werden. Es ist ein warmer Aprilabend... Im Zimmer hat es kuschelige 28 Grad und die Klimaanlage bringen wir nicht zum laufen. Weder als reine Lüftung, geschweige denn zur Abkühlung.
Telefonsupport? Keine Antwort.
Also wieder runter an die Rezi, nochmal in der Schlange angestellt.
Ja - das ist auch alles korrekt so. Keine Lüftung/Klimaanlage. Zitat "This is not the season". :mad::eek::devilish::poop: - aber wann bitte ist denn die Season?????? Wenn es über 30 Grad hat?????? Die Angestellte hat meine Fassungslosigkeit ausgenutzt und mir einen kleinen Standventilator in die Hand gedrückt. Noch immer sprachlos zeigt eine kurze Internetsuche, dass es außer im dazugehörigen Nachbarhotel keine bezahlbaren Zimmer am Flughafen gibt.
2x kühl geduscht, mit dem Champagner aus dem Pappbecher die Situation schön gesoffen und geschlafen - oder wie man in so einer Tropennacht eben rumliegt...

Das Frühstücksbuffet sehr erfreulich bei dem Zimmerpreis und schön kühl im Frühstücksraum. Trotzdem ein klares NEIN für dieses Hotel. Teure 100 EUR für wenig Schlaf.


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Wir genießen etwas Frischluft bevor es wieder zurück auf Reisen geht. Auch angenehm bei so einem Zwischenstopp - man kommt aus diesen klimatisierten Flughafenbereichen raus.
Wir verlassen das Hotel auch extra früh, da ja der Flughafen Paris extrem überfüllt sein soll und die Wartezeiten stundenlang. Was soll ich sagen - wir hatten mehr als 2 Stunden Zeit und das war auch gut so. Nochmal glücklich, dass wir nicht vom Anschlussflug laufen mussten...

Die Eco Check-in Schlange bei AF/KLM/Delta zieht sich durchs ganze Flughafengebäude. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand von denen ganz hinten in unseren Flug mitgekommen ist.
SKY Priority (wo wir einchecken hätten dürfen) - alles leer und keine Wartezeit.

Weiter zur Ausreise. Die Eco Schlange ist auch fast genauso lang. Bei SKY Priority - gut organsiert, eine schnelle Schlange, keine 30 Minuten.

Security - hier konnte ich nicht erkennen, ob wir bei Priority oder normal eingeteilt wurden, alle Schlangen haben sich dort genauso schnell bewegt. Die französische Security hat bei uns immer besondere Freude daran, sich jedes Teil im Handgepäck ganz genau anzusehen, ganz egal, wieviele Kunden warten :ROFLMAO: Mit 2 Systemkameras mit Objektiven, 2 Unterwasserkameras, ipads und weiterem Spielzeug ist das natürlich ein extra Entertainmentprogramm. Aber was wirklich extrem ist: Bei allen Security-Schlangen dieses Urlaubs habe ich in den letzten Jahren noch nie so viele Passagiere gesehen, die Trinkflaschen, Shampoos, Parfums...in großen Flaschen eingepackt haben und noch nie davon gehört haben, dass es da Beschränkungen gibt. Wirklich lästig diese Verzögerungen.

Insgesamt sind wir entspannt und rechtzeitig am Gate angekommen und warten aufs Boarding. Zuerst dürfen Disabled, Familien, Business, dann schon die Premium Eco. Alles sehr gut organisiert mit verschiedenen Schlangen zum Anstellen. Freundliche Crews.

Der Flug ist komplett unspektakulär. Nette Crew, sehr aufmerksam. Auf das Maskentragen wird Wert gelegt.
Der 2er- Schalensitz ist toll - niemand lehnt sich auf mich von vorne! Nur die Sitzfläche ist relativ hart. Zum richtigen Schlafen bräuchte man schon Business...

Die Verpflegung ist (für Flugzeugessen) sensationell. Wir hatten 1x Standard Essen, was gut war und 1x asiatisch vegetarisch - überraschend gut. Dazu sehr guten Wein (ausreichend *g*). Und dann nochmal ein Snack, den man auch to go nehmen konnte für später am Abend. Danach noch Likör/Schnaps - oder beides :h004:

Danach haben wir etwas geschlafen :ROFLMAO: und sind pünktlich gelandet.

Bordentertainment gab es auch mit aktuellen Filmen, ich weiß nicht, in welchen Sprachen. Ein WIFI Angebot gab es auch.

Den Umständen entsprechend ein wirklich guter Flug, gerne wieder mit AF.

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Kaum gelandet gehen wir zielstrebig zur Immigration - es ist doch einiges los in Vancouver. Jeder muss zu einem Terminal und den Pass scannen, Fragen bestätigen.... nicht alle Terminals sind in Betrieb, einige haben entweder technische oder Anwender-Probleme... aber bei uns geht es schnell und problemlos. Der Officer entscheidet sich nicht für uns - juhu! Denn wer das große Los gezogen hat beim Officer, darf einen zusätzlichen PCR Test machen, das Vergnügen ersparen wir uns.

Vancouver ist bekannt für viel Verkehr und somit einen mühsamen Auto-Transfer in die Stadt. Also nehmen wir die empfohlene Bahn, den Skytrain. Alles ist wirklich ausgezeichnet angeschrieben und das Kaufen der Chipkarte inkl. Tagesticket für heute am Automaten ist einfach. Für die Abfahrt ab Flughafen zahlt man einen Aufpreis aufs Tagesticket von ca. 5 CAD. Diese kann man sich ersparen, wenn man die Chipkarte vorher bei zB 7Eleven kauft und dann online auflädt. Einen 7Eleven kann man erreichen, bevor man zum Skytrain geht, Google versucht, uns den Weg zu weisen. Nach etwas Herumfragen geben wir den Plan auf, offensichtlich ist es vom internationalen Terminal doch ein weiterer Weg. Das ist keine 10 CAD wert....
Die Chipcard kann man dann an jedem Automaten (oder online) aufladen für Einzelfahrten oder Tageskarten, das ist günstig und praktisch.

Im Zug kann man dann gleich ganz vorne sitzen - fahrerlos! Erste Eindrücke der Stadt und der Meeresbucht, die von Bergen umringt ist. Das Wetter ist traumhaft, frühsommerlich. Auch mit 4 Koffern und Handgepäck ist es kein Problem, der Skytrain ist sehr gut angelegt.

Leider ist unser Hotel nicht direkt an einer Skytrain-Station gelegen, mit dem Bus wären es noch 2,3 Stationen. Das tun wir uns aber mit den Koffern nicht an und gehen zu Fuß ca. 10 Minuten. Da relativ wenig los ist in der Stadt, ist das ok - wir beschließen aber schon jetzt, dass es in ein paar Tagen zum Hafen fix mit dem Taxi gehen wird ;-)

Gerade für Vancouver haben wir ja extra warme Sachen mit, die Vorhersage war täglich unter 10 Grad und wir haben Jacke, Jeans, Pullover und feste Schuhe mit - Koffer sind ja gut gefüllt. Spoiler: Der einzige Tag, wo wir die warmen Sachen brauchten, war nicht in Kanada sondern in Hawaii ganz oben auf dem Vulkan....

Zeitverschiebung heute: 9 Stunden
Jetlag: nicht merkbar

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Mit dem Hotel haben wir eine sehr gute Wahl getroffen: https://www.bluehorizonhotel.com/

Das Blue Horizon Hotel ist kein Kettenhotel und liegt an der Robson Street. Es ist das einzige in dem Umfeld, das so hoch ist und Balkone anbietet - und somit einen Blick aufs Wasser der English Bay bietet. Die anderen Hotels in Vancouver, die einen tollen Ausblick haben, schauen aufs Wasser vom Hafengebiet und hier könnte man dann die Disney Wonder ankommen sehen. Blue Horizon hat jedoch ein wesentlich besseres Preis/Leistungsverhältnis und die Lage direkt in der Einkaufs/Restaurantstraße ist perfekt für einen kurzen Aufenthalt. Sehr nettes Personal, gepflegtes Hotel. Kein Housekeeping aufgrund von Covid - allerdings könnte man eines bestellen, wenn man bescheinigt, dass man sich während der Zeit nicht im Zimmer befindet. Sehr aufmerksam! Ich bin allerdings froh, wenn niemand in unser Zimmer geht - noch immer hatten wir kein Covid. Sind zwar geimpft, aber in 3 Tagen steht der Test an...

Unser Zimmer ist schon fertig und wir können erstmal alles abladen. Sind natürlich viel zu warm gekleidet - hier ist Sommer! Perfekt, um die Stadt zu Fuß zu erkunden.

Ausblick von unserem Balkon aus:

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Die Architektur von Vancouver ist spannend. Viele schöne Hochhäuser, dazwischen viel altes und kleines. Man kann zu Fuß vieles erkunden und das Bussystem ist für unsere Bedürfnisse komplett ausreichend. Ein Auto bräuchten wir hier nicht, Parken wäre auch extrem teuer.
Auf den Gehsteigen und Straßen ist wenig los - das scheint allerdings der Pandemie geschuldet, denn auf allen Bildern und Videos, die ich vorher gesehen hatte, war das anders. Aber so ist es herrlich, überall viel Platz, keine Wartezeiten, Geschäfte kann man in Ruhe besuchen.

Die Nähe zu Asien auf der anderen Seite des Pazifik ist stärker zu spüren als ich erwartet hatte. Sowohl von der Bevölkerung als auch in den Geschäften - hier ist wirklich vieles authentisch koreanisch, japanisch, chinesisch... Dadurch ergibt sich auch eine wunderbare Mischung an Restaurants. Nach dem kurzen Besuch an der kanadischen Westküste kann ich sagen: Es schmeckt mir besser als an der kanadischen Ostküste :love:

Die Menschen sind so freundlich, wie man es aus Kanada gewohnt ist, die Stadt ist an den meisten Stellen sehr sauber und ich fühle mich trotz Großstadt gleich sehr wohl. Wahrscheinlich, weil die Stadt so viel Wasser hat. Und die Ausblicke auf die Berge und Natur rundherum ist schon besonders schön. Ich kann gut verstehen, warum hier so viele Menschen leben und arbeiten wollen.

Mit der Fähre ist man auch schnell auf der anderen Seite der Bucht, wo man gemütlich essen, shoppen kann. Der erste Tag ist auf jeden Fall schonmal gelungen! Den Jetlag spüren wir gar nicht stark, wahrscheinlich wegen des angenehmen Fluges. Gehen also auch nicht extrem früh schlafen - vor allem den Blick über die Stadt müssen wir nachts noch erleben!

Ein paar Eindrücke:

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Brunch Saturday!

Zum Frühstück geht’s auf den Granville Island Market - traumhaft! Wir fahren mit der Fähre Aquabus: https://theaquabus.com/
Es gibt 2 Anbieter in der Gegend, auch die False Creek Ferry, aber der Aquabus ist für one-way am günstigsten und die Fahrt ist ausgezeichnet.

Es gibt unglaublich viel zu essen und schöne Shops abseits von internationalen Ketten und ähnlichem. Sehr zu empfehlen!

Und einen kurzen Spaziergang um den Hafen von False Creek zum besten Fisch unseres Lebens… köstlich! Go Fish ist eine outdoor-Location mit einer langen Schlange davor. Schon mal ein gutes Zeichen! Wir essen Sandwiches mit gegrilltem Lachs und Muscheln und Fish&Chips.
Alles wird ganz frisch zubereitet und ist den Spaziergang und die Wartezeit wert!

Rund um den Hafen ist ein wunderschönes Wohngebiet - sollte ich jemals Lotto-Milliardär werden, kaufe ich dort auf jeden Fall eine Wohnung :cool:

Wetter hält - T-Shirt weiterhin. Wer hätte das in Kanada im April erwartet?279171497_10223768409178818_3703901456354090274_n (1).jpg 279022347_10223768418339047_1578187400946771353_n.jpg
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Das viele Essen muss ja abgebaut werden :p - also machen wir nachmittags eine schöne Fahrradtour durch den Stanley Park, geplanterweise eine Runde immer am Wasser entlang.

Mit dem Bus fahren wir zum Beginn des Parks und entscheiden uns für einen der Fahrradanbieter - aufgrund der Räder, die vor der Tür ausgestellt sind. Die 3 oder 4 Anbieter sind hier fast nebeneinander, Preise sind sehr ähnlich. Wir haben bei dem gemietet: Bikes and Blades | Bicycles for Rental in Vancouver
Bezahlt wurde bei Rückgabe des Fahrrads, somit muss man zu Beginn noch nicht wissen, wie lange man unterwegs sein wird. Für unsere Strecke werden 3 Stunden empfohlen.
Helme und Schloss waren in der Miete inkludiert, die Räder waren in gutem Zustand.

Es gibt im Internet unzählige Beschreibungen, was man alles sehen kann im Stanley Park und die Radwege sind auch überall gut angeschrieben. Der Weg ist betoniert und hat fast keine Steigungen. Aber leider wird an unserem Tag ein Teil der Seawall renoviert - und somit können wir ab der berühmten Brücke den Seawall-Weg nicht mehr befahren. Die Alternative geht entweder steil über den Berg oder direkt über einen Waldweg. Dieser ist zwar etwas anstrengender als die betonierte Runde, aber dafür sehr ruhig und die Natur ist wunderschön.

Nach der Anstrengung gibt es zur Belohnung einen Strandbesuch - in Vancouver hat man wirklich von allem etwas! Und bei so schönem, warmen Wetter ist es doppelt so schön.

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gila kennt diverse Charaktere beim Namen
Ihr müsst euch leider mit dem Weiterreisen etwas gedulden - meine ganze IT ist im Rahmen unserer Übersiedlung abgebaut worden und bis die Festplatten und alles wieder verbunden sind, kann es noch dauern :sleep:
 
dörthe Administrator
Teammitglied
Oh Gott, was für eine grausige Vorstellung. Bis das alles wieder läuft 🤯
Viel Erfolg und gute Nerven!
 

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